Ein cleverer Sportskamerad hat am Dienstag den eisenharten Frankfurter Manndecker Maik Franz gefragt, ob womöglich nicht eine Absprache drin sei vor den beiden Duellen mit dem FC Bayern. Sollen die Münchner doch ruhig das Spiel am Samstag in der Fußball-Bundesliga gewinnen, die Eintracht dann dafür die DFB-Pokalpartie in einer Woche in Frankfurt.
Franz hat gestrahlt über beide Wangen, fast schien es, als wolle er sagen, "Mensch, super Idee, da hätte ich ja selbst drauf kommen können", aber dann hielt er inne und fragte mit gespieltem Entsetzen: "Wieso denn das? Wir wollen beide Spiele gewinnen." Dann lachte er lauthals, schlug dem Ideengeber auf die Schulter und rief im Abdrehen: "Leute, Wunder gibt es immer wieder." Man ahnt: Es war ein Scherz, aber nur ein kleiner.
Die Eintracht will vor dem Bundesligaduell in Fröttmaning so gar nicht die Waffen strecken, sie wittert ihre Chance. Trainer Michael Skibbe glaubt sogar, dass die Bayern genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. "Wir fahren mit einem eigenen Sieg im Rücken hin, wir sind in der Tabelle gesichert. Der Druck liegt bei den Bayern." Die sind ihn freilich gewohnt, und doch: Nach der heutigen Champions-League-Begegnung gegen Bordeaux steht die Bundesliga an, grauer Alltag, und da wartet mit der Eintracht auch kein fußballerischer Leckerbissen. Für die Bayern ist die Partie eine Pflichtaufgabe, derer sie sich aber erfolgreich entledigen sollten. Ansonsten drohen sie den Anschluss zu verpassen.
Für die Eintracht sind die Partien gegen die Bayern hingegen die Highlights des Jahres, "es sind die schönsten Spiele der Saison", sagt Franz, "weil man danach selbst sieht, wo man steht". Furcht habe er nicht. "Warum sollten wir Angst haben? Die haben nur zwei Punkte mehr als wir."
Natürlich wird es in München auf eine konzentrierte Defensivleistung ankommen, doch die allerbesten Erfahrungen haben die beiden Frankfurter Innenverteidiger Franz und Marco Russ nicht mit dem Bayern-Angriff gemacht. Franz spielte in den vergangenen zwei Spielzeiten dreimal gegen die Bayern, Luca Toni traf insgesamt zweimal, genauso wie Miroslav Klose. Und Russ musste in den vier letzten Partien gegen die Münchner drei Toni-Tore und einen Klose-Treffer gestatten.
Skibbe fordert von seiner Mannschaft auch deshalb, eigene Akzente zu setzen. "Wir müssen zu eigenen Möglichkeiten kommen", sagt er. Denn: "90 Minuten Dauerdruck hält man nur selten stand." Zum anderen ist er ohnehin der Meinung, dass die Bayern "in der Defensive verwundbar sind, nicht mehr so gefestigt wie in den letzten Jahren". Skibbe tendiert dennoch dazu, einen defensiven Mann mehr einzubauen.
Korkmaz muss zittern
Für Caio wird dann wohl kein Platz mehr sein. Für Ümit Korkmaz ebenso wenig. Der Österreicher kommt nicht auf Touren, am Sonntag spielte er bei der U23 - und war der schwächste Mann seines Teams. Andere seien zurzeit besser als er, begründet Skibbe zutreffend. Korkmaz müsse auf seine Chance warten. "Dann muss er auch zünden", findet Skibbe. Korkmaz kann nicht mal sicher sein, am Samstag auf der Bank zu sitzen. "Manchmal gibt es den Spielern den nötigen Kick, wenn sie mal nicht im Kader stehen", bekundet Skibbe vielsagend.
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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