Zuletzt hatte es sich ja schon angedeutet, dass es wohl nichts werden würde mit dem Wechsel des Wunschspielers Patrick Helmes zur Eintracht. Zwei Wochen hat sich die Pokerei gezogen, mit wechselnden Wasserstandsmeldungen. Das war nicht glücklich, zu lange stand das Thema auf der Agenda. Jetzt ist es keines mehr − schon stellt sich ein schaler Beigeschmack ein. Seit Wochen war Helmes derart überhöht worden, dass jetzt der Eindruck entstehen könnte, ohne ihn sei das ganze schöne Projekt Wiederaufstieg zum Scheitern verurteilt.
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Stimmung im Keller
Doch das passt zur momentanen Stimmung in und um Frankfurt: Vielen ist schlicht der Glaube an ein Happy End Anfang Mai abhandengekommen. Die schwächeren Spiele zum Jahresende, der verkorkste Auftritt in der Halle, das holprig begonnene Trainingslager in Katar, die Verletzungen von Kapitän Schwegler und Stürmer Idrissou, jetzt der geplatzte Königstransfer − all das hat die Stimmung in den Keller rutschen lassen. Von Vorfreude auf die Rückrunde ist keine Rede.
Es ist an Trainer Armin Veh, an der kompletten sportlichen Führung, den Schalter umzulegen, voranzugehen, die Mannschaft einzuschwören und die Ärmel aufzukrempeln. Das Nörgeln und Wehklagen über den geplatzten Helmes-Transfer kann man sich getrost schenken. Denn eines steht fest: Eintracht Frankfurt hat nach wie vor eine mit überdurchschnittlicher Qualität besetzte Mannschaft, zumal Schwegler und Idrissou in drei, vier Wochen wieder auf dem Platz stehen.
Kratzen, beißen, treten
Was dem Team fehlte, war eine Siegermentalität. Es fehlten Typen, die eine Elf mitreißen, die fighten. Die Eintracht war insgesamt zu still, zu brav. Mit den Verpflichtungen der Identifikationsfiguren Butscher und Amedick ist diese Vakanz geschlossen worden, das sind Kerle, keine filigranen Schnicker, aber welche, die dagegenhalten, die Willen zeigen. Dass es zwei Verteidiger sind, darf getrost als gewollt gewertet werden. Meisterschaften, so lautet eine Fußball-Weisheit, gewinnt man in der Abwehr. Viel spricht für die These, dass die Eintracht den Aufstieg nicht mehr nur mit spielerischer Brillanz schaffen will. Sondern mit kratzen, beißen und treten. Egal: Auch dreckige Siege führen in die Bundesliga.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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