Patrick Ochs lächelte, als er aus der Kabine trat. Wer es gut mit ihm meinte, unterstellte dem Rechtsverteidiger in diesen ersten Sekunden seines öffentlichen Auftritts nach dem 0:0 in Köln eine gehörige Portion Verlegenheit. Was sagen? Schließlich hatte Ochs nach 54 Minuten und einem rüden Tritt gegen das Sprunggelenk des Kölners Fabrice Ehret Rot gesehen. Rohes Spiel nennt das das Regelwerk des Fußballs. Schlimmer noch, Ochs hatte eine Verletzung seines Berufskollegen nicht nur in Kauf genommen, er verletzte Ehret so schwer, dass der mit Verdacht auf Bänderriss vom Platz humpeln musste.
"Ich wollte ihn nicht verletzen", sagte Ochs, "nur das Spiel unterbinden". Ein taktisches Foul eben, "weil ich gesehen habe, dass nur noch zwei von uns hinten waren". Und überhaupt: "Mit einer Gelben Karte kann man auch mal ein Auge zudrücken - so schlimm war das Foul nun auch nicht gewesen. Ich komme von der Seite und nicht von hinten. Vielleicht habe ich ihn etwas blöd getroffen." Reue klingt irgendwie anders. Und wieder lächelte Ochs. Alles nicht so schlimm. Kann halt mal passieren. "Wenn ich ihn sehe, sage ich Entschuldigung."
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Erst auf den Hinweis eines Journalisten, dass tätige Reue vor dem DFB-Sportgericht durchaus strafmildernd wirken könnte, führte Ochs´ Gang in die Kabine der Kölner. Da hockte ein frustrierter Ehret mit dick bandagiertem und mit Eis gekühltem Knöchel.
Es war dies nicht die erste Rote Karte in der Karriere des oft ungestümen und manches mal auch zu aggressiven Patrick Ochs. Schon in der vergangenen Saison gegen Werder Bremen (0:5) war er vom Platz geflogen. Ein Wiederholungstäter also. Keine guten Vorzeichen für die Sportgerichtsverhandlung. "Ich hoffe auf ein mildes Urteil, denn es war ja keine Notbremse", sagte Ochs. Diese Hoffnung wird sich wohl kaum erfüllen. Ochs muss mit einer Sperre von drei bis vier Spielen rechnen.
"Er ist schon ziemlich hart eingestiegen - und der Ball war auch nicht mehr in der Nähe. Man kann es schon geben", urteilte Marco Russ nach Ansicht der Fernsehbilder und auch Ioannis Amanatidis war aufgefallen, "dass er rein springt und das auch auch etwas höher als normal".
Für Ochs könnte nun der gelernte Innenverteidiger Maik Franz zum Zug kommen. In Köln hat der seine Sache auf der Außenbahn ganz gut gemacht. "Auf Dauer ist das aber sicher nicht seine Position", sagte Russ über seinen neuen Kollegen und Konkurrenten. "Ich brenne auf meinen Einsatz", sagte Franz, der Trainer Michael Skibbe vor seiner Einwechslung darüber informiert hatte, schon "fünf, sechs Mal früher beim VfL Wolfsburg auf dieser Position gespielt" zu haben. Skibbe hatte ihm zunächst signalisiert, "dass ich in die Mitte gehen soll", und Russ nach außen.
Am Samstag gegen Dortmund ist Franz aber dennoch längst nicht gesetzt: Auch Pirmin Schwegler oder Sebastian Jung stünden für die Außenposition bereit. "Maik hat einen kleinen Bonus", sagte Skibbe. Mehr auch nicht.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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