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Abschlusstraining der Eintracht: In geheimer Mission

Der Frankfurter Eintracht-Trainer Armin Veh riegelt das Abschlusstraining ab - wie vor dem Spiel gegen Greuther Fürth im Dezember. Auf Pirmin Schwegler und auf Verteidiger Amedick muss Veh verzichten

Darf er mal ran? Friend im Zwiegespräch mit Trainer Veh.  Foto: Heiko Rhode

Das Abschlusstraining der Frankfurter Eintracht am Sonntagmittag wird, wie es so schön heißt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen. Auch die sonst immer zugelassenen Medienvertreter sind dieses Mal unerwünscht, sie bleiben außen vor. Das letzte Mal, dass Eintracht-Trainer Armin Veh zu einer ähnlich abriegelnden Maßnahme griff, war vor dem Spiel gegen Greuther Fürth im Dezember. Damals zauberte er plötzlich den verletzten Mohamadou Idrissou aus dem Hut und auf den Platz – was für das nachfolgende Spitzenspiel freilich keine positiven Auswirkungen hatte.

Wird nun ein weiterer Überraschungsgast erwartet? Pirmin Schwegler etwa, der Kapitän? Nein, nein, wiegelt Veh ab, das sei völlig ausgeschlossen. Der Schweizer beginne nach seinem Zehenbruch gerade wieder mit Lauftraining, im besten Falle komme er für das Derby in einer Woche gegen den FSV in Betracht. Für das Schlagerspiel am Montag in Düsseldorf gewiss nicht. Genauso wenig wie Martin Amedick. Der in seinem ersten Spiel für die Hessen so unglücklich verteidigende Neuzugang hat sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen und wird laut Veh definitiv ausfallen. Für ihn wird der rechtzeitig genesene Bamba Anderson einspringen. Heiko Butscher, der zweite Neue im Winter, bleibt das linke Glied der Viererkette. Ansonsten gebe es nach dem 2:1-Erfolg über Braunschweig jedoch kaum Grund, etwas zu ändern. Und doch will sich der Frankfurter Coach nicht in die Karten schauen lassen. Armin Veh in geheimer Mission. Ob er was ausheckt?

Vielleicht wird Veh ja doch den hoch veranlagten Sonny Kittel ins kalte Wasser werfen. Oder er beordert Idrissou nach zehn Trainingstagen für den Österreicher Erwin Hoffer in den Angriff. „Mo ist noch nicht bei 100 Prozent, aber er kommt schnell auf 100 Prozent“, sagt Veh etwas kryptisch. „Für ihn ist jede Trainingseinheit wichtig.“ Bekannt ist, dass der Fußballlehrer den nimmermüden und gnadenlos malochenden Kameruner für unersetzlich hält, weil er keine Angst hat und nicht zurückzieht, wenn es hart auf hart kommt. In Düsseldorf, diese These sei nach dem giftigen Vorspiel gewagt, wird es sehr wahrscheinlich hart auf hart kommen. Womöglich kommt Veh sogar auf die verwegene Idee, Idrissou gemeinsam mit Rob Friend stürmen zu lassen. Diese Variante probierte er zumindest am Freitag im Training. „Rob trainiert jetzt viel besser“, sagt Veh über Friend. Dass er den leidenden Bankangestellten tatsächlich aufstellt, ist irgendwie dennoch schwer vorstellbar.

Veh blickt dem Topspiel gelassen entgegen, in keinem Fall werde da eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen fallen. Der Trainer sieht beide Teams auf Augenhöhe, holt noch Greuther Fürth ins Boot und orakelt: „Düsseldorf, Fürth, Frankfurt − alle könnten auch in der Bundesliga eine ordentliche Rolle spielen.“

Rode unterstützt Veh

Die Spieler lassen die verbalen Scharmützel vor der Begegnung völlig kalt. „Was da vorher gesprochen wird, ist für das, was auf dem Platz passiert, nicht so entscheidend“, sagt Butscher. Da wird es eher darauf ankommen, den Düsseldorfern die Stirn zu bieten und sich den Schneid nicht abkaufen zu lassen. Der Behauptungswille war vor der Winterpause als Schwachstelle bei den Frankfurtern ausgemacht worden. „Die Pause aber hat uns gutgetan“, sagt jetzt Sebastian Rode und ist der festen Überzeugung: „Es wird ganz schwer für Düsseldorf.“ Rode bestätigt indes des Trainers Meinung, dass die Fortunen schnell fielen und auch zu Theatralik neigten. Er erinnert an das Hinspiel, als Alexander Meier vom Platz gestellt wurde. „Wie der Bodzek da zu Boden ging, war total theatralisch. Das zieht sich bei denen durch die ganze Saison. Wir sind gewarnt.“ Wie man also gegen die schlitzohrigen Düsseldorfer auftreten müsse? „Man muss mit Bedacht reingehen.“ Wie genau das aussehen soll, weiß Rode allerdings auch nicht.

Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  11 | 2 | 2012
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Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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