Die erste Frage an den Frankfurter Trainer Armin Veh war gleich provozierend. „Wer spielt denn jetzt, wenn Anderson ausfällt.“
Gerade war der brasilianische Innenverteidiger, in der Saison bislang ziemlich unumstritten, vom Feld gehinkt. Bei einem Zweikampf im Training mit Theofanis Gekas war Anderson umgeknickt, es ging nicht weiter und er musste sich in Behandlung begeben.
Veh lächelte hintersinnig. „Er wird schon wieder werden“, sagte er, so schlimm sei die Verletzung nun auch wieder nicht.
Matmour im Sturm?
Der Fußball-Lehrer Veh hat ja auch ganz andere Probleme. Die Innenverteidigung, trotz aller Bolzen im letzten Spiel bei 1860 München, bereitet ihm keine Sorgen. Die relativ vielen Gegentore der letzten Zeit − sechs in den letzten drei Spielen gegen Aue, Aachen und München − sind ihm zwar auch ein Dorn im Auge. „Das spreche ich auch an. Wir müssen immer hochkonzentriert sein. Zuletzt hat es nicht so den Anschein gehabt, und im Zentrum haben sie beim ersten Tor auch geschlafen. Sie standen drei gegen einen.“ Aber im Grundsatz ist er mit der Leistung der Abwehr zufrieden.
Ein wenig mehr Kopfzerbrechen bereitet ihm indes die Besetzung des Angriffs. Gegen den Karlsruher SC, ein Team, das schon mit dem Rücken zur Wand und folglich am Samstag in der Arena im Stadtwald sehr tief stehen wird, wird er wieder auf die erfolgreiche 4-4-2-Taktik setzen. „Mit zwei Spitzen fühlt sich die Mannschaft besser“, sagt er.
Er sagt aber noch nicht, wer die beiden Angreifer sein werden. Am Mittwoch probierte er zwei Varianten aus: Zunächst bildeten Erwin Hoffer und Theofanis Gekas ein Pärchen. Gekas hat in München zwar ein Tor geschossen, aber ansonsten viel vermissen lassen. Später stürmte dann Karim Matmour an der Seite von Hoffer − und das ist eine Überraschung.
Rob Friend braucht noch Zeit
Matmour, der Mann für die späten Tore, war bislang auf der rechten Außenbahn beim Zweitligisten bestens aufgehoben, im Zentrum hat er noch nie gespielt. Zumindest nicht bei der Frankfurter Eintracht. „Er hat das schon mal gespielt, in Algerien, als zweite Spitze“, sagte Trainer Armin Veh. „So abwegig ist das nicht.“ Doch verfügt er auch über die erforderliche Robustheit? Die erforderliche Torgefahr? Veh zuckt mit den Schultern. „Wichtiger ist, dass vorne die Bälle gehalten werden.“
Gekas/Hoffer oder Hoffer/Matmour − eine andere Konstellation sieht Veh im Augenblick nicht. Rob Friend, der vierte Stürmer, ist noch nicht so weit, dass „er sich aufdrängt“. Der Kanadier hat gut zwei Wochen wegen einer Kniereizung nicht trainieren können, das hat ihn zurückgeworfen. Erst seit Donnerstag ist er im Lauftraining. „Ich glaube nicht, dass ich ihn anfangen lassen kann.“
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In den Kader wird er aber allemal rutschen. Mohamadou Idrissou indes sicher nicht. Der Kameruner soll sein Knochenödem auskurieren, am Mittwoch hat er sich noch einmal durchchecken lassen. Das Ziel ist, ihn für die Spitzenpartie gegen Greuther Fürth am 12. Dezember fit zu kriegen. „Mo ist für uns extrem wichtig.“ Als Ersatzmann für Torwart Thomas Kessler wird Veh den U 23-Keeper Mario Miltner nominieren.
8000 Euro Strafe
Schließlich sieht es danach aus, dass Veh auf der linken Außenverteidiger-Position erneut umbauen wird. Georgios Tzavellas hat ihn nicht wirklich überzeugt, er mag eher Spieler, die − so wie Constant Djakpa − draufgehen und agieren. „Ich möchte mehr Engagement.“ Der Grieche ist eher ein Spieler, der das Spiel verwaltet, Djakpa, mit allen Fehlern, ist einer, der Betrieb macht auf seiner Seite. „Im Training“, sagt Veh, „kann sich jeder anbieten. Das ist wie ein Tablett, das ich reiche. Es kann sich jeder etwas runternehmen.“
Mal wieder muss die Eintracht Strafe zahlen. Dieses Mal 8000 Euro wegen der Vorfälle bei den Auswärtsspielen beim FC Ingolstadt (fliegende Feuerzeuge und Pyrotechnik) und bei Erzgebirge Aue (zwei Bengalfackeln).
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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