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Eintracht Frankfurt
Spielberichte und Interviews, News und Hintergründe zu Eintracht Frankfurt

05. Januar 2013

Trainingslager: Im Palast der Träume

 Von Ingo Durstewitz
Die Halle ist kein Platz für Frankfurter Stammspieler, aber für Marc-Oliver Kempf. Foto: Michael Schick

Nur wenige Stunden nach dem Frankfurter Hallenturnier macht sich das Team um Trainer Veh auf den Weg ins Trainingslager. Die Eintracht residiert in Abu Dhabi feudal, will aber hart arbeiten. Es geht um das Feintuning für die Rückrunde.

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Nur wenige Stunden nach dem Frankfurter Hallenturnier macht sich das Team um Trainer Veh auf den Weg ins Trainingslager. Die Eintracht residiert in Abu Dhabi feudal, will aber hart arbeiten. Es geht um das Feintuning für die Rückrunde.

Vom Flughafen Rhein-Main aus macht sich die Eintracht-Entourage am Samstagmorgen auf den Weg in die Wüste. In Abu Dhabi, der emiratischen Hauptstadt, will sich der so hochfliegende Frankfurter Bundesligist das Feintuning für die Rückrunde im Fußball-Oberhaus holen, eine Rückrunde, die die Hessen im besten Falle auf europäisches Parkett führen soll. Noch ist das Zukunftsmusik. Noch ist das ein Traum.

Für die nächsten sieben Tage saugen sie schon einmal internationales Flair, da verschanzt sich die insgesamt 43 Mann starke Frankfurter Delegation (darunter 26 Spieler) in den Arabischen Emiraten.

Die Eintracht, das kann man so sagen, wird feudal residieren. Das Emirates Palace ist ein prunkvoller, gigantischer Bau, das Gebäude hat einen Umfang von 2,5 Kilometern, der Torbogen ist 40 Meter hoch und überragt das Brandenburger Tor, es ist ein Palast aus 1001 Nacht, ein Hotel, das eigenen Angaben zufolge das größte, luxuriöseste der Welt ist, es war im Jahr 2005 auch das teuerste, das jemals gebaut wurde. Drei Milliarden Dollar kostete das Prestigeobjekt, dummerweise wurde 2010 in Las Vegas ein noch kostspieligeres Hotel erschaffen. Sei’s drum.

Perfekte Bedingungen

Die Eintracht freut sich auf die perfekten Bedingungen, auf den Trainingsplatz in Abstoßweite, auf blauen Himmel, auf Temperaturen um die 25 Grad, auf den Blick aufs Meer. „Und doch“, wirft Sportdirektor Bruno Hübner ein, „ist es nur ein Trainingslager.“

Und im Trainingslager wird nun mal gearbeitet und geschuftet, natürlich auch mal an Laufwegen und an der Taktik gefeilt. Trainer Armin Veh hat täglich zwei Trainingseinheiten angesetzt, zwei Testspiele sind terminiert, am 6. Januar gegen Al Jazira und am 11. Januar in Dubai gegen Borussia Mönchengladbach.

Der Coach will mit seiner Mannschaft konzentriert und gewissenhaft arbeiten, er will nichts dem Zufall überlassen. Auch deshalb ließ er beim Frankfurter Hallenturnier keinen einzigen absoluten Stammspieler auflaufen – nicht auszudenken, wenn sich einer verletzt hätte. „Unser Kader ist in der Breite sowieso zu schmal“, sagt Manager Hübner.

Sonne wichtig für das Gemüt

Veh hat sich für den Trip nach Abu Dhabi entschieden, weil er die beständige Wetterlage schätzt und weil er in der Vergangenheit schon mit seinen Klubs in der Wüste residierte. Auch im vergangenen Winter zog es Veh und die Eintracht in die Region, damals nach Katar. Man muss wissen: Veh ist abergläubisch.

Und Bruno Hübner geht gar so weit zu behaupten: „Ohne das Trainingslager letztes Jahr hätten wir den Aufstieg nicht geschafft.“ Er ist der festen Überzeugung, dass der Tapetenwechsel, die Sonnenstunden wichtig für das Gemüt der Spieler ist. „Das ist schon ein entscheidender Punkt“, findet Hübner. Und in der Türkei sei in den zurückliegenden Jahren die Gefahr zu groß, dass es feuchter wird als gewünscht. „Und Regen“, so Hübner, „ist kontraproduktiv.“

Trainer Veh ist mit dem Zustand seiner Mannschaft nach zweieinhalb Wochen Ferien sehr zufrieden: „Die Pause war nicht so lang, keiner hat Übergewicht, die Mannschaft macht einen guten Eindruck.“

Fit war sie in der Vorrunde sowieso, die Grundlagen dafür wurden in der höchst laufintensiven Sommervorbereitung gelegt. Im Winter wird daher nicht mehr allzu sehr Kondition gebolzt. „Die Jungs haben ja nicht viel von ihrer Physis verloren“, sagt Veh.

Und dieses Team soll in den verbleibenden 17 Bundesligaspielen weiter für Furore sorgen. „Wir wollen unseren Stil beibehalten, wir wollen weiter offensiv spielen – was anderes können wir nicht“, sagt Sportdirektor Hübner und legt nach: „Wir wollen weiterhin eine Bereicherung für die Bundesliga sein.“

Hübner hat den Markt im Auge

Die große Frage wird sein, ob die Hessen ihr Spiel weiter so durchbringen und es dem Kontrahenten aufzwingen können wie in der Vorrunde oder ob die Gegner eine Antwort auf das brachiale und riskante Spiel der Eintracht finden werden.

An Bord der Maschine nach Abu Dhabi wird heute früh natürlich auch Rückkehrer Marco Russ sein. Der Innenverteidiger, der gute Chancen hat, direkt zur ersten Elf zu zählen. Für Heiko Butscher, den Routinier, ist die Verpflichtung des Ex-Eintrachtlers kein Problem. „Ich kenne meine Rolle hier“, sagt der Routinier.

Es ist die des Standby-Spielers. Womöglich bleibt Russ nicht der einzige Neue. „Ich habe den Markt im Auge“, sagt Hübner. Das ist sein Job. Vielleicht klappt es ja noch mit einer Ausleihe von Stürmer Srdjan Lakic aus Wolfsburg. Dann aber eher Ende Januar, auf den letzten Drücker.

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