Für das heutige WM-Qualifikationsspiel der Österreicher gegen die Färöer steht Ümit Korkmaz, einst Senkrechtstarter im Nationaldress, nicht im Kader, er sollte sich auf Abruf bereithalten, um einzuspringen, falls einem anderen Spieler etwas widerfährt. Nun ist dem Wirbelwind der Frankfurter Eintracht selbst etwas widerfahren, nichts Schlimmes, aber eine nervige Erkältung legte den fast 24-Jährigen lahm.
Er trainierte zuletzt nicht mit der Mannschaft. Auch im gestrigen Testspiel beim Kreisoberligisten SKV Mörfelden, das die Eintracht durch Tore von Selim Teber (2), Alexander Meier (2), Juhvel Tsoumou (2), Patrick Ochs, Caio, Maik Franz und Marcel Titsch-Rivero mit 10:2 gewann, kam Korkmaz daher nicht zum Einsatz.
Ohnehin muss man sagen: Es ist ruhig geworden um den Österreicher mit türkischen Wurzeln. Sehr ruhig. In den bisherigen vier Bundesligaspielen kam er nicht zum Einsatz, nicht eine einzige Minute durfte er mitspielen. Natürlich stellt das den unbekümmerten Flankenläufer nicht zufrieden, aber er wartet weiter geduldig auf seine Chance. Was soll er auch tun?
Er ist, wie die anderen Edelreservisten, auch ein Opfer der ansprechenden Leistungen der Mannschaft. Und Korkmaz hat sich in der Vorbereitungsphase auch nicht wirklich aufdrängen können, da blieb er hinter den Erwartungen zurück. Sein Spiel ist nach wie vor zu ungestüm, zu wenig durchdacht. Er müsste die rechte Balance finden zwischen dem Draufgängertum, also seinen Dribblings, und einem kühlen, ruhigen Abspiel. Er will zu oft mit dem Kopf durch die Wand - und verliert so häufig den Ball.
Auch die Defensivarbeit gehört nicht zu seinen Stärken
Trainer Michael Skibbe hält sich mit kritischen Worten zurück. "Ich bin nicht unzufrieden mit ihm", sagt er. "Er ist ein guter, junger Spiel mit viel Potenzial und großen Stärken im Offensivdribbling." Das reicht momentan indessen nur, um einen Platz auf der Bank zu ergattern. Korkmaz ist, wenn man so will, auch ein Opfer des Systems. Denn für die Ausrichtung mit einer Raute ist er nicht gerade prädestiniert, da fallen sein fehlendes Spielverständnis und seine mangelnde Ballsicherheit ins Gewicht.
Auch die Defensivarbeit gehört nicht zu seinen Stärken. Skibbe traut ihm zwar zu, "halblinks im Mittelfeld zu spielen", doch natürlich weiß er auch, dass Korkmaz als Linksaußen viel wertvoller ist, als einer von zwei Außenstürmern, die einen Mittelstürmer flankieren, ist er genau der richtige Mann, weil er eine Abwehr aufreißen kann.
Und dann ist da ja auch noch Pirmin Schwegler, der halblinks in der Raute auftrumpft. "So lange Pirmin so spielt, hat es Ümit sehr schwer", befindet Skibbe. Das kann man wohl so sagen.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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