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Markus Pröll: Pechvogel im Glück

Torwart Markus Pröll hat sich nur den Knöchel verstaucht.

Ende eines unerfreulichen Arbeitstages: Eintracht-Torwart Markus Pröll muss in Berlin das Feld räumen. Er hatte aber noch Glück, dass er sich nicht schwerer verletzte.
Ende eines unerfreulichen Arbeitstages: Eintracht-Torwart Markus Pröll muss in Berlin das Feld räumen. Er hatte aber noch Glück, dass er sich nicht schwerer verletzte.
Foto: Rhode

Markus Pröll schlägt die Hände vors Gesicht, das vor Schmerz zu einer Grimasse verzerrt ist. Der Torhüter der Frankfurter Eintracht schüttelt den Kopf, immer wieder, nach einiger Zeit rappelt er sich auf, fasst sich an den lädierten Knöchel, er humpelt ins Tor, greift zur Trinkflasche und hämmert mit den Stollen an den Torpfosten. Dann taucht er ab und hält den Strafstoß von Cicero.

Das sind 33 Minuten gespielt im Bundesligaspiel zwischen der Hertha und der Eintracht. Pröll ballt die Faust und das durch den Körper gepumpte Adrenalin lässt ihn noch ein bisschen durchhalten, aber später kommen die Beschwerden zurück. Schlimmer als zuvor. Nach 57 Minuten ist Feierabend. Pröll, der Pechvogel, räumt seinen Arbeitsplatz im Frankfurter Tor. Für ihn kommt Jan Zimmermann.

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Und unweigerlich denken alle: Das nächste Kapitel der unendlichen Leidensgeschichte von Markus Pröll wird geschrieben.

Am Tag danach klingt Pröll schon wieder zuversichtlich. Er hat noch Schmerzen, er humpelt, kann kaum mehr auftreten. "Aber es ist nichts kaputt", sagt der 29-Jährige hörbar erleichtert. Die durch eine am Samstagabend durchgeführte Kernspintomografie zu Tage geförderte Diagnose lautet: Bluterguss, Verstauchung und ein überdehntes Innenband im rechten Knöchel. Das ist nicht angenehm, aber eben auch kein Beinbruch. "Wir werden das jetzt sehr intensiv behandeln und alle Hebel in Bewegung setzen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen", sagt der Keeper.

In den nächsten Tagen muss er allerdings mit dem Training aussetzen, aber das Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln hat er noch nicht abgeschrieben. "Noch lange nicht. Das ist auf keinen Fall abgehakt." Mannschaftsarzt Christoph Seeger wagt da keine Prognose: "Das muss man abwarten." So sieht es auch Trainer Friedhelm Funkel, der die Ausfallzeit zwischen zwei bis drei Tage im besten und acht bis zehn Tage im schlechtesten Fall beziffert.

Beim Foul selbst verletzt

Die jüngste Blessur hat sich der verletzungsanfällige Torwart, wenn man so will, selbst zuzuschreiben. Nach 31 Minuten stürzte er aus seinem Kasten und riskierte gegen den heranstürmenden Marko Pantelic Kopf und Kragen. Mit beiden Beinen sprang er dem Serben in die Parade, er traf den Ball, aber eben auch Pantelic' Bein - und verletzt sich bei diesem Zusammenprall selbst. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied überdies auch noch auf Strafstoß. Zu Recht. Pröll sieht das anders: "Ich treffe den Ball, und als Torwart muss ich alles riskieren, da ist es legitim, so hinzugehen."

Die Frage bleibt, wer den Eintracht-Kasten hüten wird, wenn Pröll am Samstag passen muss. Schließlich stand Ersatzmann Oka Nikolov nach seinem Sehnenanriss an der Ferse in Berlin noch nicht im Kader. Nikolov macht täglich große Fortschritte, und Funkel sagt nur, der Routinier sei fast schon wieder so weit zu spielen. Er, Funkel, habe aber auch kein Problem damit, Jan Zimmermann, die Nummer drei, ins Tor zu beordern. "Jan ist ein guter Torwart." Funkel will sich nun mit Torwarttrainer Andreas Menger austauschen und eine Entscheidung fällen - die könnte ihm Pröll mit einer Blitzgenesung abnehmen.

Autor:  INGO DURSTEWITZ
Datum:  2 | 2 | 2009
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2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
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