Im Sommer 2004 verpflichtete Eintracht Frankfurt einen Stürmer, der in der vorherigen Saison 13 Tore erzielt hatte, bei Rot-Weiss Essen. Sein Name: Benjamin Köhler. Seitdem spielt der gebürtige Berliner bei den Hessen, er spielte ziemlich oft für die Eintracht, 232 Mal in Punktspielen, hinzu kamen Partien in DFB- und Uefa-Pokal, er spielte auf vielen Positionen, so gut wie nie aber spielte er nur auf einer: im Sturm.
Jetzt, sieben Jahre später, stellte ihn Trainer Armin Veh mal wieder in den Angriff, im letzten Testspiel vor dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr gegen den FC Lausanne-Sport.
Gescheitertes Experiment
Köhler spielte an der Seite von Alexander Meier, ebenfalls einem gelernten Mittelfeldspieler. Die Not im Sturm ist groß in Frankfurt, so groß, dass selbst zwei ausgewiesene Nicht-Stürmer stürmen mussten. Nach 45 Minuten war dieses „Experiment“ (Veh) gescheitert, „ohne richtige Spitze geht es nicht“, fasste Veh zusammen.
Wieder war der Trainer um eine Illusion ärmer. Aber ernsthaft hat er ja ohnehin nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet der kleine Köhler ihm die größte Sorge nimmt. Tatsächlich wirkte der Trainer nach der 0:1-Niederlage vor der erstaunlichen Kulisse von 5000 Zuschauern gegen den Tabellen-Drittletzten der Schweizer Liga (13 Niederlagen in 18 Spielen bei 44 Gegentoren) rechtschaffen geknickt, ja fast schon niedergeschlagen.
Auch Rob Friend und Erwin Hoffer, die sich im zweiten Abschnitt vorne versuchten, waren nicht viel besser.
„Zu wenig Durchschlagskraft, zu ungefährlich“, zu wenig Zug nach vorne, zu wenige Tore − seit Wochen schon klingt die Analyse des Fußball-Lehrers über die Flaute im Frankfurter Sturm immer gleich. Vor allem Friend zeigte, wie schon in den Testspielen in Katar, eine Leistung, mit der er keine Ansprüche anmelden kann.
„Richtig schwach“
Und Abhilfe ist nicht in Sicht. Jetzt schreibt Veh sogar die Verpflichtung von Patrick Helmes vom VfL Wolfsburg ab. „Es ist unwahrscheinlich, dass es noch klappt. Was da aufgerufen wird, ist einfach nicht machbar für uns“, sagte Veh, der seinem Klub keinen Vorwurf macht: „Der Verein hat alles versucht, irgendwo ist eine Grenze. Dafür habe ich Verständnis.“
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Vor dem Spiel hatte Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen, der die Verhandlungen mit Felix Magath führt, bereits gesagt, es gebe keinen neuen Stand, der VfL Wolfsburg will den Ex-Nationalspieler nur verkaufen, der Eintracht schwebt indes ein Leihgeschäft mit Kaufoption vor. „Alles Luftnummern.“ Womöglich gehört dies aber auch zum ganz normalen Pokergeschäft dazu.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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