Auch am Montag war der Rundumschlag des Trainers Michael Skibbe ("Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern") Gesprächsthema Nummer eins bei Eintracht Frankfurt. Und mit einiger Spannung wurde beobachtet, wie der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen auf diese Kritik reagiert. "Der Vorstand ist am Zug", sagte am Montagvormittag Aufsichtsrats-Chef Herbert Becker, der den beiden riet, sich zusammenzusetzen und die Dinge aus der Welt zu räumen. Am Nachmittag dann bat Skibbe seine Fußballspieler zum Training. Das war keine besonders erquickliche Angelegenheit: Es war kalt und regnete in Strömen.
In trauter Runde geschwiegen
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Auch am Montag war vielen nicht ganz klar, was Skibbe mit seiner Wutrede eigentlich bezwecken wollte. Denn all die Dinge, die er nach der 0:4-Klatsche von Leverkusen in die Mikrofone gesagt hatte, hätte er vor Wochenfrist bei den zweitägigen Beratungen über die Strategie für die Rückrunde ebenfalls sagen können. Aber da hat er geschwiegen. Auch Bruchhagen, der sich intern sehr verwundert gezeigt hat über den Ausbruch vom Freitag, betonte, Skibbe habe in trauter Runde am Dienstag und am Mittwoch nichts dergleichen verlauten lassen. "Da herrschte bei allen Teilnehmern große Übereinstimmung über das Ziel, die Eintracht besser zu machen", sagte Bruchhagen. Es ist kein Geheimnis, dass der Vorstandsvorsitzende die Attacke zwar nicht zu hoch hängen will, sie aber auch nicht "als Sturm im Wasserglas " abtun kann.
Bernd Hölzenbein, seit vielen Jahren Chefscout der Eintracht und Vertrauter von Bruchhagen, war ebenfalls irritiert über die Vorwürfe. Skibbe hatte mehr oder minder unverhüllt die Scouting-Abteilung kritisiert. "Ich kann und will dazu nichts sagen", sagte Hölzenbein der FR. Fest steht aber auch: Egal, wie gut oder schlecht gescoutet wurde, Eintracht Frankfurt war in den letzten Jahren bei den Neuverpflichtungen, gerade auch den teuren (Caio, Fenin, Bellaid und Korkmaz, für die insgeamt 12,5 Millionen Euro ausgegeben wurden), nicht gerade vom Glück verfolgt. Von den Transfers vom Kaliber der Herren Mahdavikia, Kweuke, Mantzios und Petkovic ganz zu schweigen.
Franz vernahm einen Weckruf
Natürlich hat auch die Mannschaft die Fundamentalkritik des Trainers vernommen. "Zu viele durchschnittliche Spieler" seien bei der Eintracht unter Vertrag, hatte Skibbe gesagt. "Wenn man zweimal so auf den Deckel kriegt wie wir gegen die Bayern und Bayer Leverkusen, dann ist es doch normal, wenn der Trainer enttäuscht ist. Das ist doch nachvollziehbar", findet Verteidiger Maik Franz. Vielleicht habe Skibbe seinen Rundumschlag auch als "Weckruf" an Mannschaft und Klub verstanden. Andererseits habe die Mannschaft nach zwölf Spieltagen 16 Punkte eingesammelt, und "wenn wir gegen Borussia Mönchengladbach den geforderten Pflichtsieg einfahren, dann liegen wir bei 19 Punkten im gesicherten Mittelfeld", sagte Franz, der am Montag im kleinerer Kollegenkreis trainieren musste. Schwegler, Spycher und Bajramovic waren schon zu ihren Auswahlmannschaften abgereist. Zudem wurde Ioannis Amanatidis am Montag in Augsburg am Knorpel operiert.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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