Eintracht Frankfurt geht stürmischen Tagen entgegen. In die Woche der Wahrheit ist der hessische Bundesligist denkbar schlecht gestartet. Gestern Abend schied die Eintracht nach einer indiskutablen Leistung gegen die klassentiefere Hansa aus Rostock aus dem DFB-Pokal aus.
Nach 120 Minuten hieß es 1:2, nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Am Ende stand die bittere Erkenntnis: Die Eintracht ist momentan nicht mal in der Lage, einen biederen Zweitligisten in die Knie zu zwingen. Die Frankfurter stecken ganz tief in der Krise, und am Ende des Abends hallten "Funkel-raus"-Rufe durchs Stadion.
Dabei hätte der eingewechselte Brasilianer Caio der Partie eine andere Wendung geben können. Er hatte es in der Schlussminute der regulären Spielzeit versäumt, die Eintracht aus elf Metern ins Achtelfinale zu schießen. Der Spielmacher scheiterte mit einem ganz schwachen Strafstoß am Rostocker Torwart Jörg Hahnel.
Frankfurter Herrlichkeit
Die Atmosphäre im Stadtwald war nicht eben elektrisierend, gerade einmal 18.300 Zuschauer hatten sich in die Arena verlaufen - so wenige waren noch nie zu einem Pflichtspiel der Eintracht in den neuen Fußballtempel gekommen. Die Eintracht gab sich aber schnell alle Mühe, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen, sie beherrschte den handzahmen Bundesliga-Absteiger von der Ostsee nach Belieben. Die Eintracht verwertete aber ihre Möglichkeiten nicht, Martin Fenin (12.) und Chris (18.) scheiterten freistehend an Torwart Hahnel.
Das war es aber auch mit der Frankfurter Herrlichkeit, und weil die Eintracht ihr Spiel danach quälend lang in die Breite zog, machte sich Unmut unter den Fans breit. Nach 30 Minuten waren die ersten Caio-Sprechchöre zu vernehmen, nach 35 Minuten brandete erstmals ein Pfeifkonzert auf - und nach 38 Minuten hallten sogar verhaltene "Funkel-raus"-Rufe durchs Oval. Die wurden aber mit Pfiffen beantwortet.
Und kurz drauf spielten die Protagonisten auf dem Rasen auch wieder die ihnen zugedachten Rollen. Benjamin Köhler legte den Ball mustergültig zurück zu Fenin, und der Stürmer erzielte mit einem noch abgefälschten Rechtsschuss die verdiente Führung (44.).
Brandgefährlicher Caio
Nach dem Wechsel sorgte Funkel für einen Paukenschlag. Womöglich genervt von den ewig wiederkehrenden Caio-Rufen wechselte er den Brasilianer ein. Noch am Tag zuvor hatte Funkel dem Spielmacher quasi die Befähigung abgesprochen, dem Team helfen zu können. Nun die Rolle rückwärts. Caio brachte sehr wohl frischen Wind ins Spiel, er war mit einigen Soli brandgefährlich.
Wer aber dachte, die Eintracht spiele sich locker ins Achtelfinale, irrte gewaltig. Das lag auch an Torwart Oka Nikolov, der eine harmlose Flanke vor die Füße von Enrico Kern patschte, der dankend zum 1:1 abstaubte (53.). Die Eintracht, die in der zweiten Halbzeit eine erschreckend schwache Vorstellung ablieferte, musste in die Verlängerung. Und da war es wiederum Kern, der die Frankfurter mit seinem zweiten Treffer in der 101. Minute aus dem Wettbewerb kegelte.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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