Man kann nun wahrhaft nicht behaupten, dass die Reise in den Ruhrpott nach Bochum zu den bevorzugten Zielen der Reisegruppe aus Frankfurt zählt. Beim ortsansässigen VfL gab es für die Eintracht-Fußballer nur selten etwas zu holen, ab und ab sprang mal ein müdes Unentschieden heraus, meistens setzte es allerdings Niederlagen.
Gegen keine andere Bundesligamannschaft hat der VfL häufiger gewonnen als gegen die Hessen. Letztmals siegte die Eintracht vor ziemlich genau 15 Jahren, ein gewisser Slobodan Komljenovic hat den Treffer zum 1:0-Sieg erzielt. Das liegt eine Ewigkeit zurück. Trainer Michael Skibbe, der aktuelle Trainer der Frankfurter, hat mit solch statistischen Spielereien nichts am Hut. "Irgendwann reißt jede Serie mal", sagt er nur.
Bochum also. Die größte Schwierigkeit vor dem freitäglichen Gastauftritt der Eintracht (20.30 Uhr) wird für den Trainer sein, das Team psychologisch auf den VfL einzustellen. Nach Glanz und Gloria gegen die Bayern heißt es nun: Kärrnerarbeit, Maloche, Schweiß gegen einen Mausgrauen der Zunft. Früher hätte man sicher sein können, dass die Eintracht die Kurve nicht bekommt. Und heute? Trainer Skibbe sieht keine großen Probleme.
Natürlich werde er sein Team noch mal explizit darauf hinweisen, "dass das ein ganz anderes, sehr schweres Spiel wird". Und: "Wir reisen in der Bundesliga nirgends als Favorit an." Sein Team müsse in jedem Spiel "eine hohe Konzentration" an den Tag legen, sonst klappe es nicht mit einem Punktgewinn. Insgesamt, glaubt Skibbe, gelinge das besser als in der Hinserie. "Wir sind stabiler geworden."
"Allzweckwaffe" Köhler rückt wohl nach hinten
Skibbe wird seine Siegermannschaft aus dem Bayern-Spiel umbauen, gezwungenermaßen. Bei Christoph Spycher, dem Kapitän, ist eine Einblutung im Oberschenkelmuskel oberhalb des vormals operierten Knies festgestellt worden. "Am Knorpel ist nichts", beruhigt Skibbe. "Aber er soll ein paar Tage aussetzen." Wer Spychers Position als linker Verteidiger einnehmen wird, wollte der Coach noch nicht verraten. Nur so viel: "Es ist eine große Aufgabe, diesen Ausfall zu kompensieren."
Vieles spricht dafür, dass Benjamin Köhler, die "Allzweckwaffe", nach hinten rückt, er hat dort schon mehrfach und auch sehr anständig ausgeholfen. Köhlers angestammte Position könnte dann Ümit Korkmaz einnehmen. Skibbe bringt eine andere Variante ins Spiel: "Vielleicht ziehe ich auch Sebastian Jung nach links und Patrick Ochs auf rechts wieder zurück." Das hätte den Vorteil, dass Marcel Heller im Team bleiben könnte. Den lobt der Trainer noch immer in den höchsten Tönen: "Er hat eine richtige, knackige Duftmarke abgegeben, es würde mir schon näher gehen als sonst, wenn ich ihn rausnehmen müsste."
Unterdessen hat sich die Eintracht mit ihren Fanvertretern und Fanexperte Michael Gabriel zu einem "Präventivgespräch" getroffen. Die Unterredung ist durchaus als Reaktion auf die härtere Linie des DFB ins Sachen Fanausschreitungen zu sehen. Der Eintracht, das sagte Vorstand Klaus Lötzbeier kürzlich, drohe bei weiteren Vorfällen ebenfalls drakonische Strafen. "Das Fass ist fast voll", sagte Lötzbeier.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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