Dass ausgerechnet der Frankfurter Angreifer Martin Fenin den totalen Fehlstart der Eintracht in die Fußball-Bundesliga mit seinem Tor acht Minuten vor dem Ende am Sonntag beim Aufsteiger 1. FC Köln verhinderte, war kein Zufall. Schon zuvor zählte der junge Tscheche im Team eher schwacher Fußballer zu den besseren, zumindest ackerte er, kämpfte um seine Chance, versuchte etwas. Mit dem Tor zum 1:1 hat sich der 21-Jährige sozusagen selbst belohnt. "Ich bin sehr, sehr glücklich", sagte Martin Fenin nach dem Abpfiff. Immerhin war es sein erstes Kopfballtor.
Er war auch deshalb so froh, weil er immer noch unter dem Fluch der guten Tat zu leiden hat: Nach seinem Raketen-Einstand nach seiner Verpflichtung im Winter dieses Jahres mit vier Toren in zwei Spielen, befiel ihn eine seltsame Ladehemmung. Erst im letzten Rückrundenspiel gegen den MSV Duisburg traf er doppelt. Und was schlimmer war: Kontinuierlich gingen seine Leistungen nach unten. Nimmermüder Einsatz und eine hohe Lauffreude waren ihm zwar nie abzusprechen, aber fußballerisch hakte es doch enorm.
Auch in den jüngsten Vorbereitungsspielen schaffte es der in Cheb Geborene, sich als quasi gesetzter Spieler aus der Mannschaft zu spielen. Zum Saisonauftakt gegen Hertha BSC saß der Flügelstürmer auf der Bank. "Ich bin froh, wieder von Anfang an dabei gewesen zu sein", sagte Fenin, auch deshalb habe er gegen Köln hoch motiviert gespielt. Konkurrenzkampf beflügelt. Zudem will sich Fenin für die Nationalelf empfehlen, deren Kader für das WM-Qualifikationsspiel in Nordirland am Donnerstag benannt wird. Bei der EM, die für Tschechien nach der Vorrunde beendet war, spielte der 21-Jährige keine Sekunde. Wegen des EM-Urlaubs sieht Trainer Friedhelm Funkel ihn noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.
Dabei mag Funkel Spieler wie Fenin. Er ist vielseitig verwendbar, er arbeitet für die Mannschaft, er ist ein umgänglicher, lernwilliger Typ. Die Quote seiner ersten halben Saison hat er sich als Maßstab für die komplette Runde als Ziel gesetzt - das wären also zwölf Treffer, kein schlechter Wert. Doch Fenin sagt auch: "Lieber schieße ich kein Tor und dafür gewinnt die Mannschaft."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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