Rob Friend nach getaner Arbeit.
Foto: Heiko Rhode
Rob Friend nach getaner Arbeit.
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Obwohl Rob Friend bei Eintracht Frankfurt quasi keine Rolle spielt, will der Stürmer weiter um einen Platz kämpfen. Friend sagt aber auch: "Wenn ich gewusst hätte, dass Veh nur auf einen großen Stürmer setzt, wäre ich nicht gekommen."
Ehe Robert Douglas Friend mit Gattin Mari und den beiden kleinen Kindern in den Winterurlaub in die spätere Heimat Los Angeles und Mexiko geflogen ist, hat er sich einen Termin bei Armin Veh geben lassen. Der kanadische Stürmer im Wartestand hat dem Coach des Zweitligisten Eintracht Frankfurt nur eine Frage gestellt, und zwar: „Trainer, was soll ich hier?“
Rob Friend sieht man den tiefen Frust nicht an. Er sitzt da auf dem Diwan in der Lobby des piekfeinen Mannschaftshotels in Doha, gleich ist Mittagessen.
Er findet den Aufenthalt in Katar klasse, das warme Wetter, das Essen, die Trainingsbedingungen, er mag die Region, unlängst war er in Dubai, im Nachbarstaat, in Urlaub, alles sauber, freundliche Leute.
Friend: "Alles nicht normal“
Friend, bald 31 Jahre alt, wirkt keinesfalls verbissen oder gar deprimiert über seine momentane Situation als ständiger Bankdrücker.
Eintracht-Trainingslager in Katar: Tag 3
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Eintracht-Trainingslager in Katar: Tag 3
Beobachter am Rande: Lizenzspielerleiter Rainer Falkenhain, Trainer Armin Veh, Organisator Oliver König.
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Kapitän Pirmin Schwegler hatte das Training noch mitgemacht.
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Später wurde beim Schweizer, hier im Duell mit Benjamin Köhler, ein Zehenbruch diagnostiziert.
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Benjamin Köhler gegen Erwin Hoffer (l).
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Armin Veh beobachtet Sebastian Jung.
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Anweisungen vom Chef an den rechten Verteidiger.
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Erwin Hoffer vor Sebastian Rode.
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Thomas Kessler beim Torwarttraining. Stammkeeper Oka Nikolov ist noch immer an der Wade verletzt.
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Torwarttrainer Manfred "Moppes" Petz nimmt seine Schützlinge genauer ins Visier.
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Gordon Schildenfeld (li.) im Duell mit dem Kanadier Rob Friend.
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Neuzugang vom Freiburger SC: Heiko Butscher .
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Voller Einsatz von Erwin Hoffer und Sebastian Rode.
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Rob Friend nach getaner Arbeit.
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Dritter Trainingstag der Eintracht in Doha: Optimale Bedingungen, lockeres Aufwärmen.
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Er sagt, seit dem Urlaub über Weihnachten sei der „Kopf viel, viel frischer“, er fühle sich körperlich topfit, deutlich besser, als in den letzten Wochen des alten Jahres. Doch der kantige, 1,95 Meter große Mann weiß nicht so recht, was er hier in Frankfurt bei der Eintracht für eine Rolle spielen soll. „Für mich ist das alles nicht normal.“
Im August 2011 war Friend quasi im Doppelpack mit Mohamadou Idrissou geholt worden. „Wenn Mo und ich zusammen stürmen, haben unsere Gegner in der zweiten Liga keine Chancen“, sagte er da zuversichtlich. Im nächsten Spiel, bei Energie Cottbus, spielten tatsächlich beide, beide schossen je ein Tor beim 3:3.
Eintracht-Stürmer: Tops und Flops
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Eintracht-Stürmer: Tops und Flops
Theofanis Gekas (2010-2012) : Im Sommer 2010 wechselte der einstige Torschützenkönig zur Eintracht. Gekas war mit 14 Toren in 17 Spielen ein Grund dafür, warum die Eintracht die Hinrunde auf dem siebten Platz abschloss. Seine Ladehemmung in der Rückrunde war aber auch einer der Gründe dafür, dass die Eintracht abstieg. Im Januar 2012 trennten sich die Wege. Seine Bilanz: 23 Tore in 48 Ligaspielen.
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Ioannis Amanatidis (2004-2011): Wichtiger als seine Torquote (42 Treffer in 140 Liga-Spielen) war der Grieche als Charakter in der Mannschaft. Der Kapitän (2007-2009) eckte aber auch mit manchen Aussagen an. Hatte im Sommer 2011 einen unschönen Abgang.
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Léonard Kweuke (2009): Der "Elefant" kam auf Empfehlung von Werner Lorant aus der Slowakei auf Leihbasis (mit Kaufoption) zur Eintracht. In Frankfurt offenbarte der Mittelstürmer technische Defizite. Trotz Ausfall von Amanatidis spielte Kweuke keine Rolle (6 Spiele, 0 Tore). In Diensten von Sparta Prag läuft es mittlerweile deutlich besser für Kweuke.
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Evangelos Mantzios (2008-2009): Kam im Januar 2008 auf Leihbasis für 300.000 Euro. Fiel schnell durch. Wirkte oft überfordert und überhastet. Spielte insgesamt nur zehnmal für die Eintracht (ein Treffer).
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Mehdi Mahdavikia (2007-2010): Der Publikumsliebling des HSV kam im Alter von 30 Jahren zur Eintracht. Die ihn einst ausgezeichnete Schnelligkeit war weg, der im Jahr 2003 vom Kicker zum besten Außenstürmer der Liga gekürte Mahdavikia lief sich oft fest. Dementsprechend fällt auch seine Torquote aus. 32 Spiele - null Treffer.
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Michael Thurk (2006-2007): Kam im Sommer 2006 mit viel Getöse vom FSV Mainz. Traf im UEFA-Cup dreimal gegen Bröndby. Das war es dann aber auch. Nach Kicker-Noten der schlechteste Eintracht-Spieler der Saison 2006/07. Kam in 36 Liga-Spielen für die Eintracht auf vier Tore.
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Arie van Lent (2004 - 2006): Der Spezialist für die Zweite Liga war ein Garant für den Wiederaufstieg der Eintracht im Jahr 2005. Harmonierte mit den Außen Köhler und Du-Ri Cha. In der 1. Bundesliga dagegen außen vor. 16 Tore in 43 Spielen. Trainiert heute Kickers Offenbach.
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Du-Ri Cha (2003-2008): Stieg mit der Eintracht 2005 auf, schaffte es aber nicht sich im Team zu etablieren. Bescheidene Tor-Quote (12 Treffer in 87 Spielen). Seiner Sympathie beim Publikum tat das keinen Abbruch.
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Paweł Kryszałowicz (2000-2003): Genannt Polen-Paule. Fiel durch seine breite Streuung seiner Torschüsse auf. Kam trotzdem auf erstaunliche 26 Tore in 71 Spielen
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Jan Aage Fjortoft (1998 bis 2001): Sein Übersteiger-Tor gegen den 1. FC Kaiserslautern ist Legende. Mit dem Treffer zum 5:1 sicherte Fjortoft (52 Spiele / 14 Tore) der Eintracht den Klassenerhalt in der letzter Spielminute.
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Jörn Andersen (1988-1990 und 1991-1994): Schoss die Eintracht in der Saison 19989/90 mit 18 Treffern auf den dritten Platz. Wurde erster ausländischer Torschützenkönig der Bundesliga. Stand danach im Schatten von Anthony Yeboah. Trainiert mittlerweile den KSC.
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Anthony Yeboah (1990-1995): Neben Uwe Bein, JJ Okocha und Andreas Möller war "Toni" einer der Faktoren für den erfolgreichen "Fußball 2000" den die Eintracht Anfang der 90er Jahre spielte - und der beinahe mit der Meisterschaft gemündet hätte. Yeboah erzielte 68 Tore in 123 Bundesliga-Spielen und wurde zweimal Torschützenkönig (92/93 und 93/94). Wechselte danach für 3,4 Millionen nach Leeds United. Die Summe wird heute noch unter wikipedia als drittertragreichste Ablöse der Eintracht für einen Spielerverkauf geführt.
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Lange hat die Eintracht um Patrick Helmes geworben. Am letzten Tag der Transferperiode zerschlugen sich die Hoffnungen auf einen Wechsel des Stürmers vom VfL Wolfsburg. In der Offensive hat die Eintracht in den vergangenen Jahren positive und negative Erfahrungen mit Stürmern gemacht. Wir blicken zurück:
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Nur wusste Friend damals noch nicht, dass das sein erstes und bislang einziges Spiel von Anfang an sein würde. Danach kam er noch fünfmal zu Kurzeinsätzen, zu insgesamt 36 Minuten. Das ist nicht viel für einen, der Wochen vor seinem Wechsel von der Eintracht regelrecht umgarnt wurde.
Dabei hat sich der Stoßstürmer nichts zuschulden kommen lassen, er hat als Angreifer seine Aufgabe erfüllt und ein Tor geschossen – und war doch im Abseits.
Heute sagt Friend: „Wenn ich gewusst hätte, dass Veh nur auf einen großen Stürmer setzt, wäre ich nicht gekommen. Für meinen Marktwert ist das eine Katastrohe.“