Patrick Ochs (r) und der Mainzer Jan Kirchhoff
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Patrick Ochs (r) und der Mainzer Jan Kirchhoff
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Eintracht Frankfurt ist mehr oder weniger zum Aufstieg verdammt. Bruno Hübner, dem Sportdirektor, fällt dabei die undankbare Aufgabe zu, den Spagat zwischen finanzieller Machbarkeit und der Forderung nach neuen Spielern zu erfüllen.
In der fußballlosen Zeit, wenn die Hauptdarsteller fernab der Heimat urlauben, schlägt die Stunde der Spielerberater. Jetzt, im Winter, gilt es, die unzufriedenen Klienten in Position und womöglich zu einem anderen Arbeitgeber zu bringen. Gerüchte werden gestreut, an so mancher Strippe gezogen – und Deals eingefädelt. Das ist beim zweitklassigen Aufstiegsaspiranten Eintracht Frankfurt genauso wie bei fast allen anderen Klubs.
Jeden Tag schießen nun in der kleinen Metropole am Main Spekulationen ins Kraut, wer denn nun den Kader verstärken könne, damit die Mission im Mai 2012 zu einem guten Ende gebracht und die Eintracht wieder da ist, wo sie ihrem Selbstverständnis nach auch hingehört: im Fußball-Oberhaus. Bruno Hübner, der Sportdirektor, hält im Ski-Eldorado Obertauern die Fäden per Handy fest in der Hand, er muss aber auch täglich die neusten Spekulationsobjekte kommentieren.
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Als da wären: der Freiburger Kapitän Heiko Butscher, der Leverkusener Mittelfeldantreiber Hanno Balitsch – und der Wolfsburger Bankdrücker und frühere Eintracht-Kapitän Patrick Ochs. Bei Butscher winkte Hübner direkt ab, und auch gestern funkte er aus dem Schnee im Salzburger Land: „Hanno Balitsch ist bei uns kein Thema.“ Vielleicht wird er aber noch eins. Balitsch, in Alsbach-Hähnlein geboren und im Rhein-Main-Gebiet zu Hause, ist ein unangepasster, mündiger Profi, der seinen eigenen Kopf hat. Er unterhält zudem gute Kontakte zu einigen Verantwortlichen des Eintracht-Leistungszentrums am Riederwald. In Leverkusen ist der am Montag 32 Jahre alte Mittelfeldrenner nach einem handfesten Kabinenstreit mit Bayer-Trainer Robin Dutt in Ungnade gefallen und aussortiert worden. Er darf nicht einmal mehr mit der Profimannschaft ins Trainingslager nach Portugal fliegen. Balitsch könnte der insgesamt zu zahmen Frankfurter Mannschaft mit seiner Art gut tun, für den von Trainer Armin Veh bevorzugten Kurzpassfußball taugt er wegen so mancher technischer Unzulänglichkeit indessen nur bedingt. Die Eintracht wollte Baltisch, damals in Hannover, schon einmal verpflichten, damals schloss er sich aber Bayer Leverkusen an.
Eintracht-Zwischenzeugnis 2011
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Eintracht-Zwischenzeugnis 2011
Musterschüler: Pirmin Schwegler (17 Einsätze/0 Tore/ 5 Vorlagen): Kapitän, Stratege, rechte Hand des Trainers. Führungsspieler. Hielt fast als einziger ein konstant hohes Niveau, der wichtigste Spieler der Eintracht. Dreh- und Angelpunkt, bestimmt Tempo und Rhythmus der Mannschaft. Agiert in dieser Runde deutlich defensiver, stellt sich in den Dienst der Mannschaft, muss Löcher stopfen. Fällt deshalb für die Offensive weitgehend aus. Überqualifiziert.
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Zweite Reihe: Alexander Meier. (18/8/6): Schnellstarter. War zu Beginn der Runde sofort da, schoss entscheidende Tore, lieferte die Vorlagen. Vor dem Tor eiskalt, der torgefährlichste Mittelfeldspieler, Trainer Armin Veh schätzt den Langen ungemein, wollte ihn schon früher zu sich holen. Meier ist auch der Mann für die weiten Wege. Zuletzt hing er ein wenig durch. Wohl und Wehe der Eintracht hängen von seiner Torgefahr ab. Traf zuletzt am 23. Oktober − das sagt viel.
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Zweite Reihe: Sebastian Rode (19/1/3): Der Terrier. Hat sich zur Stammkraft gemausert, zuständig für Gift und Galle. Hat ein Löwenherz, auch spielerisch ordentlich. Läuft, so lange die maladen Knie ihn tragen. Müsste etwas ruhiger werden, mehr Struktur in sein Spiel bringen.
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Zweite Reihe: Mohamadou Idrissou (11/7/3): So einer fehlte der Eintracht: Selbstbewusst, mutig, aggressiv. Erzielte in seinen ersten drei Spielen fünf Tore, das erste sogar als linker Verteidiger. Ist bei Trainer Veh gesetzt, er spielt immer, selbst wenn er bisweilen Probleme mit dem Ball hat und eigentlich operiert werden müsste. Das geschah gestern in Bad-Soden. Den Eingriff hat er gut überstanden, am Freitag kommt er aus der Klinik.
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Zweite Reihe: Oka Nikolov. (16/0/0): In der Ruhe liegt die Kraft. Spielt eine solide Saison. Setzte sich früh und fast mühelos gegen seine Rivalen Kessler durch, macht kaum Fehler. Er tut der Mannschaft gut.
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Zweite Reihe: Benjamin Köhler. (18/5/5): So torgefährlich war der kleine Techniker lange nicht mehr − doch zuletzt hinkte auch er seiner Frühform weit hinterher. Das merkte man der ganzen Mannschaft an. In guten Zeiten ein halber Spielmacher. Vielleicht braucht er ein bisschen Druck von hinten, vielleicht fehlt ihm die Konkurrenz.
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Hinterbänkler: Sebastian Jung. Kommt einfach nicht in die Gänge. Er wirkt gehemmt, zurückhaltend. Wo ist seine Dynamik geblieben, sein Mut? Marschiert viel zu selten nach vorn, dazu ist sein Abschluss deutlich verbesserungswürdig. Stagniert in seiner Entwicklung. Kann froh sein, noch konkurrenzlos zu sein da hinten rechts.
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Hinterbänkler: Bamba Anderson. Licht und Schatten. Kopfball- und zweikampfstark, aber immer auch ein kleines Sicherheitsrisiko. Seine Pässe nach vorne könnten deutlich besser kommen, es sieht etwas unrund aus, wenn er am Ball ist. Ist im gegnerischen Strafraum völlig ungefährlich. Sah nur einmal die Gelbe Karte, bemerkenswert fair für einen Abwehrspieler. Auch er wurde gestern operiert, am Knie. Durfte das Krankenhaus schon wieder verlassen.
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Hinterbänkler: Karim Matmour. (17/3/2): Zwischen Baum und Borke. Kommt meist als Edeljoker ins Spiel. Da ist er sehr effektiv, seine drei Tore in letzter Minute bescherten der Eintracht fünf Punkte. Ist schnell im Spiel, aber selten von Anfang an dabei. Zuletzt vom Pech verfolgt: Erst der Cut am Auge nach einem Trainingsunfall, dann die blutende Platzwunde am Kopf im letzten Spiel in Hamburg. Die Pause kommt da gerade recht.
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Hinterbänkler: Theofanis Gekas (14/7/0): An ihm scheiden sich die Geister. Immerhin wieder sieben Tore, aber ein Teamplayer und Ballschlepper wird er nicht mehr. Wenn er wenigstens ein bisschen laufen würde. Muss zum Jagen getragen werden, das nervt Trainer Veh. Weiterhin gilt der Satz: Gekas spielt keinen Fußball, Gekas schießt Tore. Zukunft in Frankfurt: offen.
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Hinterbänkler: Constant Djakpa (18/1/3): Er bringt einen schier zur Verzweiflung. Oft vogelwild, unstet, ja wirr, selbst die Mitspieler wissen oft nicht, was der fröhliche Ivorer vorhat. Seine Flanken haben eine unglaubliche Streuung, nie weiß man, wo sie landen. Kann sich nicht lange konzentrieren, lässt seine linke Seite in der Defensive zu häufig offen. Macht aber mächtig Wind auf dem linken Flügel. Das ist eine Qualität, die man erst schätzen lernte, als Tzavellas mal randurfte.
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Hinterbänkler: Erwin Hoffer (16/5/2): Eine Wundertüte. Nie weiß man, was passiert. Hat einen Schuss wie ein Pferd, aber ihm fehlt zu oft die Übersicht, die Ruhe, auch die Sicherheit am Ball. Schnell wie der Wind, mannschaftsdienlich, legt auch gerne auf. Zum Stammspieler hat es der passionierte Angler nicht gebracht, dafür sind seine Leistungen zu schwankend. Akzeptiert sein Reservistendasein klaglos.
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Hinterbänkler: Thomas Kessler (4/0): Kam als Herausforderer vom FC St. Pauli, hatte anfangs die Nase vorn − und fiel auf selbige. Wollte zu viel, machte alle nervös, dummerweise auch den Trainer. Der nahm ihn nach nur zwei Spielen aus dem Tor, seitdem herrscht Ruhe. Zuletzt, gegen den Karlsruher SC, erwies er sich als seriöser Nikolov-Vertreter. Musste trotzdem wieder auf die Bank. Das war nicht anders zu erwarten.
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Blauer Brief: Gordon Schildenfeld (19/0/1): Kam vom österreichischen Meister Sturm Graz für eine Million Euro, dort trauert man ihm nach. Interpretiert seine Rolle als Innenverteidiger extrem sparsam. Setzt kaum Impulse im Spiel nach vorn. Erinnert manchmal an einen Libero ältester Schule. Ist nicht der Schnellste, steht auch nicht immer gut und verliert kurioserweise zu viele Kopfballduelle. Bekam zuletzt seine Abwehr nicht dicht. Vertrag bis 2014. Erstliga-Tauglichkeit ungewiss.
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Blauer Brief: Matthias Lehmann (14/0/1): War als Führungsspieler geholt worden, als Leader, als einer, der vorangeht. Ihm hallte ein Ruf wie Donnerhall voraus, er schien für die Aufgabe prädestiniert. Genau der richtige Mann für die schwere Mission Aufstieg, dachten viele. Inzwischen entzaubert, nur noch Ersatz. Schaffte es nicht, an seine Leistungen bei St. Pauli anzuknüpfen. Ist selbst mit seinen Auftritten in Frankfurt unzufrieden. Wird im neuen Jahr einen neuen Anlauf nehmen.
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In die Ecke gestellt: Caio (5/0/0): Eigentlich ein ganz trauriges Kapitel. Der Brasilianer kann im Prinzip so viel, nur zeigt er es nie. Auch der vierte Trainer hat keine Verwendung für ihn. Caio ist gescheitert. Er wird den Verein verlassen, spätestens im Sommer. Er wird eingehen in die Annalen − als eines der teuersten Missverständnisse der Vereinsgeschichte.
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In die Ecke gestellt: Georgios Tzavellas (2/0/0): Hat es sich mit Trainer Veh verscherzt. Brauchte nach seinem Kreuzbandanriss lange, um den Anschluss wiederzufinden. War lange nicht fit, trug einige Kilo zu viel mit sich herum. Von Veh dafür angezählt. Kämpfte sich zurück, patzte schwer in München und ließ sich dann hängen. Seitdem nicht mehr im Kader. Kann gehen. Schon im Winter.
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In die Ecke gestellt: Rob Friend (6/1/0): Dumm gelaufen. Auf den letzten Drücker aus Berlin geholt für den Notfall, doch der Stoßstürmer darf nie ran, selbst im Notfall nicht. Hat sich nichts zuschulden kommen lassen, schiebt stets Zusatzschichten, hat getroffen, als er einmal spielen durfte, gleich im ersten Spiel. Seitdem Lückenbüßer. Schiebt Frust.
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In die Ecke gestellt: Ümit Korkmaz (8/1/1): Tritt auf der Stelle, den Durchbruch hat er nie geschafft. Zu hibbelig, zu unstet, viel Einsatz, wenig Ertrag. Der Vertrag läuft im Sommer aus, dann wird er wohl in die österreichische Heimat zurückkehren. Könnte auch jetzt schon gehen.
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In die Ecke gestellt: Ricardo Clark (1/0/0): Altlast. Ohne Chance, nicht mal gut genug für Liga zwei, folglich auch so gut wie nie im Kader. Hat noch einen Vertrag bis 2013. Sucht händeringend einen neuen Verein.
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Gastschüler: Stefan Bell (2/0/0): Mit viel Vorschusslorbeeren bedacht, doch anfangs nicht wettbewerbsfähig. Steigerte sich erheblich, ist nah dran an der Mannschaft, aber selten dabei.
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Gastschüler: Dominik Schmidt (1/0/0): Verspielte mit zu forschem Auftreten gleich viel Kredit. Sollte sich in der U 23 bewähren, was ihm misslang. Chancenlos.
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Gastschüler: Habib Bellaid (0/0/0): Hat mal 2,5 Millionen Euro gekostet, sollte mal eine gute Spieleröffnung haben, soll ein Perspektivspieler gewesen sein, soll den Anschluss geschafft haben. Man weiß es nicht: Er spielt ja nie.
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Gastschüler: (0/0/0): Trainiert ganz gut, spielt aber nie, zumindest nicht bei den Profis. Muss woanders sein Glück versuchen.
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Gastschüler: Marco Alvarez (0/0/0): Spielt auf Bewährung. Darf aber nur in der U23 ran. Dort durchwachsen. Auch er sollte sich einen neuen Klub suchen.
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Gastschüler: Marco Russ (1/0/0): Ihm reichte das erste Saisonspiel zum Aufstieg in die erste Liga, verteidigt ab und zu für viel Geld in Wolfsburg − beim VfL unglücklich.
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Gastschüler: (1/0/0): Tragisch. Suchte gezwungenermaßen sein Glück im Sommer in Cottbus, doch die Krankheit holte ihn ein. Erholt sich in seiner Heimat. Comeback als Profi? Offen.
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Es fehlte entschuldigt: Sonny Kittel (0/0/0): Erster Neuzugang. Hat seinen Kreuzbandriss auskuriert. Im Trainingslager in Katar dabei. Will es wieder wissen.
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Zwischenzeugnis zur Winterpause. Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz verteilen Noten.
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Fußball
Rückholaktion nicht ausgeschlossen
Und Patrick Ochs? Wäre eine Rückkehr des gebürtigen Frankfurters nach nur einem halben Jahr in Wolfsburg tatsächlich vorstellbar? Hübner kommentierte das Thema nicht. Ochs, der noch häufig in seiner alten Heimat in Dreieich-Buchschlag weilt, ist in Niedersachsen nur noch Teilzeitkraft, allenfalls. Er hatte sich das ganz anders vorgestellt in der Autostadt. Aus dem inneren Eintracht-Zirkel hieß es am Donnerstag, eine Rückholaktion sei zwar nicht ausgeschlossen, aber nur schwer zu realisieren - selbst auf Leihbasis. Was auch an dem Gehalt des 27-Jährigen liegt, in Wolfsburg streicht er per annum 2,7 Millionen Euro ein. Selbst wenn der VfL weite Teile des Gehalts übernehmen würde, müsste die Eintracht noch tief in die Tasche greifen. Und Geld hat sie nicht.
Die Eintracht im Jahr 2011: Ein Blick zurück
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Die Eintracht im Jahr 2011: Ein Blick zurück
2011 war auch ein Jahr des Umbruchs. Kapitän Ioannis Amanatidis wurde rausgeworfen.
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Wir lassen das lange sehr schmerzhafte Jahr 2011 für Eintracht Frankfurt Revue passieren.
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Im ersten Heimspiel des Jahres 2011 setzt es gegen Hannover eine herbe 0:3 Klatsche. Noch hält das jeder bei der Eintracht für einen Ausrutscher.
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30.01.2011: Zweite Heimniederlage, wieder kein Sieg, wieder kein Tor. Eintracht Frankfurt - Mönchengladbach 0:1.
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Auch Martin Fenin, einst Hoffnungsträger für die Zukunft, scheitert an der Gladbacher Abwehr.
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12. Februar 2011. In der Vorsaison hatte es in Leverkusen bereits nach 11 Minuten 0:3 gegen die Eintracht gestanden.
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Auch im eigenen Stadion ist gegen die Werkself nichts drin. Endstand: 0:3. Wieder kein Tor. Die Eintracht rutscht auf Tabellenplatz 12 ab.
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18.02.2011: Auswärtsspiel in Nürnberg. Die Fans beginnen unruhig zu werden.
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Auch der Einsatz von Maik Franz kann eine weitere Niederlage nicht verhindern. Kein Tor erzielt, drei gefangen.
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27.2.2011, 24. Spieltag, Heimspiel gegen Stuttgart. "Wacht endlich auf". Trainer Skibbe gerät immer mehr in die Kritik.
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Das Spiel endet 0:2. Wenn Gekas nicht trifft, trifft niemand bei der Eintracht. Die Eintracht rutscht auf den 13. Tabellenplatz ab. Bis zum Relegationsrang sind es nur noch drei Punkte.
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5. März 2011: Mehr als ein normales Heimspiel. Das Traditionsduell gegen Kaiserslautern.
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In der ersten Halbzeit passiert nichts ...
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... in der zweiten Halbzeit passiert nichts.
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Das Spiel endet 0:0. Nur auf den Rängern lodert ein wenig das Feuer.
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Theofanis Gekas hat nicht nur weiterhin Ladehemmung - er verweigert bei seiner Auswechslung auch den Handschlag.
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19. März 2011: Im Spiel gegen St. Pauli geht es für Michael Skibbe um alles. Gegen den Abstiegskandidaten muss endlich ein Sieg her.
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Im Tor der Hamburger Thomas Kessler, der zur neuen Saison zur Eintracht wechseln wird.
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Der Brasilianer Chris ist - mal wieder - verletzt. Auch ein Grund für das schlechte Abschneiden in der Rückrunde.
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Eintracht Frankfurt kann noch gewinnen. Das schwache Spiel endet 2:1.
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23. März 2011: Eintracht Frankfurt zieht Konsequenzen. Trotz des Sieges gegen St. Pauli wird Christoph Daum als Retter vorgestellt.
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Das erste Training unter dem Motivator sehen 2000 Kiebitze vor Ort - und es wird live im hessischen Fernsehen übertragen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Eintracht 14. - drei punkte trennen sie von einem Relegationsplatz.
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8. April 2011. Heimpremiere für Christoph Daum. Die Fans sind skeptisch.
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Talent Sonny Kittel und ...
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... Theofanis Gekas lassen im Spiel gegen Bremen teils beste Chancen aus.
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Nur Martin Fenin trifft. Endstand: 1:1.
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Der gesperrte Kapitän Patrick Ochs ist derweil auf dem Absprung nach Wolfsburg.
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23. April 2011: Gutes Spiel gegen Bayern München.
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Dass es am Ende "nur" zu einem 1:1 reicht ...
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... liegt auch daran, dass Gekas glasklare Torchancen nicht nutzen kann.
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30.04.2011: Im nicht ganz unwichtigen Derby gegen Mainz fehlt Abwehrrecke Maik Franz.
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Christoph Daum ist vor dem Spiel optimistisch.
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Die Ernüchterung kommt bald: Schon zur Halbzeit liegt Eintracht Frankfurt mit 0:3 zurück.
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Sebastian Jung im Spiel gegen Mainz 05.
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Patrick Ochs, scheidender Kapitän, stemmt sich vergebens gegen die Niederlage. Macht Platz 16, erstmals auf einem Relegationsplatz, Vorsprung auf Gladbach nur noch zwei Punkte.
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Am Ende steht fest: Im nächsten Heimspiel gegen Köln muss ein Sieg her, sonst ist die Eintracht so gut wie abgestiegen.
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07.05.2011: Im Heimspiel gegen Köln geht es um den Verbleib in der ersten Liga.
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Am Ende aber steht es 0:2. Die Eintracht bleibt mal wieder ohne Tor.
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Dann brechen die Fans ein Tabu: Es wird im eigenen Stadion gezündelt.
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Werbebanden und eine teure Filmkamera gehen zu Bruch.
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Am Ende ist fast jedem klar: ...
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... nur ein Wunder könnte die Eintracht noch retten. Das Wunder bleibt aus. Die Eintracht verliert bei Meister Dortmund und steigt - mal wieder - ab.
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Nach der Saison kommt es noch zu Trennungen. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen ...
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... wirft den langjährigen Kapitän Ioannis Amanatidis raus. Der Grieche wird mit einer Abfindung freigestellt.
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Neustart: In der zweiten Liga tritt Eintracht Frankfurt mit neuer sportlicher Leitung an. Bruno Hübner wird Sportdirektor und holt ...
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... Armin Veh als Trainer. Zielsetzung ganz klar: Sofortiger Wiederaufstieg.
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Das erste Heimspiel der Saison muss wegen der Ausschreitungen im Spiel gegen Köln vor teilweise leeren Rängen stattfinden.
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Das Spiel gegen St. Pauli endet 1:1.
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Torschütze für die Eintracht: Alexander Meier.
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15:08.2011: Das Bild täuscht. Im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf wollen 42000 Zuschauer endlich mal wieder einen Heimsieg ihrer Mannschaft sehen.
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Am Ende gibt es aber wieder nur ein Unentschieden. Die Partie geht 1:1 aus.
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Eintracht-Maskottchen Attila schaut Richtung Bornheim.
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Das Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt findet vor heimischer Kulisse in der WM-Arena statt.
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Das Spiel ist auf dem Platz ähnlich einseitig wie auf den Rängen.
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Die Eintracht gewinnt mit 4:0 gegen den FSV.
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28. August 2011: Dass das Spiel gegen Paderborn eine Begegnung zweier Teams auf Augenhöhe sein wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
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Die Westfalen sind die Überraschungsmannschaft der Hinrunde.
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Die Fans der Eintracht warten vergeblich auf ein Tor.
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Wieder kein Heimsieg. Die Partie endet 0:0.
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16. September 2011. Immer ein Riskospiel - die Eintracht gegen Rostock
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Der Nebel kommt nicht vom Wetter.
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Schon in der zweiten Spielminute trifft Mo Idrissou.
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Endlich geschafft. Der erste "echte" Heimsieg der Saison.
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14. September 2011. Heimspiel gegen Union Berlin.
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Jetzt läuft's. Die Hauptstädter werden mit 3:1 geschlagen.
Idrissou geht diesmal leer aus.
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23. Oktober 2011: Souveräner 3:0 Erfolg über den MSV Duisburg.
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Unter den Torschützen: Der Österreicher Erwin "Jimmy" Hoffer
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26. Oktober 2011. Im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern
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Bis kurz vor Ende der Verlängerung steht es torlos 0:0.
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Kurz vor Schluss erzielt Kaiserslautern den Treffer. Die Eintracht scheidet aus dem Pokal aus.
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Randale im und ums Stadion gehören inzwischen bei diesen Partien zur Tagesordnung.
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20. November 2011: Eintracht Frankfurt spielt gegen Alemannia Aachen.
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In einer denkwürdigen Partie setzen sich die Gastgeber mit 4:3 durch.
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Den entscheidenden Treffer erzielt Karim Matmour erst Sekunden vor Schluss.
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Außer Spesen nichts gewesen. Am 26. November verliert Eintracht Frankfurt in München. Eine beeindruckende Serie von 15 Spielen ohne Niederlage endet damit.
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Schon nach ein paar Sekunden gerät man durch einen Fehler von Tzavellas in Rückstand. Endergebnis: Sechzig 2, Eintracht 1.
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3. Dezember 2011: Eintracht Frankfurt besiegt den KSC mit 2:0.
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Fazit gegen Karlsruhe: schwach gespielt und trotzdem klar gewonnen.
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12. Dezember 2011. Das letzte Heimspiel des Jahres gegen Greuther Fürth.
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Gegen den Rivalen um den Aufstieg reicht es am Ende nur zu einem 0:0.
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Am Ende steht - durch die Auswärtsniederlage in St. Pauli - "nur" Platz drei. Die Eintracht überwintert auf dem Relegationsplatz.
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2011 - für Eintracht Frankfurt ein Jahr wie auf der Achterbahn. Vom Europa League-Anwärter mit Ambitionen in der ersten Liga zum Absteiger und "Randalemeister".
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Fußball
Der Aufsichtsrat macht Druck, steht mit aller Kraft auf der Bremse. Ehe man überhaupt über neue Spieler nachdenken könne, müssten die eigenen Bankdrücker abgegeben werden. Diese Forderung steht wie in Stein gemeißelt. Sportchef Bruno Hübner ist dringend dazu angehalten, Spieler zu verkaufen. Sonst könnte, wie es hieß, der schon jetzt einkalkulierte Zehn-Millionen-Verlust noch getoppt werden.