Am Mittwochmorgen schaute Oka Nikolov mal kurz im Büro von Heribert Bruchhagen vorbei. Eigentlich nichts Außergewöhnliches, der Vorstandsvorsitzende der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat stets ein offenes Ohr für seine Profis.
Doch was der 35 Jahre alte Torwart seinem Chef zu sagen hatte, gefiel dem nicht. "Oka Nikolov hat mir mitgeteilt, dass er unser Angebot ablehnt und den Wunsch geäußert, in die USA zu wechseln", berichtet Bruchhagen. Die Eintracht hatte Nikolov einen neuen Zweijahresvertrag zu verbesserten Bezügen vorgelegt.
Dass der Schlussmann die Offerte ausschlug, nahm Bruchhagen zur Kenntnis. Mehr aber auch nicht. Denn der Lockruf des US-amerikanischen MLS-Klubs New York Red Bulls gilt nicht erst für den Sommer, Nikolov bat "um Auflösung seines Vertrages zum 15. März", so Bruchhagen. Damit würde er der Eintracht in den letzten acht Bundesligaspielen nicht mehr zur Verfügung stehen, rechnet der Eintracht-Boss vor.
"Es wäre aus heutiger Sicht töricht, seinem Wunsch zu folgen. Wir haben auch eine sportliche Verantwortung", sagt Bruchhagen und verweist auf das Verletzungspech der Torhüter in der zurückliegenden Jahren. "Wir wissen ja nicht, ob Markus Pröll und Ralf Fährmann am 15. März gesund sind." Skibbe stimmt gegen Wechsel
Eine nachvollziehbare Sicht der Dinge, stünde nicht die im vergangenen Sommer formulierte Erkenntnis von Trainer Michael Skibbe im Raum: "Vier Torhüter sind einer zu viel." Neben Nikolov, Fährmann und Pröll steht auch noch Jan Zimmermann unter Vertrag.
Durch einen vorzeitigen Abgang Nikolovs könnte das Problem also elegant gelöst werden. Nikolovs Vertrag läuft ohnehin im Sommer aus. Dazu die Aussicht auf eine Ablösesumme für einen 35 Jahre alten Torhüter − es gibt mit Blick auf das Überangebot von Torhütern fürwahr kaum bessere Entscheidungshilfen.
Skibbe kann seine Nummer eins durchaus verstehen. "Es handelt sich um ein sehr gutes Angebot, um ein mehrjähriges Engagement." Sein Okay gibt der Chef-Übungsleiter Nikolov aber nicht. "So lange er so gut und beständig hält, kann ich einem Wechsel aus sportlichen Gründen nicht zustimmen."
Die Entscheidung liege letztlich aber allein beim Klub. Etwaige berufliche Nachteile muss Nikolov nicht fürchten. Für Skibbe ist der Hobby-Golfer auch für das Spiel gegen den 1. FC Köln gesetzt. "Er spielt, ganz klar."
Dass Nikolov der Eintracht nach 17 Jahren den Rücken kehren will, könnte neben der Herausforderung New York auch dem Umstand geschuldet sein, dass es Bruchhagen ablehnt, ihm einen Anschlussvertrag nach seiner aktiven Profizeit anzubieten.
"Ich weiß doch nicht, was in zweieinhalb Jahren ist", sagt Bruchhagen und verweist auf seine Anfänge in Frankfurt: "Als ich hierher kam, gab es vier Spieler mit Anschlussverträgen. Ich hatte große Schwierigkeiten, diese wieder herauszuverhandeln. Grundsätzlich bin ich gegen solche Vereinbarungen. "
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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