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Markus Pröll: "Einfach abgeschlachtet"

Kapitän Markus Pröll redet nach der Klatsche im FR-Interview Klartext: "Wir haben nur zugeguckt".

Markus Pröll, Eintracht-Torwart und Kapitän, ist entsetzt darüber, wie wenig Gegenwehr gegen Bremen geleistet wurde (29.11.2008).
Markus Pröll, Eintracht-Torwart und Kapitän, ist entsetzt darüber, wie wenig Gegenwehr gegen Bremen geleistet wurde (29.11.2008).
Foto: ap

Herr Pröll, Ihr erstes Spiel über die volle Distanz und dann gleich so eine Packung.

Markus Pröll: Wir haben in der ersten Halbzeit drei Tore nach Kontern bekommen. Im fremden Stadion. Das kann nicht sein. Wir können uns nicht so ohne Gegenwehr einfach abschlachten lassen. So kann man sich nicht präsentieren. Man darf sich nicht so erbarmungslos ergeben.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Nein. Was ich nicht verstehe, warum wir uns kein bisschen gewehrt haben. Die Bremer haben anfangs nicht gerade vor Selbstvertrauen gestrotzt. Doch wir haben Geschenke verteilt und die Bremer stark gemacht. Wenn man so klar hinterherläuft und sich überhaupt nicht wehrt, dann kann man sich nicht beklagen.

Nochmals: Wieso hat sich die Elf so passiv verhalten?

Ich weiß es nicht. Wir standen immer zwei Meter weg von den Männern, wir haben nur zugeguckt, wir haben den Gegner einfach gewähren lassen. Wir waren fahrlässig in der Defensive. Es tut mir weh, wenn ich die Fans sehe, die den weiten Weg nach Bremen gemacht haben.

Und hinten im Tor hatten Sie keine Möglichkeit, auf die Mannschaft einzuwirken?

Wissen Sie, wenn man da hinten steht und rumschreit und nichts passiert, da wird man aggressiv. Da kann man auch gegen eine Wand reden.

0:4 gegen Dortmund, jetzt 0:5 gegen Bremen. Sind diese Mannschaften zu stark für die Eintracht?

Es ist bekannt, dass wir keinen guten Start in die Saison hatten. Aber immerhin haben wir die Woche zuvor 4:0 gegen Hannover gewonnen. Alles ist also auch nicht schlecht. Aber jetzt so zu verlieren, ohne jegliches Aufbäumen, das verstehe ich nicht. Man muss doch in den Spiegel gucken können und sagen, wir haben gekämpft und alles gegeben. Aber das war heute nicht der Fall. Das war heute desolat.

(Aufgezeichnet: Thomas Kilchenstein)

Datum:  1 | 12 | 2008
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
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14 Energie Cottbus 30:49 35
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