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"Es kommt schlimmer": Einer kommt, einer geht

Kweuke macht Pause - und Liberopoulos wagt einen neuen Anlauf. Von Thomas Kilchenstein

Kweuke macht Pause.
Kweuke macht Pause.
Foto: Hübner

Dieser Tage hat der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen seinem ersten Frust freien Lauf gelassen: "Man denkt, es kann nicht schlimmer kommen. Aber es kommt schlimmer", sagte er, nachdem er erfahren hatte, dass sich die Eintracht-Angreifer Martin Fenin und Leonard Kweuke im Leverkusen-Spiel am Samstag verletzt hatten. Eintracht Frankfurt stünde demnach ohne einen einzigen Stürmer da. "Unglaublich", stöhnte Klubchef Bruchhagen.

Nun, ganz so dramatisch ist die Lage nicht. Martin Fenin, der sich einen Pferdekuss oberhalb des Knies eingehandelt hatte, fuhr am Montag ins Trainingscamp der tschechischen Nationalmannschaft, die sich auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Slowakei vorbereitet. Fenin ist einsatzfähig, er sollte auch im bedeutungsvollen Spiel gegen Energie Cottbus allererste Wahl sein - sofern nichts Gravierendes passiert. Angst, dass seine Spieler verletzt von den Länderspielen zurückkommen, hat er nicht. Sagt er.

Womöglich kann der 21-Jährige sogar am übernächsten Samstag mit seinem Spezi Nikos Liberopoulos gemeinsam auf Torejagd gehen. Der Grieche, der prächtig mit dem Tschechen harmoniert, hatte sich in der Woche nach dem Karlsruhe-Spiel im Training den kleinen Zeh gebrochen. Zwei Wochen später sollte er gegen Arminia Bielefeld eigentlich spielen, brach das Training aber wegen zu großer Schmerzen ab. Nun soll der 33-Jährige am heutigen Mittwoch mit Reha-Trainer Michael Fabacher einen neuen Anlauf nehmen und eine Laufeinheit absolvieren, um dann nach und nach ins Mannschaftstraining einzusteigen. Trainer Friedhelm Funkel hat Liberopoulos, mit sieben Toren Frankfurts gefährlichster Angreifer, für die Partie gegen Cottbus in zehn Tagen jedenfalls noch nicht abgeschrieben. "Wenn er bis dahin fit wird, wäre es gut." Andererseits gebe es nicht unbedingt eine dringende "Notwendigkeit", den Angreifer unter allen Umständen einzusetzen. "Die machen das ganz gut da vorn", sagte Funkel und meinte Fenin in der Mitte sowie die beiden Außen Markus Steinhöfer und Ümit Korkmaz. Doch als Joker täte Liberopoulos der Eintracht sicherlich gut, zumal, wenn Mitte der zweiten Halbzeit frischer Wind benötigt würde.

Leo Kweuke (Muskelfaserriss) wird zwei, drei Wochen ausfallen. Und Ioannis Amanatidis ist soweit hergestellt, dass er in dieser Woche erstmals "das Aufwärmprogramm" (Funkel) mitmachen soll. Danach soll er allmählich in das tägliche Üben mit dem Team einsteigen. Trotzdem bleibt Funkel skeptisch: "Ob er in dieser Saison noch mal spielt - das wird eng." Der Kapitän außer Dienst sieht das anders: Er wolle noch das eine oder andere Spiel bestreiten.

Am Dienstag fehlte verletzungshalber der Torwart Markus Pröll. Er laboriert an einer Blessur des Sprunggelenks, sagte Funkel, nichts Ernstes. In den nächsten Tagen soll er im Training wieder Bälle fangen. Schließlich hat, erwartungsgemäß, auch Co-Trainer Armin Reutershahn seinen Vertrag bis 2010 verlängert. Das Trainerteam mit Funkel, Reutershahn und Torwarttrainer Andreas Menger ist damit komplett.

Autor:  THOMAS KILCHENSTEIN
Datum:  25 | 3 | 2009
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