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Eintracht Frankfurt
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28. Februar 2016

Unentschieden gegen Schalke: Nicht Fisch, nicht Fleisch

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Enge Partie: Die Eintracht hat mehr vom Spiel, beide Teams neutralisieren sich allerdings größtenteils.  Foto: dpa

Frankfurter Bundesligist kommt gegen schwache Schalker nicht über ein torloses Remis hinaus – so wird es schwer.

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Als Eintracht-Vorstand Axel Hellmann am frühen Sonntagabend in die Tiefgarage im Stadion einfuhr, führte der Tabellensiebzehnte TSG Hoffenheim mit 1:0 in Dortmund, und die Laune des 44-Jährigen war nahe des Tiefpunkts. „Ich will keine anderen Ergebnisse wissen“, sagte Hellmann kopfschüttelnd und winkte ab. Die gute Nachricht: Der BVB drehte die Partie noch, siegte mit 3:1. Die schlechte Kunde: Eintracht Frankfurt hat es am Sonntagabend verpasst, sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen und einen mittelgroßen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen. „Es war nur ein kleiner Schritt“, sagte Trainer Armin Veh.

Gegen den FC Schalke 04 reichte es erneut nicht zu einem Sieg, sondern nur zur zweiten Nullnummer hintereinander. Und die Stimmung des Vorstandes hatte sich nicht entscheidend gebessert. „Wir haben hier drei Punkte auf dem Silbertablett serviert bekommen, aber wir haben nicht zugeschlagen“, monierte Axel Hellmann. „Nur ein Sieg hätte uns signifikant weitergeholfen, wir hätten aus diesem Spiel mehr rausholen können.“ Oder müssen. Denn was Hellmann nicht sagte, aber sehr wahrscheinlich dachte: Gegen diese ungeheuer schwache Schalker Mannschaft hätte die Eintracht einfach einen Dreier einfahren müssen. Haben sie aber nicht. „Wir haben viel zu viele leichte Bälle verloren“, sagte Veh und machte die mentale Beschaffenheit seiner Spieler für den matten Auftritt verantwortlich: „Wenn du verunsichert bist, hast du Angst, dass du was verkehrt machst.“

Aigner wird Vater

Die Hessen warten nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. „Zwei Punkte aus den zwei Heimspielen – das ist ein bisschen dünn“, sagte Bastian Oczipka. Immerhin: Die Fans verabschiedeten die Mannschaft dieses Mal mit Anfeuerungen und Applaus.

Armin Veh vertraute in weiten Teilen der Mannschaft, die sich in den zurückliegenden Spielen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte. Bastian Oczipka nahm seinen angestammten Platz hinten links wieder ein, Haris Seferovic erhielt erwartungsgemäß eine Bewährungschance und Makoto Hasebe verteidigte für den noch grippegeschwächten Yanni Regäsel auf der rechten Abwehrseite. Stefan Aigner verlor allerdings seinen Platz in der Startelf, der Rechtsaußen schaffte es nicht einmal in das Aufgebot.

Das war dann doch einigermaßen überraschend, lag aber nicht an den zuletzt eher schlappen Leistungen des 28-Jährigen. Aigner hätte wohl gespielt, wenn er nicht am Spieltag das Mannschaftshotel verlassen hätte: Seine Ehefrau Laura lag mit Wehen im Krankenhaus, das Paar erwartet das erste gemeinsame Baby. Aigner wollte diesen besonderen Moment nicht verpassen. Schön für Frau Laura, schlecht für Trainer Veh.

Der Trainer, der mit zaghaften Pfiffen empfangen wurde, stellte sein System um, versuchte es mit einem 4-4-2, Marco Russ gab den einzigen Abräumer vor der Abwehr, Marco Fabian spielte hinter den Spitzen Seferovic und Alexander Meier, Szabolcs Huszti (links) und Marc Stendera (rechts) bekleideten die Halbpositionen. Man kann allerdings nicht behaupten, dass diese Umstellung von durchschlagendem Erfolg gekrönt worden wäre. Gerade Huszti (wieder einmal) und Stendera boten eine schwache Darbietung.

Die Platzherren begannen eigentlich wie so oft zuletzt: statisch, schablonenhaft, ideenlos. Die Schalker, ebenfalls nicht gerade mit breiter Brust angereist, hielten in diesem Segment locker mit, auch sie brachten wenig zustande. Ein enttäuschender, biederer Auftritt der ebenfalls schwer verunsicherten Königsblauen.

Die Eintracht schaffte es ihrerseits nicht, Linie ins Spiel zu bringen. Das war alles sehr bemüht und verkrampft, mühselig und schwerfällig. Es ist insgesamt keine Entwicklung im Spiel der Eintracht zu sehen.

Das lag auch daran, dass der sehr engagierte Russ oft zu lange mit dem Ball lief, Seferovic kaum Bälle festmachen konnte, Fabian wenig zustande brachte, Alex Meier kaum Bälle hatte und Stendera wenig einfiel. Immerhin standen die Frankfurter hinten gut: Carlos Zambrano und David Abraham konnten ihre gute Form konservieren, beide Verteidiger ließen eigentlich nichts anbrennen.

So nach 20, 25 Minuten wurde das Dargebotene etwas besser, und da hätte es um ein Haar geklingelt im Schalker Kasten. Nach einem Freistoß von Huszti köpfte Russ den Ball an die Querlatte (24.). Russ war es auch, der kurz vor der Pause frei zum Kopfball kam, doch die Kugel weit vorbei köpfte (41.).

Im zweiten Abschnitt stellte Armin Veh um, beorderte Fabian nach rechts, Stendera gab dafür den „Zehner“ hinter den Spitzen. Viel besser wurde es dadurch nicht, und doch hätten die Gastgeber in Führung gehen können. Nach einer schönen Flanke von Seferovic tauchte Meier frei vor Fährmann auf, doch der frühere Eintracht-Schlussmann konnte den nicht gut genug platzierten Kopfball aus dem Eck boxen (60.).

Doch die Eintracht-Offensivbemühungen entpuppten sich als Strohfeuer. Da auch die Schalker einen müden Auftritt hinlegten, entwickelte sich ein unansehnliches Bundesligaspiel auf bescheidenem Niveau. Es blieb bei einer enttäuschenden Nullnummer im Stadtwald. So wird es eng mit dem Klassenerhalt.

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