Maik Franz ist nicht der Typ, der sich verdrückt. Der blonde Hüne aus Merseburg steht seinen Mann, auf dem Feld, auch abseits des Platzes. Maik Franz, beinharter Innenverteidiger der Eintracht, steht Rede und Antwort, in guten Zeiten. Und in schlechten Zeiten. Am Mittwoch hatte er keine gute Zeit, eine ganz schlechte sogar. Der Abwehrspieler stolperte gegen die Bayern 90 Minuten übers Feld, er verschuldete drei der vier Gegentore, man muss es so hart sagen, fast schon stümperhaft. Hinterher, nachdem die Kollegen schon unter der Dusche standen, versuchte Franz noch immer das Unerklärliche zu erklären. Als ihn schließlich einer fragte, ob ihm da irgendwer einen gebrauchten Tag angedreht hätte, da musste er lachen. "Das kann man so sagen", befand er.
Es gibt Tage, an denen man besser das Mannschaftshotel nicht verlassen hätte, Tage, an denen man besser vorher die weiße Fahne hisst. Einen solchen Abend erlebte der Verteidiger gegen die Münchner. "Das war sicher mein schlechtestes Spiel seit langem", bekundete er. Vermutlich war es sogar das schlechteste Spiel seiner Karriere. Franz erlebte sein persönliches Waterloo.
Symptomatisch war sein viel zu kurz geratener Rückpass, Miroslav Klose nahm dankend an, passte quer zu Thomas Müller, der das entscheidende 3:0 erzielte (29.). Franz hatte schon die Hände vors Gesicht geschlagen, da war der Ball noch lange nicht im Tor. "Da hätte ich mich am liebsten eingegraben", sagte er. Im Fernsehen werde er sich sein Spiel besser nicht noch einmal ansehen. "Das muss nicht unbedingt sein."
Natürlich wollte später niemand dem untadeligen Sportsmann die Hauptschuld an der Niederlage geben, doch ein paar kritische Worte konnte sich Vorstandschef Heribert Bruchhagen nicht verkneifen. Franz solle vielleicht ein wenig mehr Präsenz auf dem Platz zeigen und seine öffentlichkeitswirksamen Auftritte ein wenig beschränken. Ein dezenter Hinweis darauf, dass Franz in den vergangenen Wochen omnipräsent in den Medien war. Ob da tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht? Wer weiß es schon.
Doch Bruchhagen wollte ansonsten nicht den Stab über den 1,90-Meter-Mann brechen. Es habe nicht an ihm gelegen, und auch Trainer Michael Skibbe schlug in diese Kerbe und stellte sich demonstrativ vor Franz. "Er ist nicht alleine schuldig", sagte der 44-Jährige. "Andere Spieler waren auch schwach, Maik war vielleicht noch ein bisschen schwächer."
Skibbe ließ ihn bewusst auf dem Feld und erlöste ihn nicht von diesem Albtraum im Stadtwald. "Ich wollte ihm zeigen, dass er darauf vertrauen kann, dass wir seine wahre Leistungsstärke richtig einzuschätzen wissen." Franz wird nicht fallen gelassen. Versetzt wurde er dennoch, von der Zentrale nach außen.
In der zweiten Hälfte verteidigte er mal wieder rechts, Chris rückte für ihn in die Mitte. Der Brasilianer sollte im Mittelfeld für Stabilität sorgen, das gelang nicht und außerdem wurde er dann hinten drin noch nötiger gebraucht. "Wir können Chris ja schließlich nicht klonen", befand Skibbe.
Franz, führte der Trainer aus, habe in der Abwehrmitte zuletzt gute Leistungen gezeigt, und er sei ein Kämpfer: "Maik wird wieder aufstehen." Das hat er vor, zuerst wollte er sich aber entschuldigen, dann kündigte er Wiedergutmachung an. "Aber das", sagte er, "wird nicht leicht."
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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