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Freigabe: Die Eintracht lässt Galindo ziehen

Der Mexikaner wechselt in seine Heimat zu Deportivo Guadalajara. Chris hingegen arbeitet verbissen an seinem Comeback.

Das war einmal: Aaron Galindo im Trikot von Eintracht Frankfurt.
Das war einmal: Aaron Galindo im Trikot von Eintracht Frankfurt.
Foto: Rhode

Friedhelm Funkel klagt derzeit über Bauchschmerzen, große Bauchschmerzen sogar. Aaron Galindo hat sie beim Trainer von Eintracht Frankfurt verursacht, weil der mexikanische Innenverteidiger eindringlich und "händeringend" (Funkel) um seine Freigabe gebeten hat. Der Bundesligist entsprach dem Wunsch des 26-Jährigen, der sofort in seine Heimat zurückkehrt, wo er sich Deportivo Guadalajara anschließt. Im Sommer wäre Galindo ohnehin nach Mexiko heimgekehrt, er kann dort mehr Geld verdienen, zudem plagte ihn Heimweh. "Er war zum Schluss ganz alleine in Frankfurt", sagt Funkel. Nun streicht die Eintracht wenigstens noch eine Ablösesumme ein, besonders üppig wird die Entschädigung jedoch nicht ausfallen. Und Funkels "große Bauchschmerzen" werden dadurch auch nicht gelindert.

Neuer Innenverteidiger soll her

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FR-Redakteur Ingo Durstewitz bloggt aus dem Trainingslager von Eintracht Frankfurt an der Algarve: Diskutieren Sie mit!

Denn so ganz wohl ist dem Fußball-Lehrer nicht bei dem Gedanken, mit dem vorhandenen verteidigenden Personal in die Rückserie zu gehen. Das ist verständlich. Im Grunde steht in Marco Russ nur ein verlässlicher Abwehrspieler zur Verfügung. Habib Bellaid wackelte in der ersten Halbserie bedenklich, der von zwei schweren Lungenoperationen genesene Aleksandar Vasoski hat seit fast einem Jahr nicht mehr unter Wettkampfbedingungen gespielt, und der Brasilianer Chris ist nach seiner Schulteroperation zwar auf dem Vormarsch, aber noch immer nicht wieder vollständig hergestellt. Das sind ein paar Fragezeichen zu viel, weshalb Funkel nun einen weiteren Innenverteidiger verpflichten will. Funkel hat bereits mehrere Kandidaten im Auge, aber einen seiner Auserkorenen zu bekommen, "das wird sehr schwierig".

Sollte die Eintracht nicht fündig werden, spräche zurzeit alles für das Pärchen Russ/Chris in der zentralen Deckung. Der Brasilianer ist nach seiner Kapselverletzung in der Schulter dem Genesungsplan um fast einen Monat voraus. Zwölf Wochen waren veranschlagt, der Defensivallrounder ist schon nach acht Wochen ins Training zurückgekehrt. Die Mitspieler haben zwar die klare Anweisung, pfleglich mit Chris umzugehen, aber das nahmen nicht alle so genau. Neuzugang Leonard Kweuke räumte den Brasilianer noch in Frankfurt in einem Zweikampf derart ab, dass dieser krachend auf die lädierte Schulter fiel. "Es ist nichts passiert, das ist gut für mich, das gibt mir Sicherheit", sagt Chris. Zwei, zweieinhalb Wochen wird sich der 30-Jährige noch zurücknehmen müssen. Im ersten Spiel in Berlin will er indes seinen Mann stehen. "Da bin ich auf jeden Fall dabei." Chris schuftet auch in Portugal wie ein Berserker, zweimal täglich geht's in den Kraftraum, zweimal wird er intensiv behandelt, zweimal steht er mit dem Team auf dem Platz. "Abends um zehn falle ich tot ins Bett", sagt er lachend. Chris hat an Gewicht verloren und an Muskelmasse am Oberkörper. "Ich muss zwei, drei Kilo an Muskeln zulegen", betont er.

Das kann Mitstreiter Vasoski nicht behaupten, er hat sein Gewicht trotz Krankheit gehalten, 79 Kilo, "so wie immer". Der Mazedonier ist wieder vollständig hergestellt, die Blutwerte sind gut, die Lungenfunktion bei 100 Prozent, Medikamente nimmt er schon seit zwei Monaten nicht mehr ein. Vasoski gibt sich kampfeslustig. "Ich will meinen Stammplatz zurück", sagt er. Wahrscheinlich wird er sich da noch gedulden müssen.

Das gilt auch für Zlatan Bajramovic. Der Bosnier, mehrfach am großen Zeh operiert, klagte gestern Morgen nach dem Training über Schmerzen am Fuß, "aber an einer anderen Stelle". Er kann selbst entscheiden, ob er ein- oder zweimal täglich mit dem Team übt. Für Funkel sind die Wehwehchen normal. "Die Frage ist, wie er den Schmerz tolerieren kann."

Autor:  INGO DURSTEWITZ
Datum:  9 | 1 | 2009
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