Rückkehr in die Fußball-Bundesliga - nichts anderes interessiert bei Eintracht Frankfurt. „Es hat sehr wehgetan“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Donnerstag beim Journalisten-Neujahrsempfang rückblickend auf den Abstieg 2011.
„Zu Beginn des letzten Jahres konnten wir uns eine solche Situation nicht vorstellen“, meinte der 63-Jährige. Die Tränen beim Zweitligisten sind längst getrocknet und der Optimismus auf bessere Tage mit neuem Trainer, Sportdirektor und Spielern ist vorhanden. „Die Mannschaft hat die Erwartungen erfüllt. Unsere Qualität wird zum Ziel führen“, erklärte Bruchhagen zehn Tage vor dem Punktspielstart am 5. Februar gegen Eintracht Braunschweig.
Warten auf Wolfsburg
Mit Tabellenplatz drei und 39 Punkten hinter Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (42) und der SpVgg Greuther Fürth (40) seien die an das neu formierte Team gestellten Erwartungen erfüllt worden. In der obersten Etage des Kaufhauses könne man aber nicht einkaufen, betonte der Eintracht-Boss. Dafür fehle das nötige Kleingeld. Die Einnahmen sanken von 68 auf 39 Millionen Euro, auch in der laufende Runde sind die finanziellen Möglichkeiten alles andere als rosig.
Ex-Nationalspieler Patrick Helmes will und soll kommen, doch noch sträubt sich sein Club VfL Wolfsburg. Zeit bleibt bis zum 31. Januar, dann wird das Transferfenster geschlossen. „Da kommt wohl noch Bewegung rein. Die besten Geschäfte macht man kurz vor Schluss“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner zu der Hängepartie. Leisten kann sich die Eintracht nur ein Ausleihgeschäft: Wie das auf 2,5 Millionen Euro geschätzte Jahressalär von Helmes ins reduzierte Vertragsniveau der Eintracht passt, bleibt offen.
Hamdi Salihi kein Kandidat
Neu gehandelt als möglicher Helmes-Ersatz wird Hamdi Salihi von Rapid Wien. Hübner hatte den Albaner schon in seiner Zeit als Sportdirektor beim MSV Duisburg beobachtet. „Er hat einen guten Abschluss, arbeitet aber nicht so gut gegen den Ball“, sagte Hübner. Im Gespräch mit der FR schloss Hübner aber ein Kommen des Albaners aus.
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Den Spielermarkt will die Eintracht selbst noch bereichern: Georgios Tzavellas ist ebenso ein Kandidat wie Ricardo Clark. Für den Griechen liegen Hübner zwei, drei Anfragen vor. Für US-Nationalspieler Clark interessiere sich derzeit kein Club. Bleiben wird wohl der Brasilianer Caio, um nach dem Verkauf von Theofanis Gekas in die Türkei für Notfälle im Angriff gerüstet zu sein. Allerdings soll es für Caio eine lockere Anfrage von Rapid Wien geben.
Mohamadou Idrissou fehlt nach seiner Knöcheloperation wie Kapitän Pirmin Schwegler (Zehenbruch) noch unbestimmte Zeit. So bleiben in der stürmischen Abteilung nur Erwin Hoffer und Rob Friend. „Wir reden über Helmes, müssen aber aufpassen, die eigenen Leute nicht verrückt zu machen“, meinte Hübner, der bisher als einzigen Neuzugang den in Freiburg aussortierten Abwehrspieler Heiko Butscher vorweisen kann. (FR/dpa)
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