Alexander Meier kennt das alte Vorurteil. Das geht so: Er habe ja nur immer und immer wieder spielen dürfen, weil er der Liebling von Trainer Friedhelm Funkel war. Nachdem Funkel dann nur noch Ex war und seinen Spind räumen musste in Frankfurt, würden auch für Meier andere Zeiten anbrechen, rauere, schwierigere. Das unkten viele, sehr viele. Dann kam das erste Pflichtspiel in Offenbach - Meier spielte und schoss ein Tor. Dann kam das erste Punktspiel in Bremen - Meier spielte und bereitete ein Tor vor.
Alexander Meier, 26 Jahre alt und 1,96 Meter groß, ist aus der Mannschaft der Frankfurter Eintracht nicht wegzudenken. Er war es nicht unter Funkel, er ist es nicht unter Nachfolger Michael Skibbe und wäre es vermutlich auch dann nicht, wenn der Coach Hänschen Klein oder auch Guus Hiddink hieße.
Meier hat diese Diskussion um seine angeblich so besondere Beziehung zum früheren Eintracht-Trainer und dessen vorgebliche Sonderbehandlung allerdings sehr wohl zur Kenntnis genommen. Und man kann nicht sagen, dass sie ihn nicht fürchterlich geärgert hat. "Dieses Lieblingsschüler-Gerede ist doch total übertrieben", sagt er.
Meier hält die Argumentation gar für sinnentleert. "Warum sollte Funkel mich aufstellen, wenn er denkt, die Mannschaft würde dann schlechter? Er wollte auch jedes Spiel gewinnen, er wollte doch auch seine Prämien machen."
Alex Meier ist auch jetzt, mit gebotenem Abstand, noch genervt von der Unterstellung, er sei anderen Spielern quasi vorgezogen worden. Seine Verärgerung ist leicht zu spüren. Er beendet das Thema denn auch bündig mit einem professionellen Statement zum professionellen Fußball: "Jeder Trainer stellt nach Leistung auf, nicht nach Sympathie."
Das hat auch Skibbe gemacht, und auch er kam an Meier nicht vorbei. Meier glänzte schon in der Vorbereitung, und weil der Lange, der in 99 Bundesligaspielen 20 Tore erzielte und 16 vorbereitete, vor des Gegners Tor ein gutes Näschen beweist und sich immer wieder in die richtige Position schleicht, beorderte ihn Skibbe sogar nach vorne in den Sturm. Nicht Martin Fenin, der tschechische Internationale, nicht Nikos Liberopoulos, der griechische Nationalspieler, stürmen in vorderster Linie neben Ioannis Amanatidis, sondern Alex Meier, der gelernte Mittelfeldspieler. Meiers Torgefahr ist bekannt, schon Ex-Trainer Funkel pries ihn als "einen der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Bundesliga."
Meier, der im Spiel immer wieder mal abtaucht, kann beim besten Willen nicht erkennen, dass sich sein Betätigungsgfeld auf dem Platz großartig geändert habe. Auch unter Funkel habe er schon sehr weit vorne, als hängende Spitze agiert, und ob man das jetzt "Stürmer, Halbstürmer oder zweiter Stürmer nennt, ob man in der Theorie fünf Meter weiter vorne oder hinten stehen soll, ist doch egal."
Meier hat sich freigeschwommen und seinen Wert für die Mannschaft auch unter dem neuen Coach bewiesen. Er sagt dazu in seiner ihm so eigenen trockenen Art lediglich: "Bis jetzt passt es ganz gut." So ist es.
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58% | Genau richtig. Der Schiri wird genau hinschauen. |
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23% | Veh ja Recht. Aber er motiviert die Fortuna. |
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9% | Veh übertreibt maßlos. |
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7% | Beide Seiten sollten sich beruhigen. |
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3% | Mir ist das egal. |
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