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Vor dem Bayernspiel: Ohne Druck

Die Frankfurter Eintracht will sich nicht blenden lassen und hofft auf einen Sieg gegen den FC Bayern München.

Siegtorschütze in Cottbus: Nikos Liberopoulos (links).
Siegtorschütze in Cottbus: Nikos Liberopoulos (links).
Foto: dpa

Natürlich wissen die Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht die klitzekleine Siegesserie zuletzt richtig einzuschätzen. Heribert Bruchhagen etwa, der Oberrealo, behauptete nach dem 3:2 in Cottbus steif und fest, erleichtert zu sein. Erleichterung sieht aber irgendwie anders aus. Der Eintracht-Chef verdingte sich eher als Mahner im kollektiven Freudentaumel. "Die Situation ist weiter prekär", sagte er. "Die Zeit bis Weihnachten wird schwer."

Bruchhagen ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass die Eintracht bis ins neue Jahr auf Alexander Meier und vor allem auf Chris und Ioannis Amanatidis verzichten muss. "Diese Ausfälle sind auf Dauer nur schwer zu kompensieren." Und deshalb möchte er trotz sechs Punkten aus zwei Partien nicht von einer Trendwende sprechen, zumal die bezwungenen Kontrahenten Karlsruhe und Cottbus sicher nicht zur Crème de la Crème der Bundesliga gehörten. Vor zehn Tagen gegen Leverkusen sei der Eintracht noch schonungslos ihre Grenze aufgezeigt worden, und jetzt solle sich alles radikal zum Guten gewendet haben? Daran glaubt Bruchhagen nicht: "Ich lasse mich durch einen Sieg gegen Cottbus nicht blenden."

Angstgegner - das war einmal

Früher galt die Eintracht als der Angstgegner der Bayern. Aber der Mythos ist verblasst. Von den letzten sechs Spielen in Frankfurt gewannen die Münchner vier. Einmal siegte die Eintracht noch, im März 2007 mit 1:0. Das letzte Spiel gewannen die Bayern im April dieses Jahres mit 3:1.

Und doch waren die beiden Siege natürlich sehr wichtig, für das Punktekonto, das Selbstvertrauen der Mannschaft und die Befindlichkeit im zuletzt so aufgekratzten Frankfurter Umfeld. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Und Bruchhagen darf sich bestätigt fühlen, die Pferde nicht gewechselt und einen anderen Trainer installiert zu haben. "Ich kann mich gegen Ebbe und Flut und gegen Herbst und Winter nicht wehren - genauso wenig kann ich mich gegen die Diskussion um den Trainer wehren", sagt er. Funkel kann, so oder so, durchatmen. Er hat seinen Arbeitsplatz gesichert, er hat die Kurve bekommen - wie immer, wenn er mit dem Rücken zur Wand stand. Womöglich gelingen diese Befreiungsschläge tatsächlich nur, wenn man in sich ruht und diese Ruhe und Gelassenheit nach außen trägt und vorlebt.

Morgen nun kommt der FC Bayern nach Frankfurt. Das ist natürlich eine Aufgabe, die nur schwer zu lösen sein wird, zumal die Münchner ihre Form gefunden haben. Besonders offensiv werden die Hessen, die wegen eines Muskelfaserrisses auch noch auf Junichi Inamoto verzichten müssen, sicherlich nicht zu Werke gehen. "Man hat nur eine Chance, wenn man die Räume ganz eng macht und die Bayern nicht spielen lässt", sagt Funkel. Druck habe seine Elf dieses Mal nicht, sie habe nichts zu verlieren. "Gegen die Bayern kann man auch defensiv spielen, das ist den Leuten egal, da verzeihen sie alles. Da hoffen sie nur, dass man die Bayern irgendwie schlägt." Und wenn man es nicht schafft, ist es nicht weiter schlimm. Gegen die Bayern kann man auch mal verlieren.

Autor:  INGO DURSTEWITZ
Datum:  28 | 10 | 2008
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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