Es sind gerade mal 14 Tage her, da wurden dem Frankfurter Torwart Oka Nikolov noch wahre Lobeshymnen gesungen. Die Eintracht hatte gerade die Partie beim Aufsteiger SC Freiburg 2:0 gewonnen - auch dank der Paraden des mittlerweile 35-Jährigen. Sein Trainer Michael Skibbe sagte seinerzeit: "Das war geil. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass noch einer eingeht. Ich dachte nur: Der hält ja eh alles."
Am Samstag gegen den VfB Stuttgart war es anders, da verhalf Nikolov den Schwaben zur Führung. Dabei hatte der dienstälteste Frankfurter vorher zweimal glänzend pariert gegen Timo Gebhardt (3. und 16.) Doch dann patschte er eine harmlose Flanke von Roberto Hilbert, die wahrscheinlich ins Seitenaus geflogen wäre, ohne Not und ohne Bedrängnis direkt vor die Füße von Julian Schieber, der mühelos abstaubte. Es war mehr als die von Klubchef Bruchhagen beschriebene "unglückliche Handlung". Es war ein schlimmer Bolzen, ein Rabe, der einem Profitorwart nicht unterlaufen darf. Es war überdies der Anfang vom Ende für die Eintracht in diesem Spiel.
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Oka Nikolov, davor und danach sehr solide, ist nun binnen einer Woche der zweite gravierende Fehler unterlaufen, vor acht Tagen verschuldete er auch schon das 0:1 gegen den HSV. Andererseits dürfte das nicht neu sein: Oka Nikolov, das hat die Vergangenheit immer gezeigt, kann sich fünf, sechs, sieben Spiele konzentrieren und fehlerlos halten, dann aber schleichen sich regelmäßig Patzer in sein Spiel ein.
Trainer Skibbe sieht dennoch kein Problem im Tor. "Wir haben großes Vertrauen in Oka." Momentan hat Skibbe freilich auch keine Alternative für die Besetzung unter der Latte. Markus Pröll fällt wegen seiner Schulter-Operation noch mindestens bis Ende des Jahres aus. Jan Zimmermann, der die Ersatzbank drückt, fehlt nach seiner langwierigen Schambein-Entzündung die Spielpraxis. Bleibt Ralf Fährmann, der nach seinem Mittelhandbruch erst langsam wieder mit dem Torwarttraining beginnt.
Im Grunde aber hatte die sportliche Führung vor der Saison das richtige Näschen: Fährmann war als Nummer eins gedacht, Nikolov sollte sein Vertreter sein und Pröll den Klub verlassen. Doch dann ist alles anders gekommen. (kil/dur)
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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