Am Dienstag im Morgentraining hat Maik Franz seine liebe Mühe gehabt. Der Frankfurter Fußballspieler sollte sich mit seinem Teamkollegen Habid Bellaid in einem technisch höchst anspruchsvollen Wettstreit messen. Die beiden standen sich etwa zehn Meter gegenüber, sollten den Ball jeweils annehmen, um ihn dann volley in ein etwa zwei Quadratmeter großes Feld zu bugsieren. Das ging zu zirka 90 Prozent schief.
Dennoch hat der als Innenverteidiger zur Eintracht gelangte Franz beste Chancen, Samstag gegen Borussia Dortmund die rechte Seite beackern zu dürfen. Franz war auch bei weitem nicht der einzige Profi, den diese schwierige Aufgabe im Training schlicht überforderte.
Sein Trainer Michael Skibbe überlegt noch, ob Franz oder der junge Sebastian Jung die durch die Vier-Spiele-Sperre von Patrick Ochs verwaiste Position rechts in der Verteidigung übernehmen dürfen.
Markus Steinhöfer kommt eher nicht infrage, sagt Skibbe, weil Steinhöfer zwar ein feiner Fußballer sei, es dem Spezialisten für Standardsituationen aber an Robustheit im Zweikampf mangele. Das, gar kein Zweifel, trifft auf Franz nicht zu.
Defensive Qualitäten, glaubt Skibbe, werden auf der Position aber gerade gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund gefragt sein, weil dort abwechselnd der Brasilianer Dedé und der zuletzt starke Türke Nuri Sahin auftauchen.
"Die gehen ab wie die Feuerwehr", weiß Skibbe, der guten Mutes ist, dass Pirmin Schwegler wieder im zentralen Mittelfeld auftauchen wird. Der Neue aus Leverkusen wirkte im Dienstagtraining jedenfalls ebenso quietschfidel wie Stürmer Martin Fenin.
Beide gehörten gestern Abend aber nicht zu jener Reservisten-Mannschaft, die eine Gießener Bezirksauswahl 13:1 (Tore: Heller (5), Alvarez (3), Korkmaz (2), Steinhöfer (1) sowie zwei Eigentore) besiegten.
Jung durfte im Testspiel 90 Minuten lang den rechten Verteidiger geben. Skibbe war "sehr zufrieden" mit ihm. Er sagt aber auch: "Franz hat etwas die Nase vorn, weil er in Köln 35 Minuten richtig gut gespielt hat."
In Gießen durfte der ehemalige Karlsruher eine Halbzeit in der Innenverteidigung ran. "Mir ist egal, wo ich spiele", sagt Franz: "Gerne auch im Sturm. Wenn der Trainer sagt, dass ich einen kleinen Bonus habe, freut mich das."
Strafe muss sein
Mit Ochs will der Trainer übrigens noch ein intensives Gespräch über dessen Vergehen in Köln führen, zudem kommt Ochs nicht um eine Geldstrafe herum, weil laut Gemeinschaftskodex sogar Gelbe Karten automatisch finanzielles Ungemach für den Sünder nach sich ziehen.
"Russ und Teber müssen für ihre Gelben Karten auch zahlen", erläutert Skibbe, die Höhe des Betrags ist variabel, wird vom Trainer festgesetzt und wandert auf direktem Weg in die Mannschaftskasse. Gegen den geldwerten Vorteil steht der sportliche Verlust, "Ochs wird uns als Offensivwaffe mächtig fehlen", fürchtet Skibbe, der Oka Nikolov wegen der Einschulung seiner Tochter eine Auszeit gönnte.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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