Also doch. Sie haben geredet. Miteinander. "Wie man es von zwei erwachsenen Menschen auch erwarten darf", merkt Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe an. Das "recht lange" Gespräch sei "freundschaftlich" verlaufen, "wir schätzen uns ja auch sehr". Das ist eine ganze Menge geraspeltes Süßholz.
Es gab einiges zu besprechen im Führungsgipfel in Heribert Bruchhagens Büro. Öffentlich hatten sie sich gezankt, Skibbe, der Angestellte, und Bruchhagen, der Vorstandschef. Skibbe findet das im Rückblick nicht schlimm: "Es muss nicht immer heile Welt sein, es kann auch mal reinigend sein, wenn man nach außen konträre Meinungen vertritt." Jetzt, na klar, sei alles ausgeräumt.
Vor dem Spiel am Sonntag gegen Bochum (17.30 Uhr) herrscht in Frankfurt zwar keine explosive Stimmung, aber die Sinne sind geschärft. Skibbe geriet auf der turnusgemäßen Pressekonferenz ein wenig in die Defensive, 40 Minuten löcherten ihn die zahlreich erschienenen Reporter. Das gab es in Frankfurt noch nie. Offensivmann Skibbe blieb allerdings keine Antwort schuldig.
Systemwandel
Er musste sich fragen lassen, weshalb er bei Amtsantritt vollmundig anderen Fußball versprochen hatte. "Ich kann ja schlecht sagen, hier ist alles unantastbar, hier wird alles so gemacht, wie es vorher war", sagte er. Er habe seine eigene Konzeption und seine eigene Auffassung von Fußball - und der soll eben offensiver sein. Er wusste, dass es nicht leicht werde mit einem ähnlichen Kader wie in den Vorjahren. "Aber ich bin um Veränderung bemüht, ich bereite einen Systemwandel vor, wir versuchen, offensiv zu spielen."
Gegen die Bayern klappte das nicht, "schlimm und furchtbar" nannte Skibbe den Auftritt in der Rückschau. Er habe sehr kritisch mit der Mannschaft gesprochen, "denn so darf es nicht gehen".
Skibbe hat im Spiel seiner Mannschaft generell zu viele Rückpässe ausgemacht, aber gerade der von den Medien viel gescholtene Selim Teber "spielt eben nach vorne", und deshalb mache er auch mehr Fehler als andere. "Er traut sich wenigstens etwas."
Weil es im Spiel nach vorne hapert, wird gegen Bochum wohl auch Caio spielen. Nicht, weil er so gut ist, sondern weil Skibbe zumindest die vage Hoffnung hat, dass er vielleicht etwas Überraschendes macht. Auch daran krankt das Spiel. Sebastian Jung, der Jungprofi, spielt indes keine Rolle. Er sei nicht so weit, um dem Team zu helfen, so der Coach.
Schwer getroffen hat Skibbe die Nachricht, dass Ioannis Amanatidis auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. Bei dem am Oberschenkel verletzten Griechen ist "eine Fehlstatik" (Skibbe) entdeckt worden, sie könnte die vielen, vielen Blessuren erklären. Nun wird untersucht, was diese Fehlbelastung erzeugt. "Sein Ausfall schwächt uns deutlich, er ist unersetzlich", sagt Skibbe. Spätestens im Sommer soll dann ein hochklassiger Stürmer her, weil Amanatidis´ Krankenakte doch schon recht lang ist.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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