Nationaltrainer Otto Rehhagel machte ihm keine große Hoffnung auf einen Trip nach Südafrika, Klubchef Heribert Bruchhagen riet ihm ab, an der WM teilzunehmen. Am Dienstag zog der griechische Nationalspieler Ioannis Amanatidis dann selbst die Reißleine. "Ich verzichte auf die WM", sagte er nach dem Vormittagstraining der Frankfurter Eintracht. "Das habe ich beschlossen, das ist definitiv."
Nach einem Gespräch mit den Verbandsverantwortlichen fällte der 28-Jährige die Entscheidung, die er auch schon Nationalcoach Rehhagel übermittelt hat. Amanatidis musste sich im November 2009 zum zweiten Mal am geschädigten Knorpel des rechten Knies operieren lassen, erst seit zwei Wochen ist er wieder im Mannschaftstraining. Das Knie bereitet keine Probleme, aber Amanatidis glaubt nicht, seinen Farben in Südafrika wirklich eine Hilfe sein zu können. "Es macht keinen Sinn", sagte der Stürmer. "Mir fehlt die Spielpraxis, ich wäre auch in sechs Wochen noch nicht zu 100 Prozent fit und nicht zu 100 Prozent der Alte."
Natürlich sei ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen, "wir reden hier schließlich über eine WM". Aber letztlich habe er sich nicht von Emotionen leiten lassen. "Eine WM wäre schön für den Lebenslauf, aber was hätte es mir gebracht, wenn ich dann mal fünf oder zehn Minuten gespielt hätte?" Da sei er dann doch uneigennützig, "dann soll lieber ein anderer Spieler mitfahren, der topfit ist und der Mannschaft helfen kann." Amanatidis, der am Samstag im Heimspiel der Eintracht gegen Hoffenheim auf einen ersten Kurzeinsatz hofft, fiel auch in der abgelaufenen Saison mit der gleichen Verletzung aus - damals ebenfalls von November bis Ende April.
Amanatidis feierte zu Beginn dieser Spielzeit ein vielversprechendes Comeback, er schien zurück auf dem Weg zu alter Leistungsstärke. Doch dann streikte das Knie erneut. Ein Knorpelschaden gilt als die schlimmste Verletzung, die sich ein Sportler zuziehen kann. Christoph Preuß musste seine Karriere im Januar dieses Jahres deshalb beenden.
Offenbacher Rode im Blick
Auch die Planungen der Eintracht sind abhängig davon, ob Amanatidis noch einmal wird voll angreifen können, obwohl das Knie ja ohnehin ein nicht zu kalkulierendes Risiko darstellt. Trainer Michael Skibbe bekräftigte noch einmal, dass die Eintracht keine großen Sprünge wird machen können auf dem Transfermarkt und auf ablösefreie Spieler hoffen muss. Ob das Geld vielleicht für Sebastian Rode reicht, den hoch talentierten Mittelfeldspieler des Nachbarn Offenbacher Kickers?
Er hat die Aufmerksamkeit der Eintracht erregt. "Aber er müsste auch aus dem Vertrag rausgekauft werden", sagte Skibbe, der den U20-Nationalspieler schon vor dessen Kreuzbandriss im September 2009 beobachtet hatte. Drittligist Kickers Offenbach will Rode aber nicht abgeben, sondern um den 19-Jährigen eine neue Mannschaft aufbauen. Die Frage wird aber sein, ob der finanziell nicht auf Rosen gebettete OFC tatsächlich einen Spieler halten will und kann, wenn ein Bundesligist mit einer Menge Geld lockt.
Konstanz herrscht bei der Eintracht indes auf der Torwarttrainerposition: Andreas Menger, seit zehn Jahren im Verein, hat seinen Vertrag nun bis 2011 verlängert. "Er ist eine verlässliche Größe, wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit", sagte Klubchef Bruchhagen.
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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