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Vor dem Gladbach-Spiel: Rückschlag für Schwegler

Ob Pirmin Schwegler beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zum Einsatz kommen kann, ist offen. Stattdessen tastet sich Stürmer Amanatidis erstmals seit vielen Wochen wieder heran. Von T. Kilchenstein und I. Durstewitz

Christoph Spycher ist nach seinem Muskelfaserriss wieder unbeschwert im Training. (Archivbild)
Christoph Spycher ist nach seinem Muskelfaserriss wieder unbeschwert im Training. (Archivbild)
Foto: getty

Eigentlich hatte der Frankfurter Trainer Michael Skibbe fest mit einem Einsatz von Pirmin Schwegler im Spiel am Freitag bei Borussia Mönchengladbach gerechnet. Die Folgen der Gehirnerschütterung sollten behoben sein. Doch am Dienstag fehlte Schwegler beim Training: "Er hat einen Rückschlag erlitten", so Skibbe.

Am Montag, nach der Trainingseinheit, habe sich der defensive Mittelfeldspieler zu Hause unwohl gefühlt, er habe am Abend Fieber bekommen und sich auch übergeben müssen. Es sei noch nicht ganz klar, ob diese Symptome von einer beginnenden Erkältung herrührten oder doch Nachwirkungen der Gehirnerschütterung seien, sagte Skibbe. Ob Schwegler am Freitag zum Einsatz kommen kann, ist offen.

Dafür haben Chris, der in der vergangenen Woche den schweren Trainingsunfall mit Schwegler verursacht hat, und Christoph Spycher (Muskelfaserriss) wieder unbeschwert mittun können. Chris wird sicher zum Einsatz kommen, bei Spycher will Skibbe die kommenden Einheiten abwarten. "Wenn ich ein gutes Gefühl habe und der Spieler auch, wird Christoph spielen", sagte Skibbe.

Petkovic, Toski sollen gehen

Und auch Ioannis Amanatidis hat sich erstmals seit vielen, vielen Wochen wieder zum Üben bei der Mannschaft eingefunden. Der frühere Kapitän, der gerade seinen zweiten Knorpelschaden zu überwinden hofft, hat ganz vorsichtig ein paar Übungen mitgemacht. Das Aufwärmen mit der Mannschaft hat er absolviert, dazu ein paar taktische Dinge und ein Kreisspiel. Mehr kann der 28-Jährige mit Ball noch nicht tun. Aber Amanatidis, der sich einen dichten Rauschebart hat stehen lassen, ist ausgesprochen zuversichtlich. "In zehn bis 14 Tagen" will der Stürmer wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Bislang habe sein vorgeschädigtes Knie keine Reaktionen gezeigt, er ist guter Hoffnung, dass er in dieser Runde noch einmal auf den Rasen zurückkehrt. Doch in vier Wochen endet die Saison. Amanatidis will unbedingt noch mit Griechenland zur WM fahren.

Derweil hat Michael Skibbe, wie er im Gespräch mit der FR verriet, personell weitere Pflöcke eingeschlagen: So sollen Marcel Heller und Juvhel Tsoumou neue Verträge erhalten. Dem schnellen Heller will die Eintracht einen Ein-Jahres-Kontrakt anbieten. "Beide haben eine gute Entwicklung genommen und drängen von hinten", sagte Skibbe. Gerade von Heller zeigte er sich angetan: "Er hat sich hier in eine gute Position gebracht." Allerdings betonte Heller selbst, dauerhaft spielen zu wollen. Skibbe kann ihm höchstens eine Jokerrolle anbieten. "Patrick Ochs ist gesetzt." Im Gegenzug sollen Nikola Petkovic und Faton Toski den Verein verlassen. Und auch die ausgeliehenen Spieler, Alexander Krük (VfL Osnabrück), Habib Bellaid (US Boulogne) und Markus Steinhöfer (1. FC Kaiserslautern), sollen nach Möglichkeit abgegeben werden. "Für Steinhöfer wäre es gut, wenn er in Kaiserslautern bleiben könnte. Er würde hier ein bisschen weiter hinten starten, weil viele andere sich auf seiner Position in den Vordergrund gespielt haben."

In den kommenden Wochen wird sich auch die Zukunft von Kapitän Spycher klären. Der Schweizer drängt auf einen Zwei-Jahres-Vertrag, die Eintracht bot bisher nur ein Jahr an. "Grundsätzlich möchte er bleiben", sagte Skibbe, "ich bin optimistisch." Auch bei Halil Altintop ist der Trainer "sehr hoffnungsfroh, dass er bleiben wird. Es gefällt ihm hier zu gut, als dass er irgendwo ein Wagnis eingehen würde. In der Türkei könnte er zwar dreimal so viel verdienen, aber da zieht es ihn nicht hin. Er will in der Bundesliga bleiben. Und für uns ist es auch gut, dass er noch nicht in der Summe getroffen hat, in der er hätte treffen können. Sonst hätten wir sicher viel mehr Konkurrenz." Und schließlich wird die Eintracht dem B-Jugendlichen Sonny Kittel, 17, in der neuen Saison einen Profivertrag geben. "Er ist ein herausragendes Talent", sagte Skibbe. "Wir wollen nicht noch mal ein Talent wie Marko Marin verlieren."

Autor:  Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz
Datum:  6 | 4 | 2010
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