Herr Meier, wie lange hält sich eine Mannschaft mit so einem Niederschlag wie in Düsseldorf auf? Wie lange dauert es, ehe der Ärger verraucht ist?
Am Spieltag hat man es natürlich im Kopf, in der Nacht auch noch. Am Dienstag spricht man ebenfalls noch darüber. Aber am Mittwoch war das Ganze vergessen. Es nutzt ja nichts mehr, wir können es nicht mehr ändern. Das wäre nur verschwendete Energie.
Haben Sie so etwas wie in Düsseldorf schon mal erlebt?
Ich glaube nicht. Dass es am Ende da zur Rudelbildung kam und ein bisschen geschubst wurde, ist ja normal, wenn einer so provoziert. Was uns aber viel mehr geärgert hat, war der Elfmeter. Der Schiedsrichter lässt sich von seinem Assistenten überstimmen, der 30 Meter weit weg steht.
Er selbst war vielleicht nur zehn Meter entfernt. Und der Schiri hat ja sofort gesagt: weiterspielen. Das ist natürlich bitter für uns.
Aber es gibt einige, die der Meinung sind, der Strafstoß sei berechtigt. Es gibt diese Fotos, die zeigen, wie Bamba Anderson am Trikot des Gegenspielers zupft.
Ganz ehrlich: Das ist doch lachhaft. Wenn das ein Elfmeter war, dann gibt es in jedem Spiel 25 Elfmeter, dann gibt es bei jeder Ecke einen Elfmeter. Nein, im ganzen Spiel gab es keine einzige Szene, die elfmeterwürdig war. Aber wer es anders sehen will, soll es halt anders sehen.
Wie geht die Mannschaft nun mit der Situation um? Ist sie geknickt oder trotzig?
Das kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass wir in den beiden letzten Spielen eine gute Leistung gezeigt haben. Das stimmt mich optimistisch und zuversichtlich. Wenn wir mit diesem Zusammenhalt auftreten, dann wird uns keiner aufhalten können.
Was ist der Unterschied zu den letzten Spielen im alten Jahr?
Wir waren, denke ich, ein bisschen kaputt zum Schluss. Die Pause hat uns gut getan. Wir sind jetzt frisch, und wir haben in Heiko Butscher und Martin Amedick wichtige Leute dazubekommen, gute Charaktere. Das sind gute Jungs.
Nehmen Sie Heiko Butscher, er ist überragend auf dem Platz − und überragend abseits des Platzes. Solche Typen tun uns einfach gut. Und ich bin mir ohnehin sicher, dass Kameradschaft und Teamgeist wichtiger sind als individuelle Qualität.
Wenn die Kameradschaft nicht stimmt, kannst du kaum erfolgreich sein. Und das Wichtigste für uns ist, dass wir jetzt hinten besser stehen. Das war in der Hinserie so ein bisschen unser Manko. Die Defensive ist das Wichtigste, vorne werden wir immer unsere Tore machen. Aber es wird über den Aufstieg entscheiden, wie viele Tore wir zulassen. Davon bin ich fest überzeugt.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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