Frankfurt. Vor dem Spiel in Gladbach schien die einzig offene Personalie der Frankfurter die Besetzung des linken Flügels zu sein: Benjamin Köhler oder Ümit Korkmaz, einer von beiden könnte nur spielen, hieß es, da Kapitän Christoph Spycher wieder seinen Stammplatz, hinten links, eingenommen hatte. Am Freitagabend war dann klar: Es spielten beide, nur nicht gemeinsam auf einer Seite. Ümit Korkmaz, der flinke Dribbler, war erstmals auf die andere Seite, die rechte, beordert worden. Das kann der 24 Jahre alte österreichische Nationalspieler auch, weil er den Ball genauso gut mit links wie mit rechts führen kann. Freilich dauerte der Ausflug auf rechts nur eine gute halbe Stunde, dann musste Spycher verletzungshalber aufgeben, Marcel Heller kam ins Team und Korkmaz ging zurück auf seine alte Position.
Und Korkmaz, der in der Vergangenheit mit Verletzungen so viel Pech gehabt hat, machte ein recht ordentliches Spiel, zumindest gehörte er zu den ganz wenigen Frankfurter Feldspielern, denen hin und wieder etwas gelang: Einmal verfing sich sein Torschuss im Gladbacher Außennetz. Immerhin durfte er im 15. Einsatz erstmals über 90 Minuten spielen - ein Tor ist dem Offensiven bislang noch nicht gelungen.
Und wenn nicht alles täuscht, dürften sowohl Korkmaz als auch Köhler für die letzten vier Spiele ihre Stammplätze sicher haben. Spycher wird kein Saisonspiel mehr machen, für ihn wird Köhler verteidigen. Das macht er nicht so gern, er sieht sich lieber weiter vorne, aber da Not am Mann ist, stellt sich der gebürtige Berliner in den Dienst der Mannschaft. Und Nikola Petkovic, nominell linker Verteidiger, ist einfach nicht gut genug für die Liga und spielt in der Konzeption keine Rolle mehr. Ihm hat Trainer Michael Skibbe einen Vereinswechsel ans Herz gelegt. Doch der 24 Jahre alte Serbe besitzt noch einen Vertrag bei der Eintracht bis 2012.
Auch Köhler und Korkmaz hatten zum Ende der Hinrunde bei Trainer Skibbe keine guten Karten. Auch sie hätten den Klub verlassen dürfen, doch dann bissen sich beide im letzten Moment durch. Vor allem Köhler, seit Sommer 2004 in Frankfurt und damit einer der Spieler, die die Eintracht seit Jahren prägen, hat in der Rückrunde enorm aufgedreht und auch seine vier Tore erzielt. So viele wie noch nie in der Bundesliga. Und doch wird er, der mit der Eintracht 2006 im Uefa-Cup spielte, seinen Traum von Europa wohl begraben müssen. "Von den letzten fünf Spielen hätten wir vier gewinnen müssen. Das wird jetzt natürlich schwer." (kil/dur)
Spielplan, Ergebnisse, Tabelle und mehr Statistik
Reden Sie mit! Im Blog-G.
Verfolgen Sie die Spiele im Bundesliga-Live-Ticker
Sehen Sie die FR-Videokolumnen.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.