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27. Januar 2016

Stefan Aigner: Partielle Déjà-vus

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Die zweite Hälfte gegen Wolfsburg hat ihn wieder aufgebaut: Stefan Aigner (links).  Foto: Hasan Bratic

Eintracht-Mittelfeldspieler Stefan Aigner kann sich seine schwankenden Leistungen nicht erklären. Vieles spielt sich wohl im Kopf ab.

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Stefan Aigner ist ein kerniger Typ, so ein Exemplar des herzhaften Ur-Bayers. Der 28-Jährige ist geradeaus, was aber nicht bedeutet, dass der Flügelspieler der Frankfurter Eintracht nicht empfindsam und reflektierend ist. So kam es, dass er sich vor der Partie und während des Spiels gegen den VfL Wolfsburg im falschen Film wähnte, da hatte er Déjà-vu-Erlebnisse samt schlechter Gefühle: „Ich habe mir gedacht: Ja, geht denn das schon wieder los?“

Das war zum einen auf die Leistung der Mannschaft in der ersten Hälfte bezogen, zum anderen jedoch auch auf seine ganz persönliche Situation. Schließlich deutete in der Woche vor dem Rückrundenauftakt wenig darauf hin, dass der gebürtige Münchner in der Startformation der Hessen stehen würde. „Es sah nicht so aus“, räumte Aigner ein. „Natürlich hatte ich da Zweifel. Natürlich macht man sich Gedanken.“ Doch dann, im Abschlusstraining am Samstagnachmittag, ergatterte der Rechtsaußen ein gelbes Leibchen. „Da habe ich gesehen, dass ich spielen werde.“ Ein kleiner Stein ist ihm vom Herzen gefallen. Er habe befürchtet, seinen Stammplatz wieder los zu sein. Wie zu Beginn der Saison.

Wirksame Stichelei

Trainer Armin Veh hatte Aigner nach dem letzten Testspiel gegen Eintracht-Braunschweig (3:3) überraschend öffentlich angezählt und den jungen Mijat Gacinovic demonstrativ gelobt. „Er war zehnmal agiler als Aigner“, hatte sich Veh geäußerte. Für Aigner eine Watsch’n. Aber eine, die ihn noch mal wacher gemacht und die Sinne geschärft hat. „Vielleicht wollte mich der Trainer ein bisschen provozieren“, orakelte Aigner. Das hat ja geklappt. „Aber immer“, fügte er lächelnd an, „immer brauche ich das nicht.“

Für den Mann von der Außenbahn kam die temporäre Zurücksetzung überraschend. Im Privatkick gegen Dortmund in Dubai sei er nach dem Trainingslager einfach platt gewesen, „das ist aber normal“. Und im letzten Test gegen Braunschweig habe er eine schlechte erste Halbzeit gespielt. „Das weiß ich auch.“ Aber doch hatte er gehofft, etwas mehr Kredit zu haben, zumal er sich klar auf dem aufsteigenden Ast wähnte. „Ich war in der Vorbereitung wieder viel besser drauf, habe meine Form gefunden und war auch viel spritziger.“

Das Siegtor im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen Bremen habe ihm Auftrieb gegeben, „und diesen Schwung wollte ich mitnehmen“. Umso befremdlicher war es für ihn, plötzlich erneut in Frage gestellt zu werden. „Ich habe das alles nicht so extrem gesehen.“ Seinen Platz hat er schließlich verteidigen können und seine Nominierung letztlich mit zwei Vorlagen und einem engagierten Spiel in der zweiten Halbzeit mehr als gerechtfertigt. „Die zwei Vorlagen tun mir gut“, sagte Aigner.

Die zweite Halbzeit macht Mut

Weshalb aber im ersten Durchgang gar nichts zusammenlief, konnte er ebenfalls nicht erklären. Der Flügelmann schiebt es auf die „Verunsicherung“, aber so genau wisse er es nicht. Er könne nur von seinem Empfinden berichten: „Du stehst da draußen, bekommst kaum einen Ball, kommst in keinen Zweikampf richtig rein, kommst in keine Aktion rein“ – dann nehmen die schlechten Gedanken wieder zu, und die Traute weicht der Furcht. „Dann denkst du: Jetzt geht es genauso weiter wie in der Vorrunde.“

Dass sich die Mannschaft dann am eigenen Schopf und dank Alexander Meier aus dem Schlamassel gezogen habe, sei Ausdruck der Qualität, die im Kader stecke. Weshalb aber dann das klappte, was zuvor partout nicht gelingen wollte? „Ich kann es nicht erklären.“ Vieles spiele sich eben im Kopf ab. Die Leistung des zweiten Abschnitts macht Mut. „Das gibt uns die Zuversicht. Wir sehen ja, dass wir es können.“ Am Samstag geht es nach Augsburg. Das ist nicht unbedingt der Frankfurter Lieblingsgegner.

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