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Ende der Winterpause: Fertig! Aus!

Wie bei Eintracht Frankfurt Armin Veh und Bruno Hübner den geplatzten Helmes-Deal erklären und warum noch immer gilt: Titel gewinnt man hinten.

Soll die alte Weisheit bestätigen: Zugang Martin Amedick.  Foto: J. Storch

Bruno Hübner konnte schon wieder lachen am Tag nach dem herben Dämpfer aus Wolfsburg. „Zumindest für Patrick Helmes hatte es wohl was Gutes“, sagte der Frankfurter Sportdirektor und zeigte auf sein Handy. Dort war gerade die SMS-Nachricht von Helmes eingegangen, dass der von der Eintracht so heiß umworbene Stürmer nach dem geplatzten Transfer zu den Hessen nun wieder mit den Profis des VfL Wolfsburg trainieren dürfe.

Coach Felix Magath hat den von ihm zu den Amateuren abgeschobenen Angreifer am Mittwoch kurzerhand begnadigt. „Er wird seine Chance bekommen, er kann ein wichtiger Spieler werden“, sagte Magath. Vielleicht hat er es sogar ernst gemeint haben, der Allesentscheider aus der Autostadt.

Die Wunden sind geleckt

In Frankfurt haben sie sich nicht mehr lange mit dem gescheiterten Deal beschäftigt. Die Wunden sind geleckt, der Blick geht nach vorne, nicht mehr zurück. Ob er schwer enttäuscht sei, ist Trainer Armin Veh gefragt worden. „Was heißt enttäuscht“, fragte er zurück. „Ich ändere meine Meinung nicht. Helmes hätte uns gut zu Gesicht gestanden. Aber wenn es nicht geht, geht es nicht. Wir nehmen es, wie es kommt. Fertig. Aus.“

Transferbilanz der Eintracht 2011/12

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Veh mag nicht jammern, nicht lamentieren: „Ich komme auch mit der Mannschaft klar, so wie sie ist. Ich will aufsteigen. Und natürlich ist die Mannschaft stark genug, um das zu schaffen.“

Der 51-jährige Coach verteidigte die Strategie, alles auf die Karte Helmes zu setzen: „Wir sind zu stark, um irgendjemanden zu holen. Wir wollten Helmes − oder keinen.“ Manager Hübner flankierte: „36 Klubs haben jetzt Stürmer gesucht. Ich habe alles abgeklappert: Inland und Ausland“ − aber eine Verstärkung sei nicht in Sicht gewesen.

Veh bedauert es auch jetzt nicht, Theofanis Gekas in die Türkei abgegeben zu haben. „Das würde ich wieder so machen.“ Der Grieche war intern schon lange höchst umstritten. Und im Endeffekt habe das Ganze habe ja was Gutes, sagte Veh lächelnd: „So kann die Eintracht 800000 Euro mehr im Sommer investieren.“ Womöglich wird das Thema Helmes dann noch mal aktuell.

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Veh schloss erneut aus, sein favorisiertes System mit zwei Spitzen spielen zu lassen − so lange Mohamadou Idrissou nach seiner Knöcheloperation nicht vollständig genesen ist. Zumindest gibt es mittlerweile die berechtigte Hoffnung, dass der Kameruner doch nicht so lange ausfällt wie befürchtet: Am Mittwoch konnte er am Vormittag mit der Mannschaft trainieren. „Er hatte keine Schmerzen, das ist das Wichtigste“, sagte Veh. Sollte Idrissou alsbald wieder zum Team stoßen, habe er, Veh, sowieso keine Bedenken mehr.

Hübner: Geld gespart

Zumal die Eintracht umgedacht hat und in den restlichen 15 Partien die Sicherung des eigenen Tores Priorität genießen soll. „Vorne gewinnst du die Spiele, hinten Meisterschaften“, verkündete Hübner eine alte Fußball-Weisheit. Mit der Verpflichtung der verteidigenden Führungskräfte Martin Amedick und Heiko Butscher haben die Hessen bewusst Spieler geholt, die das mentale Rüstzeug mitbringen, um den Aufstiegskampf erfolgreich zu beenden.

Denn im Führungszirkel war im Laufe der Vorrunde die Erkenntnis gereift, dass sich die brave Mannschaft zu oft den Schneid abkaufen und niederkämpfen lässt. „Die beiden können das Team führen, sie sprechen viel − das hat uns gefehlt“, sagte Veh.

Amedick und Butscher seien auch im Hinblick auf die neue Saison geholt worden, betonte der Trainer. „Die Abwehr steht jetzt auch für die neue Runde, das ist ganz wichtig. Man hat ja vor dieser Runde gesehen, wie es ist, wenn man eine ganz neue Abwehr installieren muss.“ Sportdirektor Hübner rechtfertigte die Transfers der Abwehrmänner.

Wer jetzt kritisiere, dass die Eintracht fünf Innenverteidiger habe, verkenne, dass davon Bamba Anderson ausgeliehen und noch dazu verletzt ist und bei Habib Bellaid der Vertrag auslaufe (und er sowieso nicht gut genug ist). „Die Zukunftsplanung ist schon schwer genug. Amedick ist ein perspektivischer Transfer. Er soll bei uns den Neuaufbau mit vorantreiben“, sagte Hübner.

Im Übrigen habe die Eintracht in diesem Winter alles in allem Geld gespart − mit Helmes hätte das sicher anders ausgesehen.

Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  2 | 2 | 2012
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
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