Die doch ziemlich brisante Begegnung mit dem Ex wirft ihre Schatten voraus. Schon einige Tage vor dem Wiedersehen mit Friedhelm Funkel in Berlin wird der aktuelle Frankfurter Trainer Michael Skibbe mit Fragen zum Treffen genervt. Für Funkel ist das Spiel eines mit großen Emotionen, ganz klar, für Skibbe selbst ist das Wiedersehen von eher untergeordneter Natur, er beschäftigt sich eher mit dem Spiel als solchen. Nicht ohne Grund. Denn wenn eine Mannschaft jemals mit dem Rücken zur Wand stand und drei Punkte ganz, ganz dringend nötig hat, dann Hertha BSC Berlin im Herbst 2009.
Fünf kümmerliche Pünktchen von 39 möglichen Zählern haben die Hauptstädter beisammen, das ist eine klägliche, ja fast schon erbärmliche Ausbeute. Auch der als Retter geholte Funkel konnte noch keinen Umschwung herbeiführen, zumindest nicht punktemäßig. Sportlich hat sich die Hertha allerdings berappelt, spielte zuletzt sehr ordentlich. Gegen die Eintracht, das weiß nun jeder von Sylt bis zum Bodensee, müssen die Berliner gewinnen - egal wie.
Für die Hertha ist die Partie so ziemlich die letzte Chance, noch einmal Anschluss zu finden an die Nichtabstiegsplätze. "Wir müssen uns warm anziehen", glaubt Skibbe, "und das werden wir auch machen." Er sieht aber gerade in der Konstellation die Chance für seine Mannschaft, die ja auch schwer verunsichert und angeschlagen ist. "Aber der Druck, der auf Hertha lastet, ist immens groß", sagt Skibbe.
Skibbe glaubt, Hertha wird stetig den Druck erhöhen
Er glaubt dennoch nicht, dass die Berliner von der ersten Minuten auf Teufel komm raus stürmen werden. "Dann frisst du einen Konter - und alles ist über den Haufen geworfen", sagt er. Er denkt eher, dass sie stetig versuchen werden, den Druck zu erhöhen. "Wenn wir lange ein gutes Ergebnis halten können, dann spielt bei ihnen auch die Angst mit. Das könnte unsere Chance sein." Theoretisch. Oder taugt die ebenfalls verängstigte Eintracht doch wieder einmal als Aufbaugegner?
Skibbe hat mit seiner Mannschaft selbst genug zu tun, er muss sie schleunigst wieder auf Kurs bringen, ansonsten droht der Absturz. Auch die Abwehr wackelt mittlerweile bedenklich, sie ist immer für einigermaßen doofe Gegentore gut, in den letzten beiden Heimspielen produzierten die Frankfurter zwei Eigentore.
Und auch das Abwehrverhalten bei den Gegentoren gegen Gladbach war mehr als schlecht. Maik Franz, Marco Russ, auch Chris patzten da ganz gehörig. Die Innenverteidigung steht bei weitem nicht mehr so sicher wie zu Saisonbeginn. Skibbe sieht das anders. Gegen Gladbach etwa fand er die Abwehr "sehr gefestigt", die "Defensivleistung war insgesamt gut." Nun ja.
Am Anfang der Saison hieß das verteidigende Duo in der Zentrale Russ und Aleksandar Vasoski, "die beiden harmonierten sehr gut", wie Skibbe einräumt. Das Tandem ist schon längere Zeit gesprengt. Vasoski musste erst mit einem Rippenbruch und jetzt mit einer Knieblessur passen. Skibbe berichtete am Dienstag, dass der vorgeschädigte Knorpel im rechten Knie in Mitleidenschaft gezogen sei, auf den Kernspintomographiebildern sei am Knorpel eine Aufhellung zu erkennen.
Kurioserweise ist der Spieler selbst eher frohgestimmt. Nach einer Unterredung mit dem Augsburger Operateur Ulrich Boenisch solle er eine einwöchige Trainingspause einlegen, eine Operation drohe erst mal nicht. "Der Knochen ist gereizt, der Knorpel aber okay", erzählte Vasoski am Dienstag. Spieler oder Trainer - wer weiß denn da mehr?
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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