Der Frankfurter Trainer Michael Skibbe kann eine angesichts der komplett ausgefallenen ersten Angriffsreihe fast sensationelle Punktausbeute vorweisen. Er hat bereits 23 Zähler aufs Konto geschippt, so viele und so wenige, dass die Eintracht in dieser Saison fern von gut und böse landet. So kommt es, Ironie des Schicksals, dass sein dringendes Anliegen, den Leverkusener Stürmer Theofanis Gekas in der Winterpause zu verpflichten, vom Vorstandschef Heribert Bruchhagen nicht umgesetzt wird.
Man kann Bruchhagen eine Menge vorwerfen wollen, etwa, dass es allemal ratsam wäre, für den Klub in einer der finanzstärksten Metropolen Europas eine Vision zu entwickeln, die der Wirtschaftskraft der Stadt gerecht wird. Aber der Boss hat in diesem Zwist mit dem Trainer Recht: Es macht wenig Sinn, für einen im Mai dann 30 Jahre alten Stürmer unter Berücksichtigung von Ablöse und Gehalt rund drei Millionen Euro zu investieren, um deshalb am Saisonende statt auf Rang elf oder zwölf auf Platz neun oder zehn zu landen.
Auch mit dem Blick auf die neue Saison erscheint eine Verpflichtung des Griechen zumindest zweifelhaft, da bekannt ist, in welch beklagenswertem Zustand sich WM-Teilnehmer in der Regel in den Herbst schleppen. Ergo: Es besteht schlicht kein dringender Anlass zu einer derartigen Investition, zumal vor dem Hintergrund, dass Eintracht Frankfurt ohnehin mit einer Etatunterdeckung von zwei Millionen Euro planen muss und der einbrechende Aktienkurs des TV-Partner Sky der ganzen Branche Sorgen bereitet.
Dennoch ist es an der Zeit, dass die beiden so unterschiedlichen Protagonisten sich auf eine gemeinsame Linie einigen. Die Außendarstellung ist verheerend, auch wenn es nachvollziehbar erscheint, dass ihre Wahrnehmung des Status quo der Eintracht eine völlig unterschiedliche ist: Bruchhagen hat eine Vergangenheit als Verantwortlicher der Mittelklasse hinter sich. Skibbe hat mit seinen Teams meist oben mitgespielt. Aber weil Bruchhagen seine Prinzipien niemals aufgeben wird, wird Skibbe Demut lernen müssen - oder andere Konsequenzen ziehen: zum Beispiel eine saubere Trennung zum Saisonende.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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