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Eintracht Frankfurt
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30. Dezember 2015

Verletztenliste: Langzeitverletzte sparen Eintracht Geld ein

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Wird noch lange ausfallen: Eintrachts Johannes Flum.  Foto: imago

Eintracht Frankfurt muss für ihre Rekonvaleszenten rund 400 000 Euro im Monat weniger zahlen. Ist ein Spieler länger als sechs Wochen verletzt, springt die Berufsgenossenschaft ein. Aktuell befinden sich im Kader gleich vier Langzeitverletzte.

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Erst kürzlich wartete der Frankfurter Vorstandschef Heribert Bruchhagen mit einer noblen Geste auf. Es ging um die beiden schwer verletzten Eintracht-Profis Sonny Kittel und Johannes Flum, die sehr wahrscheinlich auf absehbare Zeit keinen Fußball mehr spielen können und deren Arbeitspapiere beim Bundesligisten vom Main am Ende dieser Saison auslaufen. „Eintracht Frankfurt wird beide Spieler nicht im Stich lassen“, sagte Klubchef Bruchhagen also. „Wir werden gemäß unserer Vereinsmentalität so handeln, wie es sich gehört.“

Will sagen: Die beiden Pechvögel können sich voll auf ihre Rehabilitation konzentrieren, weil sie sich um die Zukunft nicht sorgen müssen. Beide Verträge könnten demnach verlängert werden, wenn die Spieler dies denn wünschen. Das gibt ihnen nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch eine gewisse Sicherheit, eine finanzielle Absicherung.

Für den Verein ist dieser Vorgang nicht selbstverständlich und eine mehr als anständige Herangehensweise, es ist smart und verantwortungsvoll. Und das Risiko hält sich für den Arbeitgeber auch in Grenzen. Denn für das üppige Gehalt muss nicht der Klub aufkommen – zumindest bei Langzeitverletzten nicht.

Ein Lizenzspieler, der seinen Beruf über einen längeren Zeitraum nicht ausüben kann, erhält sechs Wochen lang seine vollen Bezüge, anschließend stoppt die Lohnfortzahlung und die Berufsgenossenschaft (BG) übernimmt. Sie zahlt aber weit weniger als das vertraglich fixierte Salär. Und das ist bei Bundesligaspielern durchaus üppig, die Eintracht-Fußballer verdienen im Schnitt 1,2 bis 1,3 Millionen Euro per annum. In der Bundesliga liegen die hessischen Spieler damit im Mittelfeld.

Die BG indes entrichtet für die Berufsfußballer ihren Höchstsatz, der beläuft sich auf monatlich 5786,77 Euro. Für den Otto-Normal-Bürger eine Menge Geld, für einen Profi eine eher bescheidene Bezahlung. Das reicht oft nicht mal, um die laufenden Kosten zu decken. Aus diesem Grund haben die Spieler fast alle private Zusatzversicherungen, die natürlich ebenfalls teuer sind, aber in einem solchen Fall die finanziellen Einbußen sicher nicht vollumfänglich ausgleicht, aber doch zumindest abfedert. „Solche Versicherungen sind in der Bundesliga eigentlich Standard“, sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Sie minimiert für den Spieler das wirtschaftliche Risiko.

Es geht aber auch in der Bundesliga anders, bei den Topklubs kann es durchaus sein, dass sich der Verein dazu verpflichtet, den Spielern das Grundgehalt auch im Krankheitsfall weiter zu bezahlen – egal, wie lange der Spieler ausfällt. Beim FC Bayern München, um ein Beispiel zu nennen, ist das der Fall. Das ist für die Profis natürlich ein nicht zu unterschätzende Gut. Und es kommt sogar schon vor, dass Mittelklassevereine wie die Eintracht in Vertragsverhandlungen mit potenziellen Neuzugängen nach einer ähnlichen Handhabe befragt werden. Diesen Wunsch muss ein Klub wie die Eintracht freilich abschlägig bescheiden. Das kann sich ein solcher Verein, der jeden Cent zweimal umdrehen und sich nach der Decke strecken muss, um einen halbwegs ambitionierten Etat aufzustellen, nicht leisten und nicht erlauben.
Allein für die Langzeitverletzten Bamba Anderson (Knorpelschaden), Sonny Kittel (Rückschlag nach Knie-OP), Johannes Flum (Kniescheibenbruch) und Luc Castaignos (Syndesmosebandriss) spart die Eintracht derzeit oder bald (wenn Johannes Flums Unfall sechs Wochen zurückliegt) fast 400 000 Euro im Monat – nimmt man das Durchschnittsgehalt als Maßstab. Das ist nicht wenig für einen Verein dieser Kategorie.

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