Der Frankfurter Flügelflitzer Marcel Heller ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein einziges gutes Spiel die Karriere befeuern kann. Der 24-Jährige spielte, nach drei Jahren bei Eintracht Frankfurt, im Grunde keine Rolle mehr, er war ausgeliehen und zurückgekommen, doch ernsthaft hat mit ihm keiner mehr gerechnet.
Dann durfte er gegen Bayern München erstmals in dieser Saison von Anfang an spielen, er spielte gut, nutzte seine Chance und auf einmal ist der schnelle Mann ganz nah an die erste Mannschaft herangerückt. Vieles spricht dafür, dass Heller, in Frechen geboren, auch an diesem Freitag beim Bundesligaspiel in Mönchengladbach (20.30 Uhr/live in Sky) von Anfang an spielen wird - auf dem rechten Flügel. Denn Patrick Ochs, dort normalerweise gesetzt, muss wegen der Verletzung des rechten Verteidigers Sebastian Jung (Zerrung im Adduktorenbereich) nach hinten ausweichen. Jung, der am Mittwoch das Training abgebrochen hatte, wird "sieben bis zehn Tage pausieren müssen", sagte Trainer Michael Skibbe. Da dürfte der Weg frei sein für Heller.
Skibbe hält einiges von dem schnellen Mann. "Er hat sich seit der Winterpause kontinuierlich weiter entwickelt." Vor allem wisse er jetzt, hat er noch spaßig hinzugefügt, "wo das Spielfeld zu Ende ist". Da spielte der Coach auf Hellers meist etwas naives Spiel an, mit dem Ball am Fuß die Linie entlang zu sprinten, ohne einen Abschluss zu finden. Das hat Heller inzwischen gelernt, weswegen Skibbe den pfeilschnellen Jungen gerne weiterverpflichten möchte.
Ob Heller das Angebot annimmt, ist ungewiss. Er möchte endlich öfter zum Einsatz kommen. "Was ich brauche, ist eine Saison, in der ich spiele, spiele, spiele." Ob das bei der Eintracht der Fall ist? "Ich weiß: An Patrick Ochs komme ich nicht so leicht vorbei. Ich bin jetzt seit dreieinhalb Jahren im Geschäft und habe noch immer nicht den Durchbruch geschafft", sagt Heller, der zuletzt auch bei der U 23 sehr gute Leistungen zeigte und etwa im jüngsten Spiel gegen Hessen Kassel zwei Tore erzielte. "Ich versuche immer, mein Bestes zu geben", sagt Heller, der seit 2007 bei der Eintracht ist. Seine Schnelligkeit jedenfalls ist eine Fähigkeit, die Skibbe sehr hoch einschätzt.
Definitiv spielen wird Christoph Spycher, der seine Muskelverletzung auskuriert hat. "Da ist alles in Ordnung", sagt Skibbe, der sich nun zwischen Benjamin Köhler oder Ümit Korkmaz im linken Mittelfeld entscheiden muss. "Das hängt davon ab, wir die offensive oder defensive Variante wählen." Zuletzt hat sich Skibbe immer für die mutigere Möglichkeit entschieden. Dann hätte Korkmaz die besseren Chancen.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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