Nach dem Gespräch in der piekfeinen Lobby des Hotels in Doha muss Pirmin Schwegler, 24, noch Extrawünsche der Fotografen erfüllen, hier auf dem Diwan sitzen, dort ein Bild mit einem Einheimischen. Der Kapitän von Eintracht Frankfurt, der hochkonzentriert wirkt, kommt den Bitten nach, dann legt er sich aufs Ohr, um fit fürs Nachmittagstraining zu sein − erstmals in Katar auf Rasen.
Herr Schwegler, das Trainingslager in Katar begann eher holprig. Wie sehr stört das?
Das stört gar nicht und ist nicht schlimm. Das sind alles Dinge, die sich regeln lassen. Und die Laufeinheiten, die wir stattdessen gemacht haben, tun uns gut. Es ist doch so: Wenn man hierher fährt, weiß man, auf was man sich einlässt. Hier herrscht eine andere Kultur, andere Einstellungen. Mich hat das nicht überrascht, aber ich war als Jugendnationalspieler schon mal in Doha.
Aber viel Zeit hat die Mannschaft nicht mehr.
Nein, wir müssen hier einiges aufarbeiten. Diese vier Wochen sind enorm wichtig, um körperlich fit zu werden und Kraft zu tanken. Die muss bis zum Ende reichen.
Und zum Anfang auch, mit Braunschweig und Düsseldorf warten gleich zwei Brocken.
Ja, wir dürfen uns nichts mehr erlauben. Ein Spiel herschenken, das darf es nicht geben.
Sind die nächsten drei Monate bis zum Saisonende vielleicht die wichtigsten in Ihrer Karriere? Es entscheidet sich, ob Sie bei Aufstieg bei der Eintracht bleiben oder bei Nichtaufstieg wechseln?
Jede Phase in meiner Karriere war wichtig und hat mich weitergebracht. Aber die nächsten Monate sind entscheidend für den Verein und, ganz klar, auch für meine Zukunft.
Sie haben zuletzt bei Aufstiegsaspiranten deren Geschlossenheit gelobt und sanft kritisiert, dass diese kompakte Einheit der Eintracht noch fehle.
Im Sommer ist die Mannschaft umgekrempelt worden. Das war ein normaler Prozess. Wiedergutmachung nach dem Abstieg war angesagt, das ist uns bislang gut gelungen. Aber andere Vereine, wie etwa St. Pauli, haben eher auf das Kollektiv gesetzt. Deshalb sind die uns in diesem Bereich noch einen kleinen Schritt voraus. In diesem Punkt ist für uns noch einiges drin. Es gibt darüber hinaus ja noch viele Punkte, in denen wir uns verbessern können.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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