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Torwart Markus Pröll: Zurück in seinem Revier

Weil sich Oka Nikolov einen Sehnenanriss an der Ferse zuzog, steht Markus Pröll bei der Eintracht wieder im Tor.

Es war für mich keine einfache Situation, ins Spiel zu kommen, so von Null auf hundert: Markus Pröll.
"Es war für mich keine einfache Situation, ins Spiel zu kommen, so von Null auf hundert": Markus Pröll.
Foto: Schneider

Man kann sich nur in etwa vorstellen, wie es in den letzten Wochen und Monaten in Markus Pröll ausgesehen haben könnte. Der Torwart selbst hat ja eisern geschwiegen. Trainiert und geschwiegen. Spielen durfte er ja nicht, Oka Nikolov stand im Tor. Und machte kaum Fehler. Das ist keine gute Situation für einen, der so ehrgeizig ist wie Markus Pröll. Man kann nur ahnen: Es waren schwere Wochen für den Ballfänger a.D..

Am Samstag, in der Halbzeit, hat er dann ein Zeichen bekommen, er müsse ran. Kurz vor der Halbzeit hatte Nikolov einen stechenden Schmerz unter der Fußsohle verspürt, als er abspringen wollte zu einer Flanke. Danach hinkte er vom Feld, er konnte nicht mehr. Später am Abend, bei der Untersuchung in einer radiologischen Klinik in Frankfurt, stellte sich dann heraus: Nikolov hat sich einen Sehnenanriss an der rechten Ferse zugezogen. Damit hat sich die Frankfurter Verletztenliste erneut verlängert, mittlerweile fallen acht Spieler längerfristig aus.

"Das ist keine einfache, das ist eine höchst unangenehme Verletzung", gerade für einen Torwart, der doch von seiner Sprungkraft lebe, sagte am Sonntag Mannschaftsarzt Christoph Seeger. Der 34-Jährige wird sicherlich "mehrere Monate ausfallen". März könne es allemal werden. In den nächsten Tagen werde man zudem entscheiden, ob Nikolov, der seit 1991 schon 285 Spiele für die Eintracht bestritt, unters Messer muss oder ob die Verletzung konservativ behandelt werden kann. In einer ersten Reaktion schloss Klubchef Heribert Bruchhagen die Verpflichtung eines weiteren Schlussmannes aus: "Mit Jan Zimmermann haben wir ja noch einen talentierten dritten Torwart." Dennoch werden sich die sportlich Verantwortlichen Gedanken machen müssen, wie die Position hinter Pröll, auch nicht gerade frei von Verletzungen, auf Sicht besetzt wird.

"Von Null auf hundert"

Keine Chance für Hannover

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Nun ist M

arkus Pröll wieder Torwart Nummer eins, und genauso, wie er seinen Platz verloren hatte, nämlich durch eine Verletzung (am Syndesmoseband), so hat er sich seinen Platz zurückgeholt. Am Samstag hat er in der zweiten Halbzeit fehlerlos gespielt. Es waren freilich dankbare Bälle, die auf sein Tor kamen, einmal musste er sich strecken, bei einem Freistoß von Bruggink. Ansonsten packte der 29-Jährige beherzt zu. Vor allem bei Flanken war Pröll zur Stelle, denn er ist ein Torwart, dessen Betätigungsfeld, anders als bei Nikolov, den ganzen Strafraum umfasst.

"Es war für mich keine einfache Situation, ins Spiel zu kommen, so von Null auf hundert", sagte Pröll hinterher. Es sei extrem schwierig, "auf den Punkt zur Stelle zu sein. Aber dafür habe ich im Training immer Gas gegeben." Im Spiel selbst habe er sich gut gefühlt. Endlich durfte er ja zurück ins Allerheiligste, letztmalig spielte er am 17. Mai gegen den MSV Duisburg.

Und wurde - auch das zeigt die in eine Schieflage geratene Mannschaftshierarchie - gleich zum Spielführer befördert. Für Trainer Friedhelm Funkel war das klar: "Er war an der Reihe." Seine Vorgänger mit der Binde - Amanatidis, Spycher und Nikolov - sind alle angeschlagen. Wenn das mal kein schlechtes Omen ist. kil

Datum:  24 | 11 | 2008
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