Am kommenden Dienstag ist Heribert Bruchhagen genau sechs Jahre bei Eintracht Frankfurt im Amt. Und doch, sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag, "hat man vor jedem Bundesliga-Spiel Angst." Angst, dass etwas schief geht, Angst, dass das Unvorhersehbare geschieht. Ihm zumindest ergeht es so, denn er muss die Verantwortung tragen, und deshalb "ist der Beruf zehn Minuten vor Spielbeginn nicht so toll, und manchmal zehn Minuten nach Spielschluss auch nicht", wenn er die Niederlage zu erklären hat. Ansonsten aber "gibt es nichts Schöneres" als das Manager-Sein in der Bundesliga. Seit 20 Jahren tummelt sich Heribert Bruchhagen in dieser Branche, in unterschiedlichen Funktionen, aber immer leitend, zuweilen, gerade bei Eintracht Frankfurt, auch leidend.
Fenin läuft schon wieder
Und am kommenden Samstag bei Hertha BSC Berlin, beim Klub des ehemaligen Trainers Friedhelm Funkel? Auch da wird Heribert Bruchhagen vorher wieder nervös sein, auch da wird der Frankfurter Klubchef wieder eine Zigarette zu viel rauchen und unruhig im VIP-Raum auf den Anstoß warten. Und hinterher die allerorten im Umfeld erwartete Niederlage gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten erklären?
So weit will natürlich keiner gehen. Drei Punkte seien das Ziel, welches man anstrebe in diesem "extrem wichtigen Spiel", wie Kapitän Christoph Spycher im Laufe der Woche im FR-Interview schon sagte. Es ist ein Spiel mit ganz besonderer Brisanz, auch wenn der Frankfurter Trainer Michael Skibbe von "einem ganz normalen Spiel" nicht müde wird zu reden. Es ist deswegen ein außergewöhnliches Spiel, weil es für Hertha BSC Berlin angesichts des Restprogramms (Schalke, Leverkusen, Bayern) fast schon die letzte Chance ist, halbwegs Anschluss zu finden. Wenn schon nicht gegen Frankfurt, gegen wen will die Hertha dann überhaupt noch gewinnen?
Und natürlich ist es das erste Aufeinandertreffen mit dem alten Trainer Friedhelm Funkel, der diese Frankfurter Mannschaft in den letzten fünf Jahren geprägt hat. Vorteil Berlin? "Ich glaube, dass das eher eine untergeordnete Rolle spielen wird. Sicher ist, dass Friedhelm die Mannschaft ganz gut kennt", sagt Skibbe, aber was bedeute das schon? "Ich habe Leverkusen auch sehr gut gekannt." Dann stand es nach elf Minuten 0:3, am Ende gar 0:4 und noch später setzte der Trainer zu seinem Rundumschlag an.
Möglichst lange will Skibbe dieses Mal ohne Gegentor bleiben, auch will er in Berlin nicht in einen Konter laufen. "Für uns geht es darum, dass wir nicht in Kontakt mit den hinteren Tabellenplätzen kommen. Wir wollen uns im gesicherten Mittelfeld stabilisieren", sagt Skibbe. Die Berliner erwartet er " konzentriert und aggressiv. Sie werden aber sicher nicht blind nach vorne spielen, sondern sich 90 Minuten Zeit geben." Ins Team wird Nikos Liberopoulos zurückkehren, womit die Hessen wieder einen nominellen Stürmer auf dem Platz haben. "Nikos tut uns gut", lobt Skibbe die Ballsicherheit seines Angreifers. Pirmin Schwegler, der unter Woche mit dem Training aussetzen musste, ist wieder fit und kann am Samstag am Schwungrad drehen. Auch für Ümit Korkmaz, dessen Fingerbruch einem möglichen Einsatz nicht im Wege stehen solltet, sind die Chancen auf einen Einsatz laut Skibbe "gut".
Ansonsten hat Martin Fenin nach seiner Operation an beiden Leisten gestern schon wieder mit Lauftraining begonnen. "Das ist sehr erfreulich." Bei gutem Heilungsverlauf könnte der Stürmer schon in den letzten beiden Spielen auf den Rasen zurückkehren.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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