In dieser insgesamt eher unbefriedigenden Saison haben die sportlich Verantwortlichen bekanntermaßen ja kein konkretes Saisonziel ausgegeben, zumindest keines, das sich an einer bestimmten Punktzahl bemisst. Der Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel hat das gestern insofern bestätigt, indem er sagte, es werde schwer, "die 40-Punkte-Grenze" zu erreichen.
Er hat aber stattdessen eine andere Marschrichtung ausgegeben: "Wir wollen auf der Position bleiben, die wir im Augenblick einnehmen." Das ist Platz elf, so gut stand Eintracht Frankfurt in dieser Runde noch nie, und um diese Vorgabe einzuhalten, werden sich die Hessen noch tüchtig ins Zeug legen müssen.
Bundesligaende, 34. Spieltag: 23. Mai: Eintracht - Hamburger SV. Urlaub: 27. Mai bis 28.Juni. Trainingsauftakt: 29. Juni, 15 Uhr, Stadion. 1. Trainingslager: 1. Juli bis 8. Juli, Zell am Ziller, Zillertal/Österreich. 2. Trainingslager: 15. Juli bis 22. Juli, geplant: Tröpolach, Kärnten/Österreich. Saisonstart: 7. bis 9. August.
Der 1. FC Köln und Hannover 96 sind da die größten Konkurrenten, vor allem die Hannoveraner, weil "die das leichteste Programm haben", sagte Funkel. Die Eintracht wird also nach Erreichen ihres Minimalziels, die Klasse zu halten (was angesichts der Verletzungsmisere mit bis zu zehn fehlenden Stammkräften eine Leistung ist) noch ein paar Punkte draufpacken müssen. Funkel klingt in diesen Tagen durchaus kämpferisch.
Kein Spieler ins Schaufenster
Der 55-Jährige hat also keinesfalls vor, die Saison locker auslaufen zu lassen. "Ich werde weiter konsequent nach Trainingsleistung aufstellen", sagte er. Deshalb wird etwa Ioannis Amanatidis, in Stuttgart aufgewachsen, auch am Samstag beim Spiel gegen den aufstrebenden VfB nicht im Kader stehen. "Ich stelle keinen auf, nur weil der früher mal bei einem Verein gespielt hat." Es gelte das Leistungsprinzip. Im übrigen sei der Stürmer nach seinem Knorpelschaden noch nicht so weit, "da fehlt noch einiges", sagte Funkel über seinen Kapitän, der nun auch schon seit mehr als drei Wochen wieder mit der Mannschaft übt.
"Aber wenn man genau hinschaut", sagte Funkel, "erkennt man, dass er das operierte Bein leicht nachzieht." Benjamin Köhler wird wegen seiner Innenbanddehnung im Knie noch 14 Tage pausieren müssen, Zlatan Bajramovic (Außenband) am Donnerstag mit Lauftraining beginnen. Der Fußball-Lehrer sprach sich vehement dagegen aus, in den restlichen sechs Partien Spieler, mit denen der Klub künftig nicht mehr rechnet, sozusagen "ins Schaufenster" zu stellen. Zudem, sagte Klubchef Heribert Bruchhagen, "ist Eintracht Frankfurt vertragstreu". Kein Spieler, der noch Kontrakt hat, werde fortgeschickt.
Hemmschwelle wird niedriger
Natürlich waren die Unmutsbekundungen vom vergangenen Wochenende, als für alle hörbar viele Fans relativ früh "Funkel raus!" skandierten und "Wir wollen euch kämpfen sehen", auch beim ersten Training am Dienstag noch ein Thema. "Diese Rufe belasten mich nicht", sagte Funkel. Er habe auch, anders etwa als Bruchhagen, gut geschlafen. "Herri ist viel sensibler als ich, deswegen ist er auch kein Trainer geworden."
Aber auch wenn Funkel die Missfallenskundgebungen kleinzureden versuchte, so hatte er die Rufe natürlich gehört. "Aber ich ignoriere sie." Auch deshalb, weil sie "völlig haltlos" seien, "es gibt keine Argumente dafür." Er fand aber grundsätzlich: "Es ist unglaublich, wie niedrig die Hemmschwelle geworden ist, Menschen zu beschimpfen." Der 55-Jährige kann nicht nachvollziehen, warum die Leute so reagierten, noch dazu, da die Eintracht in einem wichtigen Spiel souverän einen Mitkonkurrenten auf Distanz gehalten hat. Und nur vier Punkte hinter Werder Bremen rangiert.
Funkel: "Ich gehe meinen Weg"
"Noch einmal: Ich beschäftige mich damit nicht", sagte der Coach. Früher, als er am Beginn seiner Trainertätigkeit stand, habe er sich diese Dinge zu Herzen genommen, jetzt "gehe ich meinen Weg". Er habe immer noch den gleichen Spaß an seiner Arbeit wie am ersten Tag. Befürchtungen, wonach die Rufe die Spieler womöglich verunsichern könnten, hat er nicht.
"Die Mannschaft kann damit umgehen. Außerdem können wir das sowieso nicht ändern." Was ihn wundert, ist vor allem dies: Nur im Stadion höre er solche Kritik, wenn er privat in der Stadt unterwegs sei, sei das ganz anders: "Egal, ob ich im Cafe sitze oder auf der Zeil einkaufe, da kommt nichts Negatives. Im Gegenteil: Die Leute sprechen da sehr positiv über unsere Arbeit."
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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