Wer eine gewisse Zeit nicht das Training der Frankfurter Eintracht besucht hat, dem dürfte nichts Ungewöhnliches aufgefallen sein am gestrigen Dienstag. Den anderen aber schon: Ioannis Amanatidis trainierte wieder mit. So als wäre nichts gewesen, stapfte der langhaarige Grieche über den Platz, spielte, kombinierte, schoss und dirigierte, als habe es die vierwöchige Verletzungspause nie gegeben. Am 30. August hatte sich der 26 Jahre Kapitän des Fußball-Bundesligisten im Spiel beim VfL Wolfsburg einen Muskelbündelriss zugezogen, am 30. September kehrte er ins Mannschaftstraining zurück.
Es ist sehr stark davon auszugehen, dass Amanatidis auch am kommenden Wochenende beim Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim zumindest auf der Bank sitzt. "Und er sitzt auf der Bank, damit er eingesetzt werden kann", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Davon, einen Spieler in den Kader zu nehmen, nur um gute Stimmung zu verbreiten, hält Funkel nichts. Selbst ein Einsatz von Anfang an erscheint in dieser prekären Lage nicht ganz ausgeschlossen. "Das ist eine wirklich schwierige Entscheidung", sagt Funkel.
Aber natürlich ist bekannt, dass Amanatidis topfit sein muss, um wertvoll für die Eintracht zu sein. Zwar hat er in der vergangenen Woche schon mit Reha-Trainer Michael Fabacher fünf intensive Trainingseinheiten absolviert, doch ist klar, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein kann. "Er braucht ein, zwei Spiele, um seinen Rhythmus zu finden", sagt Funkel. "Von ihm darf man jetzt keine Wunderdinge erwarten."
Stärke durch Präsenz
Anderseits ist in diesen Tagen sehr deutlich geworden, wie wertvoll Ioannis Amanatidis für die Eintracht ist. Mit ihm verbinden sie in Frankfurt die Hoffnung, die Krise schnellstmöglich zu meistern. Er helfe der Elf allein "durch seine Präsenz, durch seine nicht ausrechenbare Art, Fußball zu spielen", sagt Funkel. Dazu ist Amanatidis einer, der den Ton und die Richtung vorgibt. Schon im gestrigen Training waren die Kommandos und Anfeuerungsrufe des 26-Jährigen unüberhörbar.
Amanatidis selbst fühlt sich weitgehend fit. "Es wird von Tag zu Tag besser." Schmerzen verspüre er keine mehr. Alle Untersuchungen hätten ergeben, dass die Blessur weitgehend ausgeheilt sei. Zudem ist Amanatidis als Muntermacher gefragt. Auch er gehört zu jenen Spielern, die dem späten Punktgewinn gegen Bielefeld Gutes abgewannen. "Die Körpersprache war wieder da. Zuletzt war ja alles ein bisschen träge", sagte er.
Am Dienstag ging es beim Training schon mal ordentlich zur Sache. "Die Mannschaft ist gewillt, da unten herauszukommen", sagt Funkel, der gestern auf Chris (steifer Hals) verzichten musste. Ansonsten ist beim Fußball-Lehrer jetzt Fingerspitzengefühl gefragt. "Du musst sprechen, sprechen und sprechen, um die Jungs wieder aufzurichten." Eines hat er auch klargestellt: Caio wird in Hoffenheim nicht von Anfang an spielen,. "Da brauche ich Spieler, die in Vorwärts- und Rückwärtsbewegung hellwach sind."
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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