Am Dienstagmorgen, kurz nach dem Frühstück, war Pirmin Schwegler noch guter Dinge. Klar, der lädierte große Zeh schmerzte, aber wirklich schlimm schien es nicht zu sein. Der Kapitän der Frankfurter Eintracht ließ sich vor dem Vormittagstraining noch schnell drei schmerzstillende Spritzen geben, dann absolvierte er eine Einheit im Khalifa International Stadium zu Doha. Business as usual. Doch nichts war wie immer.
Am Nachmittag dann erreichte den hessischen Zweitligisten die niederschmetternde Nachricht: Pirmin Schwegler hat sich den großen Zeh des linken Fußes gebrochen.
Schlag ins Kontor
Der 24-Jährige wird dem Klub „mindestens vier Wochen“ (Trainer Armin Veh) fehlen, wenn nicht noch länger. Damit würde Schwegler der Eintracht zum Auftakt der Rückrunde in drei Wochen mit einiger Sicherheit nicht zur Verfügung stehen.
Die Saison in der Zweiten Liga beginnt für die Frankfurter wieder am 5. Februar mit dem Partie zu Hause gegen Eintracht Braunschweig. Auch das Spitzenspiel eine Woche später gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf dürfte Schwegler verpassen.
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Für die Eintracht ist das ein Schlag ins Kontor. „Das ist mehr als ein herber Verlust“, sagte Veh am Dienstagnachmittag nach der zweiten Einheit, zu der Schwegler schon nicht mehr erschienen war. „Er ist unser wichtigster Spieler“, stöhnte der 50-Jährige einigermaßen konsterniert.
Der Schweizer hatte sich am Morgen in eine ortsansässige Klinik begeben, wo der Zeh geröntgt wurde. Schwegler wird bei der Mannschaft in Katar bleiben, ihm wurde bereits eine Schiene angelegt. Er kann in Doha nur Krafttraining absolvieren.
Pannenreiches Camp
„Was soll man dazu sagen, außer: blöd gelaufen“, sagte Schwegler am Abend. „Ich komme zurück, besser als zuvor. Das schafft die Mannschaft auch alleine.“
Passiert war die Verletzung am Montagvormittag und passte zu dem sehr holprigen, pannenreichen Start in das Abenteuer auf der arabischen Halbinsel. Schwegler hatte sich den Zeh beim Treppenlaufen gebrochen. „Ich bin bei einem großen Schritt an einer Stufe hängen geblieben“, erzählte der Schweizer. Er fiel der Länge nach hin. Zunächst wurde eine Kapselverletzung im großen Onkel diagnostiziert.
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