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Talente bei Eintracht Frankfurt: Der Jugend eine Chance

        

Ein Versprechen für die Zukunft: Sonny Kittel.
Ein Versprechen für die Zukunft: Sonny Kittel.
Foto: rhode

Mit seinem Treffer gegen den FSV unterstreicht Sonny Kittel die Hoffnungen der Eintracht in ihn. Er gilt als Symbolfigur für den künftigen Weg der Eintracht: Die Hessen müssen in Zukunft verstärkt auf den Nachwuchs setzen, auch um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

Frankfurt –  

Als Sonny Kittel am Samstag gegen den FSV das erste Profitor seiner noch jungen Karriere erzielte, satt und knackig mit rechts ins kurze Eck, da reckte er beide Arme in die Luft  und verteilte Handküsse in den leicht bedeckten Himmel. Der 19-jährige Jungprofi der Eintracht konnte seine Freude kaum bändigen. „Ich habe einfach draufgehalten. Ein super Gefühl“, sagte er und strahlte wie ein Honigkuchenpferd.

Für Kittel war das Tor eine Erlösung und auch eine Art Neuanfang. Denn die letzten Monate waren nicht leicht für ihn, die lange Pause nach dem Kreuzbandriss, dann, als er fit war,  fehlte  die  Spielberechtigung. Das ist erst zwei  Wochen her. Jetzt sein erstes Tor. „Da ist alles aus mir rausgebrochen“, sagte er. „Denn die letzten Monate waren hart.“

Vergleiche mit Mesut Özil

Auf den hochveranlagten Sonny Kittel ruhen in Frankfurt viele Hoffnungen, er soll der nächste Spieler sein, der nicht nur den Sprung zu den Profis schafft (den hat er ja trotz Kreuzbandriss  sowieso schon gepackt), er soll irgendwann das Spiel der Hessen mal prägen, er soll eine dominierende Persönlichkeit auf dem Fußballplatz werden.

Klassenbuch: Eintracht führt FSV vor

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Kittel, unter dem früheren Eintracht-Kapitän Alexander Schur schon B-Jugend-Meister, bringt die Veranlagung mit, er hat das Zeug dazu, ein Großer zu werden, Vergleiche mit Mesut Özil sind keine Seltenheit. Für die Eintracht ist Kittel, der Rohdiamant,  auch so etwas wie eine Symbolfigur, ein leuchtendes Beispiel für die begabten Jugendlichen aus dem eigenen Stall, frei nach dem Motto: „Seht her, der Sonny hat es auch geschafft.“

Drei Sterne für den Riederwald

Kittel indes, da sind sich alle einig, ist    aber auch ein Ausnahmetalent. Und doch scharren bei der Eintracht viele Nachwuchskräfte mit den Hufen, sie alle eint der Traum vom Profigeschäft. Er muss nicht platzen.

In der vergangenen Woche erhielt die Eintracht für ihr Jugendleistungszentrum eine Auszeichnung mit drei Sternen, eine Prämierung, die die Verantwortlichen am neuen Riederwald mit Stolz erfüllt. Bei der von DFL und DFB initiierten Zertifizierung wurde vor allen Dingen die exzellente Durchlässigkeit hervorgehoben.

Drei-Sterne
Zwei Sterne
Null Sterne

FSV Mainz

Bayer Leverkusen

Hamburger SV

Hertha BSC

1.FC Nürnberg

Borussia Mönchengladbach

VfB Stuttgart

1. FC Köln

SC Freiburg

Borussia Dortmund

Schalke 04

Bayern München

1899 Hoffenheim

VfL Wolfsburg

SV Werder Bremen

Hannover 96

FC Augsburg

1. FC Kaiserslautern

Nach dem VfB Stuttgart ist die Eintracht der Klub, der die meisten Jugendspieler in den Profibereich bringt. Dazu zählen auch Spieler, die den Sprung bei anderen Vereinen geschafft haben, etwa Jan Kirchhoff (Mainz), Marko Marin (Bremen) oder auch Timothy Chandler, der in Nürnberg den Durchbruch schaffte. 

„In der Nachwuchsförderung spielt Eintracht Frankfurt weiterhin in der Spitzengruppe des deutschen Fußballs. Mit unserem Leistungszentrum verfügen wir über beste Voraussetzungen, um in Zukunft noch mehr Eigengewächse im Profifußball einzusetzen“, sagte Vereinspräsident Peter Fischer.

Aus diesen Vereinen kommen Junioren-Nationalspieler (U15-U21)
Top 5 der Saison 2011/12 - Bundesliga unter sich

VfB Stuttgart - 20 Spieler

1. FC Nürnberg - 14 Spieler

Borussia Mönchengladbach - 12

Hertha BSC - 12

TSG 1899 Hoffenheim - 12

Der neue Riederwald, Prunkstück in Frankfurts Osten, ist kein Prestigeobjekt für die Eintracht. Viele sind der festen Überzeugung: Will die Eintracht tatsächlich auf Dauer im Konzert der Großen mitmischen, geht das nur über die Hochbegabten aus dem eigenen Haus. Die Eintracht will, sie muss  den Pfad der Jugend konsequent abschreiten.

Für die Hessen ist der Nachwuchs ein Faustpfand, ein Zukunftsmodell, eines, das ein Stück weit alternativlos ist.

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Autor:  Ingo Durstewitz
Datum:  17 | 2 | 2012
Seiten:  1 2 3
Kommentare:  3
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2. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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