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Eintracht Frankfurt
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25. Februar 2016

Stefan Reinartz: Anarchie auf dem Platz

 Von 
Lange Zeit nur Zuschauer: Stefan Reinartz.  Foto: imago/Jan Huebner

Stefan Reinartz, Mittelfeldspieler bei Eintracht Frankfurt, will in der englischen Woche endlich wieder auf den Rasen zurückkehren.

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Stefan Reinartz, außer Gefecht gesetzter „Sechser“, ist keiner, der sein Herz auf der Zunge trägt. Er ist eher der introvertierte Typ, er ist keiner, der aus sich heraus geht, zuweilen garniert er seine Sätze mit einer Prise Ironie. Man habe sich den Saisonverlauf, sagte er vor dem HSV-Spiel auf der Waldtribüne, ganz anders vorgestellt. Man hätte es auch drastischer formulieren können.

Auch mit seiner eigenen Leistung könne er nicht zufrieden sein, 13 Spiele hat er absolviert. „Ich habe sicherlich keine Glanzsaison gespielt. Das war alles andere als optimal“, sagte er. Anfangs ging es ganz gut, er erzielte gar das erste Frankfurter Tor der Saison in Wolfsburg, aber nach einigen Wochen ging die Kurve des Mannes, der 16 Jahre für Bayer Leverkusen gespielt hatte, rapide nach unten. Persönlicher Tiefpunkt war das Pokal-Aus in Aue, wo er nach 45 Minuten vom Platz geholt wurde. Er ist kein Tempospieler, zum Schluss verlor auch zu viele Bälle. Dann verletzte er sich und musste an der Leiste operiert werden.

Ein neuer Anlauf

Immerhin ist sein Comeback absehbar. In der Reha hat er geschuftet, dort habe er ein Trikot von Kevin Trapp hinter Glas entdeckt, auf dem stand: „Keine Pause, keine Gnade, kein Mitleid“ – das Motto aller Rekonvaleszenten. Während der englischen Woche will der 27-Jährige ins Mannschaftstraining zurückkehren und einen neuen Anlauf nehmen. Einen Spieler seiner Qualität in Form könnte die Eintracht gut gebrauchen, um Stabilität ins Mittelfeld zu bekommen. Auf dem Platz habe zuletzt, wie der „mehr oder weniger“ in Köln lebende Reinartz sagte, „Anarchie“ geherrscht. „Etwas mehr Struktur auf dem Platz würde uns gut tun.“

Und wenn „wir pro Spiel 30 Angriffe auf die Innenverteidiger oder den Torwart zulassen“, dann sei ja klar, dass Gegentore fallen müssten, sagte der Mittelfeldspieler, der in seiner Leverkusener Zeit eine Jugendmannschaft betreut und nebenher ein Psychologie-Studium begonnen hat. „Ich wollte nach dem Abi was für den Kopf tun.“ Ein bisschen mehr Spielintelligenz würde auch der Eintracht gut tun.

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