Gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung der Frankfurter Eintracht begrüßte Vereinspräsident Peter Fischer, stolz wie Oskar, den Cheftrainer der Bundesligamannschaft Michael Skibbe. Erstmals seit vielen, vielen Jahren gab sich ein Proficoach die Ehre, bei der Jahreshauptversammlung vorbeizuschauen.
"Wir sind sehr, sehr froh und sehr stolz, dass er unser Trainer ist, er hat 100 Prozent Zustimmung aller Gremien", rief Fischer vom Podium aus den nur 255 anwesenden (von fast 16 000) Mitgliedern zu. 19 Punkte, so der Vereinsboss, habe die Profi-Elf beisammen, "damit sind wir im balancierten Verhältnis". Und weiter: "Nach fünf Jahren Friedhelm Funkel war es notwendig, den Trainerwechsel vorzunehmen."
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Heribert Bruchhagen, der Vorstandsvorsitzende der Fußball-AG, verteidigte in einer engagierten und ungewohnt emotionalen Rede den Kurs, nur Geld auszugeben, das man auch einnimmt. "Wir sind eine verantwortungsvolle Tochter", sagte er. "Es geht hier nicht um Pausensport, sondern um Profisport. Uns obliegt eine großartige Verantwortung." Der Vorstand werde "erdrückt von Strömungen und Meinungen", aber den Wünschen und Träumen könne nicht nachgegeben werden. "Die gezeichneten Bilder von Visionen stehen im krassen Gegensatz zur Realität. Nicht jeder Blütentraum wird wahr."
Er attackierte all jene, die den Vorstand dazu auffordern, mehr Geld in die Hand zu nehmen und ins Risiko zu gehen. "Das wäre fahrlässig." Die Eintracht habe vor acht Jahren eine Selbstbeschränkung aufgenommen, keine Schulden mehr zu machen. "Und daran werden wir uns halten." Jeder Kredit, jede externe Finanzspritze verändere Verein und Gehaltsgefüge - "und wenn das Geld dann verschossen und die Party vorbei ist, dann hat man eine andere Struktur."
Bruchhagen wiederholte, er werde gegen den Unternehmensleitsatz nicht verstoßen. "Sonst hast du die Trojanischen Pferde im Garten stehen." Die Eintracht werde in dieser Spielzeit und auch in der nächste Verluste einfahren, "aber wir werden sie ausgleichen können, wir müssen keinen Kredit aufnehmen", Er erinnerte an drei Konkurrenten, die viel Geld in die Hand genommen über ihren Möglichkeiten gelebt hätten. "Die sind mittlerweile alle rückwärts gegangen." Natürlich wolle die Eintracht weiter nach oben, "aber man muss einfach sehen: Acht Vereine haben den doppelten Etat von uns."
Der AG-Chef richtete sich direkt an die Mitglieder des Vereins, die er als "Keimzelle" bezeichnete, er hörte sich fast beschwörend an, als er rief: "Über uns hat sich eine Glocke der Unzufriedenheit gelegt. Wenn sich der innere Kern von der Emotion leiten lässt, dann haben wir bald Verhältnisse, die wir schon hinter uns hatten." Ein Eintracht-Fan müsse in Kauf nehmen, dass sein Klub "mal mit 0:5 gegen Bremen verliert, und er soll sich freuen, dass er mal 2:1 in Bremen gewinnt - das sind Geschichten des Sports."
Bruchhagen forderte die Mitglieder auf: "Zeigen Sie Solidarität gegenüber den handelnden Personen, unterstützen Sie uns in unserem Bestreben um Kontinuität. Wir haben die richtige Strategie. Wir vertrauen darauf: Was du pflanzt, wirst du ernten. Nur der Zeitpunkt ist ungewiss." Bruchhagens kämpferische Rede wurde nicht mit stürmischem Applaus, aber doch mit warmem Beifall bedacht.
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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