Sebastian Jung ist 21 Jahre alt, er hat in seiner jungen Karriere bislang 53 Bundesligaspiele auf dem Buckel, dazu 22 Zweitliga-Spiele absolviert und fünfmal im DFB-Pokal die rechte Seite zugestellt. Und wenn er nicht plötzlich über Nacht krank wird, dann wird er auch am kommenden Sonntag beim SC Paderborn in der Anfangself stehen.
So wie immer.
Sebastian Jung ist bei Eintracht Frankfurt privilegiert − er hat auf seiner Position nichts zu fürchten, als einziger im Team. Der Königsteiner, gelernter Bäckergeselle, ist konkurrenzlos, kein anderer Spieler kann das von sich behaupten. Sollte Jung einmal ausfallen, käme Trainer Armin Veh in Verdrückung − ein Ersatz ist nicht in Sicht, Jung kennt nicht den heißen Atem der Konkurrenz.
Veh hat Qual der Wahl
Damit besitzt Sebastian Jung ein Alleinstellungsmerkmal. Alle anderen Positionen im Team sind umkämpft, überall sonst gibt es neuerdings Druck und Kollegen, die den ersten Elf im Nacken sitzen − nur hinten rechts nicht. Das war nicht immer so, eigentlich war es selten so, im Grunde hatte Veh zwölf, 13, vielleicht 14 Mann, die er für tauglich hielt, der Rest hatte seriös kaum eine Chance.
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Das hat sich inzwischen geändert: Wenn Veh die Häupter seiner Lieben zählt vor dem Paderborn-Spiel, dann kommt er, ruck-zuck, auf 16, 17 Spieler, die er nahezu bedenkenlos für die ersten Elf nominieren könnte.
Mit der Rückkehr der Rekonvaleszenten Pirmin Schwegler, Mohamadou Idrissou und Martin Amedick, die ihre zum Teil langwierigen Blessuren auskuriert haben, hat Veh die Qual der Wahl. Aktuell ist kein Spieler angeschlagen. Dazu gesellen sich Constant Djakpa, bis zur Verpflichtung von Heiko Butscher Stammkraft auf links, und Sonny Kittel, den Aufsteiger der Rückrunde, als weitere Kandidaten für die ersten Elf.
Pikanterie am Rande: Vor seiner OP war Idrissou so unabkömmlich, das er trotz Verletzung gespielt hat, jetzt, da er gesund ist, ist er zweite Wahl.
Harter Konkurrenzkampf
Wie es aussieht, werden sich die Rückkehrer auch in Paderborn erst einmal hinten anstellen müssen. Veh dürfte keinen Grund sehen, die Mannschaft, die eine erstaunliche Frühform an den Tag gelegt hat, umzubauen − zumal am Samstag gegen den FSV keiner krass versagt hat.
Allenfalls Gordon Schildenfeld hatte ein paar Wackler in seinem Defensivspiel. Aber ihn wird Veh nicht draußen lassen, zumal Amedick in seinem ersten Spiel für die Eintracht ein erstaunliches Schnelligkeitsdefizit an den Tag gelegt hatte.
Doch die Verpflichtung von Butscher und der insgesamt härter werdende Konkurrenzkampf zeigt Auswirkungen: Die Abwehr hat sich zuletzt als ausgesprochen sattelfest erwiesen. Das war nicht immer so, weshalb reagiert wurde.
In der Winterpause hat es ein Umdenken bei der sportlichen Führung gegeben: Die Defensive sollte verstärkt werden, denn eine stabile Hintermannschaft ist nun mal ein Grundpfeiler des Erfolgs. Amedick und Butscher, gestandene Verteidiger aus der ersten Klasse, haben dem Frankfurter Kader noch einmal einen besonderen Kick gegeben.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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