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Eintracht gegen Schalke 04: Frankfurter Vorwärtsstrategie

Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe redet Schalke kleiner und macht Stürmer Martin Fenin Hoffnungen. Von Thomas Kilchenstein

Auf dem Vormarsch: Der lange verletzte Martin Fenin.
Auf dem Vormarsch: Der lange verletzte Martin Fenin.
Foto: ddp

Am Dienstag, nach dem Vormittagstraining, hat der Frankfurter Trainer Michael Skibbe die Qualitäten des nächsten Gegners FC Schalke 04 ein wenig zu relativieren versucht. Skibbe, in Gelsenkirchen geboren und einige Jahre auf Schalke tätig, kennt seinen Ex-Klub natürlich noch aus dem Effeff. Er sagt: "Schalke 04 hat sich total etabliert in der Spitze, das ist auf der einen Seite überraschend, weil sie nicht so spielstark sind." Die Schalker Mannschaft würde sich eher "durch die Spiele beißen". Das wiederum hat er positiv gemeint, die Knappen hätten in dieser Saison viel "Biss und Durchsetzungsvermögen" gezeigt. Andererseits: Sie hätten auch ein "Quäntchen Glück" benötigt bei ihrem Parforceritt auf den dritten Tabellenplatz. Und schließlich räumte der Ex-Schalker Skibbe noch mit dem Mythos auf, S04 sei fitter und körperlich besser aufgestellt als andere Klub: "Sie sind physisch nicht besser."

Man kann das getrost als Frankfurter Vorwärtsstrategie bezeichnen. Oder auch als Pfeifen im Wald, denn am Samstag kommt der dritte Hochkaräter in Folge - und es kommt ein ausgeruhter. Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart hatten vor ihren Spielen gegen die Eintracht jeweils in den Tagen zuvor schwere Spiele in den Knochen. Trotz dieser Schwächung schaffte es die Eintracht nicht, mehr als einen Punkt aus den beiden Spielen zu holen. In diesen Partien sah man deutlich, dass die Hessen schnell an ihre Grenzen stoßen.

Köhler so treffsicher wie nie

Und jetzt kommt ausgerechnet Schalke, der Meister der Effizienz. "Wir spielen zu Hause, da wollen wir natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen", sagt Benjamin Köhler, der bislang vier Tore (alle in der Rückrunde) erzielt hat und damit so viele, wie noch nie in seiner Karriere in der Bundesliga.

Am Dienstag mischte beim Training besonders Stürmer Martin Fenin kräftig mit, der im intensiv geführten kleinen Spiel Acht gegen Acht reichlich Tore schoss. "Endlich schmerzfrei" sei er, der in dieser Runde nur siebenmal, meist kurz, zum Einsatz gekommen war. "Wenn Martin ein gutes Gefühl nach dieser Trainingswoche entwickelt, könnte er für Schalke eine Alternative sein", sagte Skibbe, gewohnt zuversichtlich. Immerhin soll am Mittwoch Maik Franz wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Wegen einer Risswunde, die er sich beim Zusammenprall mit einem Plastik-Dummy zugezogen hatte, war er zuletzt außer Gefecht.

Autor:  Thomas Kilchenstein
Datum:  3 | 3 | 2010
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