Der Frankfurter Trainer Michael Skibbe, seit Dienstag 44 Jahre alt, hat bei der Kaderzusammenstellung für den Bundesligaauftakt bei Werder Bremen die Qual der Wahl. Am Mittwoch übte auch wieder Zlatan Bajramovic den gepflegten Pass mit den Kollegen, im abschließenden Spielchen traf er auch munter ins Tor und nichts, aber auch gar nichts war davon zu merken, dass sich der Bosnier vier Operationen am großen Zeh unterziehen musste und auch weiterhin um die Fortsetzung seiner Karriere ernsthaft bangt.
"Er fühlt sich gut, er hat zweimal voll mittrainiert und keinerlei Schmerzen im Zeh gehabt", sagte Skibbe. Für die Partie am Samstag in Bremen kommt der defensive Mittelfeldspieler natürlich noch nicht in Frage, aber womöglich hat seine knapp zweijährige Leidenszeit bald ein Ende.
Werder Bremen also. Nicht gerade das, was man einen einfachen Auftaktgegner nennen würde, aber seit dem Sieg gegen Kickers Offenbach am Sonntag ist den Frankfurtern ein wenig leichter ums Herz. Der Erfolg beim "eigentlichen Saisonstart" (Skibbe) hat den Frankfurtern einen ersten Druck genommen, "wir haben jetzt eine positive Stimmung", sagt auch der Kapitän Christoph Spycher, nun könne man "Bremen ruhiger in Angriff nehmen".
Wobei es vermutlich an der Weser in erster Linie nicht so sehr um den Angriff gehen wird, als viel mehr um die Defensive. Gegen Werder gab es bekanntlich in der vergangenen Runde zwei 0:5-Schlappen, weswegen Patrick Ochs auch etwas vorlaut von "Rechnungen" sprach, die "noch beglichen werden" müssten. Nun ja. Skibbe sagt: "Wir wollen uns nicht verstecken in Bremen und gut und mutig nach vorne kombinieren."
Wer dies Kunststück am Samstag vollbringen soll, wollte der 44-Jährige gestern noch nicht verraten, auch nicht, in welcher taktischen Formation die Eintracht zu agieren versucht. Vieles spricht dafür, dass Chris als zusätzlicher Kraft neben Pirmin Schwegler ins defensive Mittelfeld rückt, auch muss Alexander Meier, in Offenbach noch als zweite Spitze aufgeboten und am Mittwoch wegen einer leichten Nackenverletzung entschuldigt, um seinen Platz fürchten.
Möglicherweise nominiert Skibbe nur einen Angreifer. "Die Mannschaft, die am Anfang spielt, ist oft nicht die, die auch während der Saison spielt, sagt Skibbe. Der Trainer wünscht sich viel mehr, dass "wir das Niveau des Gegners mitnehmen." Ein gutes Spiel für ihn wäre auch, wenn "wir dem Gegner Paroli bieten könnten." Und ein Pünktchen im Norden holen würden. Dies wäre zumindest ein hübsches (verspätetes) Geburtstagsgeschenk für den Coach.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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