Hinterher hat Markus Hankammer, Vizepräsident des krisengeschüttelten SV Wehen Wiesbaden, wiederholt bedauert, dass das gestrige Testspiel gegen Eintracht Frankfurt einer strikten Geheimhaltung unterlegen hatte. "Das war nicht unserer Wunsch", sagte Hankammer, "wir hätten gerne vor Zuschauern gespielt."
Der etablierte Bundesligist hingegen nicht. Weil Cheftrainer Friedhelm Funkel, der sich übers Länderspiel-Wochenende beim Skifahren verlustieren wird, wusste, dass es wenig Erbauliches zu besichtigen gegeben hätte? Der ideen- und bewegungsarme Auftritt endete verdientermaßen 2:0 (1:0) für den Zweitliga-Letzten, für den der Ex-Frankfurter Sascha Amstätter (30.) und Aykut Öztürk (58.) trafen. Der Achtungserfolg nach acht Pflichtspielpleiten erfreute den kurzerhand bei den Taunussteinern installierten Teamchef Sandro Schwarz: "Damit ist ein Anfang gemacht."
Funkel brummte hingegen nur, das Ergebnis sei völlig unwichtig, kritische Töne seien nicht angebracht. "Wir haben ja ohne Sturm gespielt." Dafür aber mit einem, den niemand auf dem zugigen Halberg in der Eintracht-Startelf erwartet hätte: Christoph Spycher. Der Schweizer hatte in Absprache mit dem Trainer entschieden, nach Operation am äußeren Knorpel des rechten Knies und der Rückkehr ins Mannschaftstraining vor vier Wochen nun erstmals wieder in einem Spiel mitzumischen. "Das ist doch etwas anderes. Beim ersten Kopfball bin ich weggeblieben, danach hatte ich keine Angst mehr", berichtete der 30-Jährige, der eine Halbzeit lang ziemlich zurückhaltend und arg unauffällig agierte. Das Wichtigste aber: Spycher blieb schmerzfrei und stufte das Comeback als Fortschritt ein, "nachdem ich im Training zuletzt das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten."
Damit ist der 43-fache Schweizer Internationale, der regelmäßig telefonischen Kontakt zu Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld hält, viel schneller wettkampfbereit, als dies nach der niederschmetternden Diagnose nach dem Auswärtsspiel in Mönchengladbach am 2. November vergangenen Jahres erwartet worden war. Team- und Leidensgefährte Ioannis Amanatidis ist längst nicht so weit wie Spycher, der sich auf eigenen Wunsch beim ehemaligen Schweizer Nationalmannschaftsarzt Dr. Roland Biedert in Biel hatte operieren lassen. "Zum Glück stand bei mir nie die Fortsetzung der Karriere auf dem Spiel."
Stellt sich die Frage, ob der Linksverteidiger schon übernächsten Samstag gegen Energie Cottbus auf seinen angestammten Platz zurückkehren kann? "Das wird sich zeigen", erklärte Spycher vielsagend, "aber ich habe insgesamt ein gutes Gefühl."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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